Google
Web Blog

Aktuelle Fotos

Leute in Japan

Links

Aktuelle Weblogs

14. Juli 06

Mission: Impossible III

von Thomas

200607141751 Da es eine unmögliche Mission gewesen wäre, Gunda zu diesem Film zu überreden, war ich also alleine im Kino, um mit Tom Cruise's dritten Aufguss der klassischen Agentenserie anzuschauen. Was soll man sagen? Action ohne viel Zeit zum Luft holen, natürlich alles maßlos übertrieben, aber nicht so schlimm wie Teil 2 (der erste Actionfilm, den ich gesehen habe, bei dem die Leute anfingen  zu Lachen, statt angesichts der Tricks  starr vor Staunen im Kinosessel zu sitzen), aber bei weitem nicht so gut, wie der erste Teil, der den Charme der alten Serie noch am besten einfing. Die Story war für einen Actionfilm passabel logisch und spannend, die Tricks gut und das Tempo stimmte. Kurzweiliges Popcorn-Kino nennt man das wohl...

11. Juni 06

Inside Man

von Thomas

Eigentlich wollten wir zu aller erst nach Tsukuba, um uns ein Konzert mit den Eltern von Gundas jüngster Schülerin anzuhören. Die Beiden spielen in einer Rockband (jedenfalls nennen sie es so, was wir uns aber nicht so ganz vorstellen können) und das wollten wir uns nicht entgehen lassen. Und so sind wir trotz Regens (ja , die Regenzeit hat jetzt wohl endgültig angefangen) nach Tsukuba gefahren, um dann festzustellen, dass das Konzert ins Wasser gefallen ist. Jedenfalls war außer einer leeren Bühne nix zu sehen :(

Da wir aber hinterher eh noch ins Kino wollten, war's nicht ganz so schlimm. Also sind wir erst was Essen gegangen und haben dann auf dem Weg ins Kino in der neuesten Starbucks-Filiale von Tsukuba unseren Antrittsbesuch gemacht.

Im Kino haben wir uns dann "Inside Man" von Spike Lee angesehen. Grundsolider Thriller um einen Bankraub mit Geiselnahme, mit vielen originellen Ideen und guten Schauspielern, die den Film aus dem üblichen Einerlei doch herausragen lassen. Spannend bis zum Schluss und mit einem überraschenden Ende. Nicht schlecht. Ausgesucht haben wir uns den Film, weil Gunda sich mehr und mehr zum passionierten Jodie Foster Fan entwickelt ;)
Allerdings hatte die nur eine recht kleine Rolle, die sie aber ganz überzeugend gespielt hat.

07. Juni 06

Kulturtraining für Anfänger

von Gunda

Da gibt man sich tagtäglich redliche Mühe, um Japanern ein anständiges Bild von Deutschland jenseits von Neuschwanstein und Sauerkraut zu vermitteln und dann das:

Eine meiner Schülerinnen berichtete mir heute, daß am Morgen im Fernsehen ein Kulturtraining aus Deutschland zu bewundern war.
Belehrt wurden Busfahrer aus Bonn, wo die japanische Fußballmannschaft im Moment untergebracht ist. Es werden wohl Anstürme von japanischen Fans erwartet, und darauf will man vorbereitet sein. Also müssen die Busfahrer wissen: Japaner entschuldigen sich andauernd; auch, wenn es nichts zu entschuldigen gibt. "Sumimasen!" sagen sie dann. (Was die erklärende Frau wohl nicht wußte: Das wird im Sinne von "Entschuldigen Sie bitte, könnten Sie mir Ihre Aufmerksamkeit schenken?" benutzt und findet sonst auch noch eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, die nichts mit einer Entschuldigung zu tun haben.)
Desweiteren ist es natürlich für so einen transportierenden Busfahrer auch ungemein wichtig, sich noch weiter in die Kultur seines Fahrgastes einfühlen zu können und z.B. zu wissen, was der so normalerweise ißt. Also wurde Sushi verteilt, was wohl geschmacklich wenig Begeisterung unter den Busfahrern auslöste. (Aber klar, Berliner Busfahrer essen ja auch z.B. Döner oder Pizza, Spaghetti ...)
Ach ja, und die Taxifahrer sollten in der Aufgeklärtheit ihren Kollegen auch um nichts nachstehen. Sie bekamen einige japanische Vokabeln zum Lernen auf und gesagt, sie sollten, wenn ein Japaner bei ihnen mitfahren will, aussteigen, um das Auto herumgehen, dem Fahrgast die Tür aufmachen, ihn einsteigen lassen und dann die Tür wieder zumachen, ums Auto herumgehen, selber einsteigen und losfahren. Weil, in Japan gehen ja die Türen für den Fahrgast hinten automatisch auf, da könnte der verunsichert sein, wenn sich in Deutschland da nichts regt. Interessant wäre jetzt, zu erfahren, wie viele in Bonn lebende Asiaten in Zukunft irritiert werden, wenn sie in ein Taxi steigen wollen...

Ja, was die Deutschen machen, das wollen sie dann auch gleich ganz gründlich machen. Besonders, wenn es um Völkerverständigung geht. Man will sich ja nicht nachsagen lassen, man sei nicht gastfreundlich...

Und dann bitte noch einmal nach Neuschwanstein und Sauerkraut essen, wie das die Deutschen immerzu machen.

04. Juni 06

Da Binci Kodo die Zweite

von Thomas

Nun haben wir ihn auch gesehen und können endlich mitreden! Aber eigentlich gibt es da gar nicht soviel zum reden. Wenn der ganze Wirbel um das Buch nicht gewesen wäre, wäre der Film wahrscheinlich recht schnell wieder vergessen bzw. hätte erst gar nicht soviele Zuschauer bekommen. Die Story um eine Art moderne Gralssuche, bei der sich die Gehilfin des Helden am Ende als der gesuchte Gral herausstellt, ist ziemlich löchrig (von der absurden Story mal abgesehen), voller Zufälle und Unwahrscheinlichkeiten und nicht eine der spannendsten.

War der Film schon nicht der wirkliche Bringer, so hatte Gunda auch noch ganz persönlich ein riesen Pech: Wir waren etwas spät dran, die Werbung lief, das Kino war also schon abgedunkelt, da hat Gunda eine Treppenstufe falsch erwischt und sich den Fuss verknackst. Gebrochen ist zwar nichts, aber es tut sehr weh und alles ist geschwollen. Hoffentlich geht das gut ab...

24. Mai 06

Da Binchi Kodo

von Gunda

Nachdem wir im Kino eine Infobroschuere zum "gleichnamigen" Film aufgelesen hatten, schwante mir schon Uebles. "Learn about western culture!" stand da unter dem Titel. Eine Vermischung von Fiktion und Geschichte? Ich konnte nicht viel in der Broschuere lesen. Der Rest blieb Spekulation. Was wohl so ein Film in einer nicht-christlichen Kultur ausloest...? Etwas Licht hat heute meine eine (katholische!) Schuelerin ins Dunkel gebracht: Die japanischen Medien scheinen voll von Dokumentationen zu sein, die genau das tun; Fiktion und Geschichte zu einem "Faktum" zu vermischen und das Ganze noch irgendwie "wissenschaftlich" zu beweisen. Heraus kommt ein Spektakel besonderer Art. Meine Schuelerin verglich es mit Skandalen um einen Popstar. Aber Ahnung von den Hintergruenden oder gar der christlichen Grundidee hat dabei fast niemand. - Halleluja!

29. April 06

V for Vendetta

von Thomas

Cimg2981_medium Gunda fühlte sich nicht recht fit und da haben wir kurzerhand unseren für heute geplanten Trip zu IKEA auf morgen verschoben und ich bin stattdessen ins Kino gegangen und habe mir 'V for Vendetta' angesehen, das letzte Werk der Wachowski-Brüder, die schon die Matrix-Filme gemacht hatten. Und sowas in der Art von Matrix hab ich dann auch erwartet und wurde in gewissem Sinne positiv überrascht, weil der Film doch etwas anders herüber kam, als die Matrix-Trilogie, die sehr kühl und glatt inszeniert waren. Und nachdem mir die beiden letzten Matrix Teile auch nicht sehr gefallen hatten, war ich auch nicht sicher, wie es mit diesem Film sein würde. Aber letztlich war er ganz okay, natürlich angesichts der Vorlage sehr comichaft, aber doch spannend und interessant, mit einer guten Atmosphäre und guten Darstellern. Vor allem Hugo Weaving in der Titelrolle hat es mir angetan (war schon in Matrix so...) mit seinen ständigen Shakespeare-Zitaten und auch sonst permanent shakespearehaften Aussprache. Ich mag das einfach, auch wenn's natürlich etwas theatralisch ist, aber es passte einfach gut in den Film rein und mir gefällst :)

Ansonsten gab's viel Action, aber nicht zuviel, grandiose Explosionen untermalt mit Tschaikovskys '1812', eine ganz gute Story um faschistoides Regime in England und den Kampf dagegen und nicht zuletzt ganz viele Anspielungen und Zitate aus anderen Filmen (wenn z.B. John Hurt's Gesicht in Umkehrung seiner Rolle als Winston Smith in '1984' als diktatorischer Kanzler auf einer überdimensionierten Leinwand erscheint...).

Alles in allem war ich also sehr zufrieden...

02. April 06

Aeon Flux

von Thomas

Teil 3 unserer Kirschblüten-Photosafari ist leider ins Wasser gefallen. Heute war es erst bedeckt, dann fing es an zu regnen und so war in dem kleinen Park an der Stadtgrenze zwischen Arakawaoki und Tsukuba nicht viel los. Aber dafür hatten wir ja gestern ausgiebig Gelegenheit, uns  typisch japanisches Hanami anzuschauen.

200604021846_1 Statt Hanami haben wir dann einen Stadtbummel in Tsukuba gemacht und sind anschliessend ins Kino gegangen. "Aeon Flux" haben wir uns da angschaut. Koproduziert von MTV... Das sagt eigentlich ja schon alles. Ein neunzigminuetiger Videoclip mit einer  Sciencefiction-Story um geklonte Menschen, die in einer kuenstlichen Umgebung als letzte Ueberlebende einer weltweiten Virusepidemie leben. Das Leben ist dort sehr reglementiert und einige Rebellen begehren dagegen auf. Ein alter Hut, schon dutzenden Male inszeniert und das oft besser und origineller. Technisch war der Film natuerlich ganz sauber inszeniert, gute Actionsequenzen und eine sexy Amazone a la "Lara Croft" als kampfstarke Hauptakteurin. Wenn man sich nur unterhalten will und einen Tag, an dem man dank Regen nicht viel machen kann, rumkriegen will, eine ganz nette Sache.

11. März 06

Narnia

von Thomas

200603111714_1
Narnia ist mal wieder so ein Fall gewesen, bei dem man in Japan erst zum Zuge kommt, wenn der Rest der Welt den Film schon wieder vergessen hat... Na wenigstens kann ich es diesmal etwas verstehen: Im Gegensatz zu den sonst üblichen Gepflogenheiten wurde Narnia synchronisiert. Das dauert dann wohl eine Weile (obwohl sich das in Deutschland zumindest bei den Blockbustern sehr verändert hat und die Filme nur noch selten mit Verzögerung ins Kino kommen.

Der Film selbst war ganz nett, nicht so spektakulär wie 'Herr der Ringe', ein bischen kindgerechter (Walt Disney halt). Wir wurden ganz gut unterhalten.

Hinterher wollten wir eigentlich sofort los sprinten, um noch den letzten Bus Richtung Arakawaoki zu erwischen, als Gunda den Shuttle-Bus vom Kino Richtung Arakawoki/Tsukuba entdeckt hat. Wir dachten bisher, dass der nur zwei- oder dreimal am Tag fährt und wir ihn daher meist sowieso nicht nehmen können, so dass wir uns nicht näher dafür interessiert haben. Aber zumindest für die Rückfahrt nach Arakawaoki können wir ihn wohl doch öfter mal nehmen.

Ein bischen skurril war die Sache dann aber auch. Der Bus stand einsam und verlassen am Straßenrand, kein Busfahrer in der Nähe. Gunda hat dann den Parkplatz-Winke-Onkel gefragt, ob das der Bus nach Arakawaoki ist. Der hat dann irgendwas zustimmendes gemurmelt, die Tür vom Bus aufgemacht und uns einsteigen lassen. Die Tür hat er dann wieder zu gemacht und ist wieder Winken gegangen. Da saßen wir dann eine gute Viertelstunde alleine, in einem dunklen Kleinbus und warteten. Dann kamen kurz hintereinander noch zwei ältere Damen, machten einfach die Tür auf und stiegen ein. 10 Minuten vor Abfahrt kam dann auch mal der Busfahrer vorbei, startete erstmal den Motor und verschwand dann wieder. Wenn der Sprit halt wenig kostet, kann man den Motor halt auch mal 10 Minuten für nix und wieder nix laufen lassen, wie man hier jeden Tag immer wieder beobachten kann (dafür darf man jetzt privat nichts mehr verbrennen, wegen der CO2-Werte...). Die Fahrt selber war dann recht 'rasant', der Fahrstil recht 'rustikal', aber wir sind heil angekommen und das war in dem Fall das wichtigste :)

11. Februar 06

Myunhen

von Thomas

200602111527 Heute haben wir uns "München" von Steven Spielberg angeschaut. Ein ziemlich drastischer Film über die Jagd auf die Hintermänner des Olympia-Attentats von 1972. Fünf Leute werden von der israelischen Regierung angeheuert, um einen nach dem anderen der Gesuchten umzubringen. Kreuz und quer durch  Europa  geht die  Jagd, meist sind die Jäger erfolgreich, bis aus ihnen selber Gejagte werden und einer nach dem anderen ermordet wird.

Weniger um Strafe und Gerechtigkeit, als mehr um Rache geht es in dem Film und um die Sinnlosigkeit der ganzen Gewalt im Nahen Osten. Wird ein Araber ermordet, sterben 100 Israelis bei einem anderen Attentat. Kein Ende in Sicht, bis heute... Das einzige, was sich seitdem geaendert hat, ist das der direkte Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis jetzt nur noch in Palästina stattfindet, allerdings hat es mit Bin Laden und Co dafür heute  einen mehr als "ebenbürtigen" Ersatz auf dem Spezialgebiet "wie bringe  ich möglichst viele Leute um, die mit meiner Sache eigentlich nix zu tun haben".

Etwas Kurioses am Rande: Der Filmtitel lautet hier "ミュンヘン", also Myunhen, nicht etwa "Munich", wie er im Original heißt. Man hat also die japanische Schreibweise für "München" gewählt und nicht einfach die englische ins Japanische transkribiert. Irgendwie fanden wir das nett :)

Ansonsten noch eine kleine Beobachtung zum Thema "Japaner und Kino". Der Film war etwa drei Stunden lang, läuft schon seit zwei Wochen und wir waren am frühen Nachmittag drin und das Kino war so voll wie erst selten bisher. Irgendwie bevorzugen Japaner eher frühe Tageszeiten, um was zu unternehmen, wie z.B. einen Kinobesuch. Man muss sie geradezu in die Abendvorstellungen locken, denn die sind hier billiger, als die frühen Vorstellungen (also genau umgekehrt, als in Deutschland) und richtige Nachtvorstellungen gibt es eh nicht, nach Mitternacht läuft da schon lange nix mehr. Japaner scheinen in ihrer Freizeit aber eh keine echten Nachtmenschen zu sein, wenn man sich anschaut, wie früh z.B. der öffentliche Nahverkehr selbst in Tokyo dicht macht (hier bei uns läuft ja schon ab 22:00 Uhr nichts mehr), dann lässt das nicht auf verstärkte Nachtaktivität schließen...

07. Februar 06

Chinesische Geishas

von Thomas

Bevor der Film "Sayuri" in Japan in die Kinos kam, wurde viel darüber diskutiert, ob es in Ordnung ist, dass ausgerechnet die weiblichen Hauptrollen von Chinesinnen gespielt werden. Nachdem der Film dann aber in den Kinos war, legte sich die Aufregung schnell wieder, man war mit dem Ergebnis allseits zufrieden und da war es dann letztlich doch egal, ob die Geishas nun von Japanerinnen oder Chinesinnen gespielt wurden.

Nun sollte der Film in China in die Kinos kommen und prompt wiederholt sich die Diskussion, nur mit umgekehrten Vorzeichen: Dürfen sich Chinesinnen dazu hergeben, in einem Film japanische Geishas zu spielen? Die Regierung in Peking meint nein, das dürfe nicht sein und sorgt sich gar um den Frieden im Land, sollte der Film in die Kinos kommen. Naja, wahrscheinlich würde nix passieren, aber man wird es nie erfahren, die Aufführung des Films in China wurde untersagt.

Schwierige Nachbarn, China und Japan. Bis zwischen diesen beiden Ländern ein normales Verhältnis herrscht, wird's wohl noch dauern. Der naechste Aufreger ist gewiss: Koizumi wird irgendwann wieder zum Yasukuni-Schrein gehen und die Protestnoten werden wieder hin und her geschickt werden...

Link: Skandalfilm "Die Geisha": Stolz und Vorurteil - Kultur - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten.

März 2007

Mo. Di. Mi. Do. Fr. Sa. So.
      1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31  

Rechts

Statistik

Pagerank erhoehen
Blog counter - free blog (homepage / website) visitor hit tracking and statistical system