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07. November 05

Wieder zu Hause

von Thomas

200511071000Nun bin ich wieder zurück aus Amerika, gestern Abend bin ich wieder heil in Narita gelandet (zum Glück, denn ich sah mich schon einen Tag später heimkommen, da mein Flieger überbucht war und ich erst im letzten Moment einen Sitzplatz bekommen habe...). Wenn man so für eine Zeit weg war und dann wieder hierherkommt, dann merkt man erst, wie sehr man sich doch schon hier eingelebt hat und wirklich hier inzwischen zu Hause ist. Alles ist einem sehr vertraut und man hat vieles doch schon lieb gewonnen und hat es prompt vermisst. Und wie schon in dem kurzen Zwischenbericht angedeutet, Amerika ist doch so ziemlich in jeder Beziehung das Gegenteil von Japan (wenn man auch deutlich merkt, wo vieles am modernen Japan seinen Ursprung hat).

Etwas mehr über meine (sehr subjektiven) Gedanken über die Unterscheide zwischen beiden Ländern, schreib ich demnächst mal, wenn ich etwas mehr Zeit habe. Hier jetzt nur der Rest des Erlebnisberichtes:

Nach dem Ende der Konferenz hatte ich noch einen Tag Urlaub und den hab ich dann genutzt, um einmal nach San Francisco zu fahren. Und es hat sich wirklich gelohnt, nach dem zwar schön ordentlichen, aber seelenlosen San Jose, war San Francisco doch eine richtig interessante Stadt, mit viel eigenem Charakter (soweit man das nach einem Tag sagen kann). Auf der einen Seite Downtown mit den typischen Wolkenkratzern und tiefen Strassenschluchten und dann aber auch sehr viele alte Haeuser, mit schönen Fassaden, manchmal eine alte Kirche mittendrin, viele Parks, die alten Cablecars (tolles Gefühl, wenn man da so auf dem Trittbrett stehend durch die Gegend fährt und die Autos einem so knapp am Po vorbeifahren) und natürlich diese Hügel, mit den den Gesetzen der Schwerkraft trotzenden geparkten Autos... Auf einem der hoechten Hügel der Stadt steht ein Aussichtsturm, der Coit Tower, und von dem hat man eine wunderbare Aussicht über die ganze Stadt: Die Bucht, mit der Insel Alcatraz, zum Pazifik hin die Golden Gate Bridge und die Bay Bridge, die quer ueber die Bucht rueber nach Oakland führt. Und zur Stadt hin der Blick auf die Hochhäuser und das Schachbrettmuster der endlosen Straßenzüge.

Chinatown habe ich mir natürlich (man kommt einfach von Asien nicht los...) angeschaut. Es ist großer als das in Yokohama, aber vielleicht nicht ganz so urig, was vielleicht an der etwas breiteren Straßen liegt, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass es mehr ein echter, gewachsener Teil der Stadt, obwohl ich gar nicht genau sagen kann warum eigentlich. Zum Schluss war ich dann noch im Shoppingbezirk unterwegs, hab aber letztlich doch nix gekauft, obwohl ich erst dachte, ich könnte vielleicht ein paar Sachen kaufen, da es hier ja, vor allem bei Schuhen, nicht immer so einfach ist, was in meiner Größe zu finden. Aber letztlich hatte ich dann doch keine rechte Lust.

Die Rückfahrt nach San Jose war dann noch einmal recht spannend. Da ich immer schon mal in Amerika mit dem Zug fahren wollte (warum, weiß ich jetzt auch nicht...), bin ich mit dem lokalen Pendelzug zwischen San Jose und San Francisco gefahren. Auf der Hinfahrt ging auch alles glatt, aber auf der Rückfahrt bleib der Zug nach 10 Minuten erstmal liegen und stand dann weit über eine Stunden einfach rum, bevor es weiterging. Was los war, hab ich nicht so ganz kapiert. Jedenfalls bin ich dann mit gut zwei Stunden Verspätung kurz vor 12 in San Jose gewesen und mit dem letzten Bus zum Hotel gefahren. Ich hab mich schon den Flieger verpassen sehen. Na ja, so konnte ich noch ein paar Stunden schlafen. Um schon mal einen kleinen Japan-Amerika Vergleich zu ziehen, kurz was zu den Zuegen. Zuege in Japan sehen entweder elegant, futuristisch aus, wie die Shinkansens, oder sie sehen in etwa wie unseren deutschen Regional- und S-Bahnen aus, also schlicht und schnörkellos. Die Zuege in Amerika wirkten dagegen wie ein amerikanischer Truck gegenüber einem deutschen LKW, unnötig groß und kraftstrotzend. Durchweg doppelstoeckig und dabei etwas über 50% höher als unsere Zuege, außen und innen ungestrichen und somit silber-metallisch glaenzend und die Loks kantig und wuchtig wie man es sonst nur bei Gueterzuegen kennt. Kurz, man nehmen das Gegenteil von einem eleganten, leicht dahingleitenden Shinkansen und man hat einen dieser Ami-Zuege, die ich da gesehen hatte.

Soweit erstmal... Jetzt bin ich wieder halt wieder zu Hause, die Ginkos sind inzwischen, wei man auf dem Bild oben sieht, jetzt schonganz gelb. Es wird Zeit, einen Ausflug in den Wald zu planen, um sich die herbstliche Laubfaerbung in voller Schoenheit anzuschauen :)

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Kommentare

Gunda

Schön, daß Du wieder da bist! Jetzt ist die Wohnung endlich wieder komplett (chaotisch)... ;-)

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