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15. September 06

Abschied, Hand- und Kopfarbeit

von GundaCimg4937_medium

Natürlich häufen sich jetzt die Abschiede immer mehr, und manche habe ich schon gar nicht mehr aufgeschrieben vor lauter Streß. (Z.B. den von meinem Konversationskurs gestern...)

Heute war meine letzte Kalligraphiestunde.

Die Lehrerin hat mich zu Hause abgeholt, und wir sind zusammen zu Jutta gefahren. (Bis dahin nichts Ungewöhnliches.) Edith hatte Besuch von zwei jungen Damen aus Deutschland, die bemerkenswert viel gemeinsam hatten: Sie heißen beide Amelie, sind Linkshänderinnen und blond, dazu noch beste FreundinnenCimg4945_medium und ziemlich gut drauf. Alles in allem eine prima Mischung, um den Unterricht zu beleben. (Nicht, daß er sonst langweilig gewesen wäre...)

Der Start der Stunde war erstmal ganz normal; bis ich mir ein Kanji zum Abschied aussuchen durfte. Tja, so überraschend schnell was ausdenken? Ich habe nach einigem Überlegen 故郷 (furusato / Heimat) ausgesucht, weil Heimat für mich im Moment das ist, was ich mir am meisten wünsche. Ich möchte ein Zentrum haben, einen Platz, bei dem ich nicht von Anfang an im Hinterkopf haben muß, daß ich bald wieder weg muß. (Das heißt nicht, daß ich demnächst zum Stubenhocker werde...)

Dann kam die übliche abschließende Kafferunde, zu der die Lehrerin (extra wegen meines Abschieds) etwas aus ihrer Heimatregion Hokkaido (mit Zutatan daher) beisteuerte: Heiße Kartoffeln in Milchsuppe mit Zimt und Zucker. - Im Prinzip das Gleiche wie Milchnudeln...Cimg4946_medium

Die Deutschen waren zum Abschied zum Glück nicht besonders rührselig. Auf dem Rückweg fragte mich dann die Lehrerin, wie mir die Gegend hier gefallen hatte. Ich war sehr vorsichtig, habe aber auch gesagt, daß sie halt wenig japanisch, sondern mehr amerikanisch wirkt, was für "Westler" etwas weniger interessant ist. (Antwort: "Yes, modern style." ...)

Weil ich ihr auch was geschenkt hatte, schenkte mir die Lehrerin den Rest unseres Übungspapiers ;-) und nahm mich ganz unjapanisch mit Tränen in den Augen in den Arm. "I will miss you", sagte sie immerwieder und versprach mir, nach Deutschland zu kommen, wenn wir unser erstes Kind bekommen.

Das alles konnte ich eine halbe Stunde lang verarbeiten, dann stand auch schon Thomas auf der Matte.

Später kam Mari zum Essen. Wir wollten mit ihrer Hilfe (weil wir nicht die Titel, sondern nur die Melodien kannten und vieles nicht lesen konnten) die Top 10, die uns die letzten zwei Jahre in Kaufhäusern, Restaurants und beim Sport begleitet hatten, bei iTunes kaufen. Das stellte sich als gar nicht so einfach heraus, denn Thomas konnte mit seiner deutschen Kreditkarte nur in der deutschen Version einkaufen, die wenig bis keinen J-Pop zu bieten hatte. Mari hat dann einen Account für sich eröffnet und uns den Preis mit ihrer Kreditkarte vorgestreckt. - Letztlich hat sie damit den Fernseher bezahlt, den sie von uns bekommt, wenn wir aus der Wohnung ausziehen.

Alles in allem war das natürlch etwas schwierig, weil Mari ja auch nicht alle Lieder kannte. Schon gar nicht alle mit Titel. Und iTunes hat einfach auch nicht alles. Aber Mari hat sich wirklich tapfer geschlagen und sich unsere Sammlung zur Aufgabe gemacht. Das war wirklich toll. Ich glaube, wenn ich das mit deutschem Pop hätte machen sollen; ich wäre heillos verzweifelt.

Anschließend habe ich dann noch (inzwischen schon mitten in der Nacht) Mari spontan bei der Produktion ihres ersten Ringes angeleitet. Der ist wirklich gut geworden. (Wenn ich da an meinen ersten Versuch denke...) Leider gibt es kein Foto von dem Ergebnis.

Um 2 h war dann dieser lange, lustige, aber auch ein bischen traurige Tag vorbei. Fünf Stunden Schlaf, dann geht es weiter...

12. September 06

Jesus war in Japan!

von Gunda

Jetzt isses raus!

Jesus war Reisbauer in Japan, hatte eine Familie, ist im Alter von 114 Jahren in Aomori gestorben und dort begraben:

Näheres bei BBC.

Wer's glaubt...

(Vielen Dank an Peter für diesen Hinweis.)

18. August 06

Ja, ham die denn keine eigene verrückte Kultur???

von Gunda

Japan in Deutschland!

14. Juni 06

Eine Meldung und ihre Geschichte: Das Lied seines Lebens

von Thomas

Die Geschichte, die ich da eben gefunden habe, ist, wenn sei denn so stimmt, irgendwie schon ganz typisch für Japan. Nicht unbedingt die Aktion von dem Mann, aber seine Beharrlichkeit, das Spielerische der Ausführung und, natürlich, ganz typisch ist das Verhalten der Firma bzw. ihrer Angestellten, das Wegschauen, diese für Europäer wohl kaum nachvollziehbare Fähigkeit, dass Offensichtliche, nicht zu übersehende, dann doch zu übersehen und nicht wahrzunehmen.

Ob's so stimmt oder eher der Phantasie des Autors entsprungen ist, weiß ich nicht, aber lesenswert ist die Geschichte schon...

Link: Eine Meldung und ihre Geschichte: Das Lied seines Lebens - Wirtschaft - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten.

26. April 06

Japan-Trend: Maskottchen mit blutigen Krallen

von Thomas

Nicht das ich bisher irgendwas von der im Artikel beschriebenen "Visual-Kei-Szene", die hier in Japan boomen soll, mitbekommen hätte (aber das kann schon sein, da ich all diese Spielarten japanischer Jugendkultur kaum bis gar nicht auseinander halten kann), aber interessant ist der Artikel in dem ein oder andere Punkt schon.

Z.B. wird dort auf das verzerrte Japan-Bild im Ausland etwas eingegangen (allerdings wird auch dieser Artikel das Bild wieder eine bestimmte Richtung verschieben...) sowie die Unwissenheit über das Land und seine Kultur hingewiesen.

Was richtig dargestellt wird, ist der Sinn vieler japanischer Männer für Mode. Sieht man mal von den bei Männern und Frauen gleichermaßen beliebten modischen Unmöglichkeiten, wie z.B. die penetrant abgelatschten und zu großen Schuhe, ab, dann kann man den japanischen Mann schon als sehr modebewusst bezeichen. Fancy Klamotten, aufgetylte Frisuren usw. Gibt es in Deutschland Kaufhäuser für Männer-Mode? Soweit ich weiß nicht, Sinn oder H&M haben doch höchstens was für Frauen oder junge Leute allgemein.

Was auch stimmt, ist dass diese Modebewusstheit der Männer sich in einem sehr androgynen Stil niederschlägt. Herren-Taschen sehen oft aus wie Damen Hand- oder Einkaufstaschen, pink ist hier auch bei Männern sehr beliebt, ebenso Bluemchemuster, Rueschen, Glitzer und die Frisuren könnten oft auch so mancher Dame gut stehen. Aber das ist letztlich kein Zeichen von geschlechtlicher Verwirrtheit, sondern eher Ausdruck von Verspieltheit (wie auch diese ganz extremen sexy Outfits mit den megakurzen Miniröcken bei den Mädchen und auch schon durchaus etwas älteren Frauen, kaum mit den gleichen Hintergedanken, wie in Deutschland getragen werden).  Irgendwie  hat das  ganze Land oft etwas verspieltes an sich,  etwas kindlich,  unbeschwertes, um das man es oft beneiden kann...

Zu den femininen Männern fällt mir noch eine Episode ein, die Petra, die Freundin meines Ex-Kollegen Roland mal erzählt hat. In der Bahn machte er Petra einmal auf die Schönheit der unbedeckten Beine seines Gegenübers aufmerksam. Da machte ihn Petra dann darauf aufmerksam, dass das ein junger Herr und keine Dame war, der da seine Beine zur Schau stellte. Der arme Roland... ;)

Link: Japan-Trend: Maskottchen mit blutigen Krallen - UniSPIEGEL - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten.

 

17. März 06

Gerade entdeckt...

von Thomas

Das ist so skurril, da muss ich einfach mal ein Link hinsetzen. Ein starke christliche Bewegung unter japanischen Jugendlichen... Ob die damit all die Schmuckkruzifize oder die "christlichen" Hochzeiten mit den falschen Pfarrern meinen? Oder etwa den Weihnachtsrummel?

Link: Jesus Freaks Japan.

09. Februar 06

Leute in Japan, Leute aus Japan

von Thomas

Ich wollte immer schon einmal einen Beitrag schreiben ueber andere Blogs, die im Prinzip das gleiche machen wie wir, naemlich darueber zu berichten, wie es Leuten aus Deutschland hier in Japan ergeht. Hier ist er nun, nachdem ich endlich herausgefunden habe, wie man so eine Linkliste in das Blog stellt, die dann auch noch immer aktuell bleibt. Die Linkliste unten beinhaltet nun ganz unterschiedliche Blogs, die ich in den letzten Monaten gefunden habe. Die meisten stammen von Leuten wie uns, die fuer eine gewisse Zeit nach Japan umgesiedelt sind und nun darueber berichten. Ein paar Blogs stammen aber auch von Leuten, die dauerhaft hier leben und dann weniger ueber ihre aktuellen Erlebnisse berichten, was z.B. gerade heute wieder aufregendes, merkwuerdiges, verruecktes passiert ist, sondern eher einen etwas zeitloseren Eindruck vermitteln.

Manche der Leute sind auch schon laengst wieder zu hause, andere schreiben nur sehr sporadisch, oder gar nicht mehr. Es ist eben ganz unterschiedlich, wie die Leute eben auch ganz unterschiedlich sind.

Ein paar Blogs berichten auch von der gegenteiligen Erfahrung, wie es einem als Japaner in Deutschland ergeht.

Fuer mich persoenlich am interessantesten sind aber die Blogs von Leuten, die schon wieder zu Hause sind und darueber berichten, wie das denn so ist. Denn im Oktober werden wir auch wieder zurueck gehen und ich mir wird immer noch ganz mulmig, wenn ich daran denke...

Aber jetzt erstmal meine Linkliste: Leute in Japan, Leute aus Japan

Natuerlich ist die Liste im Prinzip ein Duplikat der Liste "Leute in Japan", die sich links in der Seitenleiste befindet. Allerdings ist die nicht aktuell, waehrend die Liste hier dank Online-Bookmarks udn Javascript immer automatsich aktuell gehalten wird. Ich werd dei Seitenleisten auch nochmal umstellen, aber das dauert noch. Ich muss erst rauskriegen, wie das geht... :)

18. Oktober 05

Wetter-Infos

von Thomas

Im Moment nähert sich Taifun Nr. 20. Wo er genau ist, dass sagt einem die Japan Meteorological Agency. Unter folgendem Link findet man die aktuelle Taifun Situation:

http://www.jma.go.jp/en/typh/index.html


Und die Japan Weather Association verrät einem, wo es gerade regnet (für alle, die es nicht selber merken, wenn sie im Regen stehen...):

http://www.jwa.or.jp/area_info/radar3.html

11. August 05

Tsukuba-Infos im Netz

von Thomas

Momentan leben gut 3.6% Auslaender aus ueber hundert Laendern in Tsukuba. Das ist fuer japanische Verhaeltnisse sehr viel und diese vielen Auslaender in Tsukuba sind auch recht ruehrig und bieten einem Neuling (und auch einem schon laenger heir Weilenden) uebers Internet sehr viele Informationen.

Zunaechst sind da zwei Maillinglisten, die Taira-Liste und eine Yahoo-Group ueber Tsukuba (Tsukuba insight), mit deren Hilfe man sich taeglich mit aktuellen Infos ueber Veranstaltungen, nuetzlichen Hinweisen und vor allem mit Anfragen und Angeboten  ueber den An- und Verkauf von allem Moeglichen, was man so braucht, um hier zu leben, versorgen kann.

Dann gibt es noch die Alien Times, eine regelmaessig erscheinendes Info-Blatt, dass einem mit aktuellen Berichten darueber versorgt, was denn so gerade in Tsukuba los ist.

Die englische Ausgabe der offiziellen Tsukuba-Homepage wird inzwischen auch von einheimischen Aliens betreut, was der Qualitaet und Quantitaet der Beitraege und Informationen doch recht gut getan hat :)

Das neuste Projekt ist eine Webseite ueber Tsukuba im Stil der Wikipedia, Tsukuba Wiki. Da bin ich mal gespannt, wie es damit weitergeht, immerhin gibt es dort schon einige hundert Beitraege...

Alles in allem also ein ziemliche Informationsflut und dabei sind hier die vielen englischsprachigen Webseite diverser Institutionen aus Tsukuba noch gar nicht aufgefuehrt!

18. Mai 05

Zu lange in Japan?

von Gunda

Was mit einem passiert, wenn man zu lange in Japan ist?

Das kann man hier nachlesen:

http://www.infojapan.de/kultur/zulange.htm

13. Mai 05

"So funktioniert Japan" ... NICHT!

von Gunda

Ortrun bemerkte neulich in einer Mail, daß man sich für deutsche Touristen durchaus schämen könnte, wenn man wollte. (Oder so ähnlich...) Meistens will ich nicht, denn die sind ja nicht ich. Andererseits gibt es dann auch wieder deutsche Touristen, die mir total peinlich sind, weil sie vielleicht die einzigen oder ersten Deutschen sind, die jemand zu Gesicht bekommt. - So ein Eindruck bleibt hängen...

Manchmal würde es mich nicht wundern, wenn alle Japaner anfangen würden, Deutsche zu hassen. Immerhin kommen viele nach einem zweiwöchigen Japanurlaub zurück und meinen, "Japan verstanden" zu haben. Sie schreiben irritierende Reiseführer, altkluge Origamihandbücher, veröffentlichen peinliche Geschichten, treten als "Japan-Experten" auf... und haben eigentlich überhaupt nichts kapiert, weil sie das ihnen Fremde immer nur mit ihrer eigenen kleinen engen Welt vergleichen.

Den allergrößten Mist von zwei solchen Typen, die es echt ganz genau kapiert zu haben meinen, dabei nicht im Entferntesten komisch sind und dazu noch die japanische Kultur in den Dreck ziehen, wobei sie Deutschland bis auf die Knochen blamieren, kann man hier finden: http://www.onemission.com/japan/

Liebe Japaner, bitte denkt daran, daß nicht alle Deutschen derart blöde sind!

And now...

von Thomas

Habe ich da nicht gerade was von Zufallsgenerator geschrieben...

Eben noch Taro Minase und jetzt:

Your Japanese Name Is...
Ryoichi Saionji

So leicht geht das... :)

P.S.: Gefallen tun mir allerdings beide Varianten nicht, daher ist es gut, dass es nur Bloedsinn ist!

My Japanese Name Is...

von Thomas

laut der Webseite http://www.blogthings.com/japanesenamegenerator/ ist es:

Your Japanese Name Is...
Taro Minase

und der von Gunda waere dann

Your Japanese Name Is...
Mamiko Hayashi

Na ja, wenn wenigstens erklaert wuerde, wie dies zustande kaeme, waere es ja noch ganz witzig, so kann es auch per Zufallsgenerator erzeugt worden sein...

Was es nicht alles so gibt...

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