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30. August 06

Der letzte Besucher

von Thomas

Am Sonntag ging unser letzter Urlaub in Japan zu Ende, heute hat sich unser letzter Besucher aus Deutschland verabschiedet. So ist das jetzt halt, fast alles, was wir im Moment machen, machen wir zum letzten mal...

In jedem Fall war es aber ein schöner Abschluss in der Reihe der Besucher aus Deutschland, die in den letzten beiden Jahren hier bei uns eingetrudelt sind.  Manfred  kam am Montag  recht spät aus Tokyo zu uns raus und gestern haben wir dann noch etwas Besuchsprogramm gemacht. Erst bin ich mit ihm ins Institut gefahren und hab dort eine kleine Führung durch die Labore gemacht. Sonst war nicht viel los, von den Profs war eh keiner da und sonstige alte Bekannte gab es auch nicht. Zum Mittag sind wir dann nach Tsukuba gefahren und haben uns dort mit Gunda getroffen. Wir sind in eines unserer Lieblinglokale gegangen, ins Rakeru. Dort gibt es "Omuraisu" gegessen, was Manfred nur vom Sehen her kannte. Omuraisu ist eine jener japanischer Spezialitäten, die die Japaner für ein typisch westliches Essen halten, dass es aber (unseres Wissens) nirgendwo in der westlichen Welt so gibt... Was ist es? Reis eingewickelt in Ruehrei (daher eben Omuraisu = Omelette + Reis). Das ganze gibt es dann mit verschiedenen Sossen, Beilagen oder Fleisch. Typisch japanisch halt... Der Nachtisch fiel in die gleiche Kategorie: Eisparfait. Große Eisbecher, angereichert mit Kuchen, Pralinen, Sahne, Pudding, Obst oder Cornflakes oder alles zusammen...

Nach dem Essen ging's dann zum Tsukuba-san (wohl auch zum letzten mal...). Allerdings waren wir schon etwas spät dran, und da sind wir nur bis zu dem Schrein auf halber Höhe gekommen. War aber gar nicht schlimm, es waren mal nur sehr wenig Leute dort und man konnte sich alle in Ruhe ansehen und Bilder machen :)

Zurück in Tsukuba gings noch nach Starbucks, in einen 100-Yen-Shop und einen Photoautomaten, um ein paar witzige Bilder zu machen, wie wir es mit fast allen Besuchern gemacht haben. Das ist immer ein riesen Spass, etwas albern zwar, aber was soll's, es ist halt immer wieder ein Event und eine schöne Erinnerung...

Zum Abendessen ging es dann in ein kleines Yakinikku-Restaurant in Arakawaoki. Das hatten Gunda und ich nach dem letzten Matsuri dort entdeckt. Es gibt dort nur ein paar Tische und man grillt mit echter Holzkohle und nicht mit den üblichen Gasbrennern. Es ist schon immer ein toller Anblick, wenn der Koch einem dann den Topf mit der glühenden Kohle auf den Tisch stellt. Als wir ankamen, war eigentlich alles voll, doch eine Familie, die an zwei Tischen sass, rückte einfach etwas enger zusammen, damit wir einen der Tische bekommen konnten. Das war natürlich ganz lieb... Am Ende haben uns dann noch ein paar Männer vom Nebentisch angequatscht, nachdem sie endlich nach ausreichendem Trinkgenuss mutig genug geworden waren. Da gabs dann übliche Fragestunden incl. großem Hallo, wenn man sagt, dass man aus Deutschland kommt. Wie das hier weit ab von Tokyo halt so ist, selbst nach zwei Jahren noch...

Dann bleibt nur noch zu berichten, dass Manfred heute ganz früh nach Narita gefahren ist und jetzt wohl gerade irgendwo über Nordrussland schwebt. In einem Monat in Bonn werden wir uns dann wiedersehen...

18. August 06

Der vorletzte Besucher

von Thomas

Eigentlich hatten wir ja nur noch mit einem Besucher aus Deutschland gerechnet, naemlich mit Manfred (dem Hauptschuldigen an unserem Aufenthalt hier in Japan). In der naechsten Woche sind wir naemlich in Kyoto, fuer mich eine Dienstreise wegen einer Konferenze, fuer Gunda und mich zusammen aber auch der letzte grosse Urlaub hier in Japan, und dort treffen wir viele alte Bekannte, z.B. meine beiden Exkollegen aus Japan, Roland und Lee (inklusive naturlich Rolands Freundin Petra und der Familie von Lee) und meine gesamte Exarbeitsgruppe aus Berlin, naemlich Manfred, Takuya, der ja wieder in Japan ist und Dhuong, der ebenfalls wieder in seinem Heimatland, in Vietnam, ist. Manfred faehrt dann nach der Konferenz noch nach Tokyo und kommt natuerlich auch zu uns, nach Tsukuba.

Soweit der erwartete Ablauf. Jetzt hat sich allerdings noch ein weiterer Kollege aus Berlin dazwischen geschoben, der hier in Tsukuba zu einem Workshop eingeladen war. Das haben wir erst am Montag erfahren und am Mittwoch war er dann auch schon da. Gunda und ich sind dann am Abend mit ihm essen gegangen und heute war ich nochmal hier bei der Arbeit mit zum Essen in der Cafeteria.

Das interessantes an solchen Besuchen ist es ja immer, zu erfahren, wie Japan auf die Leute wirkt, vor allem, wenn sie, wie auch in diesem Fall, vorher noch nie hier waren und sich auch gar nicht naeher damit beschaeftigt haben.

Was ist ihm aufgefallen? Zunaechst einmal die grosse Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit, was mir wieder bewusst macht, wie sehr wir uns schon daran gewoehnt haben. Klar, mir ist es auch zu warm und zu feucht, aber ich empfinde den Sommer doch eher als kuehler, denn im letzten Jahr, was vor allem an dem vielen Regen liegt. Es ist nachts bei weitem nicht so drueckend, wie im letzten Jahr und eigentlich, empfinde ich den Sommer, weil es eben so oft regnet, eher als Reinfall...

Was noch? Natuerlich viele "Standards"... Die extreme Hoefflichkeit, die hohe Zuverlaessigkeit, die wesentlich weniger aggressive Atmosphere, Ruecksichtnahme im direkten Umgang miteinander, die hohe Qualitaet des Essens bei vergleichsweise geringem Preis, die Vorteile einer echten Dienstleistungsgesellschaft, die "Schlafkrankheit" der Japaner, usw. Kurz, vieles, was man eben so von Japan erwartet und einem das Land als sehr angenehm erscheinen laest (und er war auch letztlich sehr angetan vom Land).

Waehrend das jetzt nicht so interesssant und ueberraschend ist, war eine Sache, die ihm gleich bei der Fahrt vom Flughafen her aufgefallen ist, doch sehr gut beobachtet. Naemlich der extrem hohe Grad der Verwestlichung beziehungsweise speziell der Amerikanisierung, die ihm jetzt speziell beim Betrachten der Bebauung aufgefallen ist. Und das stimmt, wenn ich morgens zur Arbeit fahre, dann koennte ich mich auch irgendwo in Amerika befinden, ein Lokal neben einem Autohaendler,  dann wieder  irgendein Grosshaendler, dann wieder ein Lokal, usw.  Das ganze schnell hochgezogen, mit wenig  Sinn fuer Staedteplanung und Aesthetik, hauptsache schnell und billig. Dazwischen immer mal wieder ein paar verlassene Schrottbuden, dann wieder ein schicker Neubau. Ja, so sah das in den Aussenbezirken von San Jose auch aus und ebenso in den kleinen Staedten rund um Seattle. Woran die Japaner sich da orientiert haben, sieht man recht schnell und ein Haus, dass noch ein typisch geschwungen japanisches Dach hat, wirkt hier fast so exotisch, als wenn es im Schwarzwald stuende...

Im Fernsehen ist ihm das auch aufgefallen, der selbe Schund an niveaulosen Schows, billige Serien und Filme, noch mit japanischen Hintergrund, aber von der Machart her einfach nur westlich/amerikanisch.

Und so zieht sich das ja durch alle Lebenslagen. Das man soviele dicke japnische Kinder sieht, liegt bestimmt nicht am uebermaessigem Sushi-Konsum, sondern eher an der doch unaufhaltsamen Verbreitung von McDonalds, Starbucks, usw... Am extremsten faellt es mir ja immer noch bei der Mode auf, denn was ist das denn, was Gunda da letztens beschrieben hat? Es ist Wirklichkeit gewordenes amerikanisches Fernsehen und Kino. Die knappen Outfitts, die Sonnenbraeune, der Hang zu Edelmarken, das extreme Aufdonnern mit Makeup usw... Und da es ja keine Rueckkopplung mit der westlichen Wirklichkeit gibt (denn wer laeuft dort schon wirklich auf der Strasse rum, wie Paris Hilton und Co. und welcher Japaner weiss das aus eigener Erfahrung...), sondern nur die aufpolierte Version aus den Medien, gibt das dem Ganzen hier doch etwas Unwirkliches, Uebersteigertes, oder, wenn man es eher positiv sehen will, spielerisches.

Will man es pessimistisch sehen, dann koennte man auch sagen, man sieht dabei zu, wie sich eine interessante, erfolgreiche und eigentstaendige Kultur in die Karrikatur einer anderen, ihr eigentlich wesensfremden und in ihren Werten inkompatiblen, verwandelt...

21. April 06

"Die Ente bleibt draußen!"

von GundaCimg2763_medium

Na gut, es war dann letztlich doch sicherer, sie im Handgepäck zu verstauen...

Jetzt ist der Lottermoser-Clan also sicher abgehoben, und unsere Wohnung kommt mir plötzlich riesig vor.

Thomas mußte arbeiten; also bin ich alleine mit zum Flughafen gefahren und habe vom "Observation Deck" gleich zwei British Airlines-Fliegern Cimg2764_mediumhinterhergewunken, weil ich ja versprochen hatte zu winken und ich beim besten Willen nicht entscheiden konnte, welcher der beiden kurz nacheinander startenden Flieger nun der richtige war.

Sicher ist: Beide sind oben geblieben.Cimg2768_medium

20. April 06

Zwei draufmachen

von GundaCimg2753_medium

Da waren wir also mittags bei Thomas zum Essen und haben noch sein Büro besichtigt. Katharina durfte Thomas' Erdbebenhelm aufprobieren, und dann mußten wir auch schon los in die Stadt. Erst zum 100-Yen-Shop, was ein Spaß der besonderen Art war, weil Katharina alles mögliche ausprobiert hat. Dann haben wir noch für Cimg2754_medium Thomas' Eltern Mitbringsel gekauft, die endlich mal frisch sein durften, weil die Lottermosers alles nur 12 Stunden im Flugzeug und nicht eine Woche im Postpaket transportieren wollten. Hinterher haben wir noch ein undurchschaubares Trommelspiel gespielt, bei dem Katharina mindestens einmal gegen den Computer gewonnen hat.

Nachmittags fing dann auch schon der Unterricht bei Akari an. Wir haben erst Origami-Fingerpuppen gefaltetCimg2758_medium (japanischer Teil) und dann Eier ausgepustet und bemalt (deutscher Teil). Anschließend habe ich noch eine riesen-Tüte Schokoeier in der Wohnung von Akari versteckt, die alle Kinder (Katharina, Akari und ihr Bruder Kousuke) begeistert gesucht und größtenteils gefunden haben. (Das letzte Ei wird Kousuke heute morgen auf seiner Schultasche gefunden haben...) Leider gibt es davon keine Fotos, weil ich zu beschäftigt war. Katharina hatte als Gastgeschenke noch ein Buch über ihre Heimatstadt Recklinghausen (gestern und heute) und ein Memory mit Fotos aus der Stadt (nur heute) mitgebracht. Das Memory mußte natürlich gleich ausprobiert werden, und Akari hat haushoch gewonnen.

Cimg2770_medium Ja, und dann mußten wir auch schon weiter, um uns mit Thomas an den Fotoautomaten zu treffen. Schließlich wollte er auch noch mit auf Fotos. (Im Gegensatz zu unseren ganzen andern Gästen...) Diesmal haben wir sogar stilecht was mit Glitzer im Hintergrund gefunden, und man konnte sich ein Foto auf's Handy schicken lassen.

Dann weiter zu unserem Japanischkurs, in dem Katharina die Attraktion war. Am Anfang hat sie sogar noch interessiert Anteil genommen. Aber als wir dann alle Cimg2761_medium immerzu irgendwelche Sätze im Chor nachplappern sollten, habe ich sie fast darum beneidet, daß sie einfach so nebenbei lesen durfte. In der Pause hat Thomas dann auch noch Interessepunkte gesammelt, weil er mit Katharina rumgetobt hat und sie am Ende der Pause ins Unterrichtszimmer getragen hat.

Zum Abschluß des Tages sind wir noch kurz essen gegangen. - Alles in allem war das ein lustiger und gelungener Tag für alle Beteiligten.

Schöne Abwechslung

von Thomas

200604201205 Wenn Gunda am Donnerstag zum Unterrichten geht, dann kommt sie meist zum Mittagessen bei der Arbeit vorbei. Heute kam sie allerdings nicht allein, sondern hat noch Katharina mitgebracht :) Die war putzmunter und hat auch noch gleich Matsuura-san mit ihren Esskuensten mit japanischen Stäbchen beeindruckt.

Danach sind die beiden dann Richtung Tsukuba weitergefahren. Dort wird noch der 100 Yen-Shop gestürmt und dann geht's zum Unterricht. Gundas Schülerin und Katharina hatten vorher schon Briefe ausgetauscht, heute gibt es dann das erste persönliche Treffen. Wird schon schiefgehen...

Heute Abend treffen wir uns dann beim Japanisch-Sprachkurs. Da bin ich mal gespannt, wie Katharina das denn nun gefallen wird.

Die anderen drei wollten eigentlich auch nach Tsukuba, sind dann aber erstmal bei Toys"R"Us bei uns zu Hause in Ami haengengeblieben. Mal sehen, ob sie dann doch noch nach Tsukuba gefahren sind...

16. April 06

Fröhliche Ostern!

von Gunda

Cimg2661_medium ... konnte man sich in der deutschen Kirche in TokyoCimg2660_medium wünschen, die wir am Morgen besucht haben. Leider brauchte man zum Ostereiersuchen im Pfarrgarten ein Kind als Begleitung. Katharina traute sich aber nicht mit, weil Michael Eiersuchen doof fand. (In sechs Jahren sieht das bestimmt anders aus.  ;-)  ) Also mußte ich verzichten. Hmpf!

Als wir schon fast weg waren, sprach uns eine nette junge Dame an: "Gunda und Cimg2670_mediumThomas, stimmt's?" Wir fingen natürlich sofort an zu grübeln, woher wir sie kennen, bis sie lachend das Rätsel löste: Sie liest in unserem Tagebuch.  ;-)  Danke nochmal für Dein Interesse! Leider haben wir keine Mailadresse von Dir. Könnten wir das ändern?

Dann ging es zum Katastrophenschutzzentrum nachCimg2668_medium Ikebukuro. Dort haben wir uns als Rauchflüchtlinge, Erdbebenexperten und Feuerlöscher betätigt. Auf dem Weg zum Bahnhof sind wir in ein tolles buntes südasiatisches Fest geraten.

Nach dem Mittagessen sind wir dann noch nach Harajuku gefahren, um die Manga-Jugendlichen zu bestaunen. D.h., die von unserer Gruppe, die nicht mit gelangweilten Blicken daran vorbeigehechtet sind...

Der Meiji-Schrein wurdeCimg2701_medium ähnlich bedacht. Wir anderen wurden interessiert Zeugen von gleich zwei japanischen Hochzeiten, haben den Schrein unter die Lupe genommen und für Katharina ein Omamori erstanden. ("Das fliegt doch eh blos rum.")

Der Vorschlag, sich noch die verrückte Einkaufsstraße mit den ganzen Manga-Klamottenläden anzugucken wurde abgeschmettert, und so sind wir eben nach Hause gefahren.

Cimg2706_mediumMontag bis Mittwoch sind unsere Gäste alleine in Kyoto.

15. April 06

Neulich in China...

von GundaCimg2555_medium

... fing unsere kleine Gruppe schon an, sich in zwei Teile zu spalten. - Eine weniger und eine mehr interessierte Hälfte.
Cimg2575_medium Wir waren also in Yokohama. Chinatown, Hafen, Landmark Tower ... das volle Programm. Allerdings hatte das etwas von "Light-Version", weilCimg2592_medium nichts die erstgenannte Hälfte zum Verweilen und Bestaunen einlud. ("Der Cimg2624_medium Laden hier ist bemerkenswert, weil es da mal nichts zu essen gibt.")
Wir anderen haben uns trotzdem nach Kräften bemüht, uns zu amüsieren. Wie man an den Fotos sieht, ist uns das gelungen.Cimg2621_medium_2

Nüsschen

von Thomas

"Do you eat japanese Natto?" Unser Besuch kann das eindeutig mit ja beantworten. Aber vielleicht lag's ja auch nur dran, dass das Natto für 'Nüsschen' gehalten wurde. Da werden einmal im Conbini keine Sandwiches sondern Sushi gekauft und dann erwischt man genau die ein Packung mit Natto-Sushi... Na ja, japanisches Essen ist ja eh komisch, da passt das ja, dass auch Sushi einfach ecklig schmeckt...

14. April 06

Es geht auch anders!

von GundaCimg2537_medium

Wie erfrischend anders und fernab vom desinteressierten Standby-Blick und Hinterhergetrotte es geht, haben heuteCimg2538_medium Vanessa und Sonja aus Hanau bewiesen, die bei Jutta zu Gast sind und spritzig unsere Kalligraphiestunde aufgepeppt (und natürlich mitgemacht!) haben.
Mädels, Ihr habt Recht: Japan ist spannend und bietet Anregungen bis zum Abwinken!

p.s.: Liebe Sonja-und-Vanessa-Fans, die Fotos werden  durch Anklicken vergrößert angezeigt.Cimg2545_medium

12. April 06

Singin' in the rain

von Gunda

Cimg2528_mediumAufgrund der Wetterlage gab es gestern die Stubenhocker-Version: Waterfront mit Riesenrad, Autopark und Panasonic-Center.Cimg2514_medium
Im Autopark konnte man viel ausprobieren. Ich bin mit Katharina Auto gefahren (Ging alles ganz von selbst.), es gab einen Reaktionstest, Fahrsimulatoren und ein Erlebniskino, in dem das Gefühl beim Rennfahren durch besondere Sitze nachempfunden werden konnte. Im Panasonic-Center konnte man viele Computerspiele, aber auch andere zukunftsweisende Elektronik ausprobieren.Cimg2518_medium Alles Prototypen und ja auch irgendwie ein Teil von Japan. Kam alles prima an. Zwischendurch hab ich noch mit Katharina Aufkleberfotos am Automaten gemacht, was uns beide sehr begeistert hat. (Besonders das Verzieren der Bilder...)
Heute regnet es auch, da gucken sie sich das Science Museun in Ueno an. Naturwissenschaft von Anfang an bis heute. Und natürlich Dino-Skelette...  ;-)

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11. April 06

Jugendlich in Japan

von Gunda

Man kann halt nicht immer von sich selber ausgehen. Ich hätte das mit 14 alles endlos spannend gefunden, hätte eine Haufen Fotos gemacht, Gleichaltrige kennenlernen wollen und noch Wochen nach dem Urlaub alle damit genervt. Andere wollen eben Nutella, Pommes und Ketchup und finden es einfach nur komisch, was Gleichaltrige in Japan essen, wie die rumlaufen und was die für Musik hören.

Es lebe die erfolgreiche Kulturvermittlung!

09. April 06

Wiedervereinigung

von GundaCimg2477_medium

Sie sind da! (Schonwieder welche. ;-) )

Cimg2480_medium Die vereinten Lottermosers noch recht schlapp in der Bahn.

Danach ging es nach Shinjuku, um auf Tokyo runterzugucken und sich noch ein bischen is Stadtgetümmel zu stürzen.Cimg2484_medium

Katharinas Stoffente Cimg2494_medium ("Kamo", was Japanisch ist und auf Deutsch "Ente" heißt) erfreute sich großer Beliebtheit und hat sich schonmal mit einem Samurai-Outfit ablichten lassen.Cimg2512_medium

08. April 06

Kommen und gehen

von Thomas

Cimg2451_medium Tim und Deborah sitzen jetzt schon im Flieger Richtung Deutschland und bei Barbara, Volker, Katharina und Michael dürfte bald der Wecker klingeln und dann geht es los Richtung Japan.

Damit ist jetzt der erste Teil unseres Besuch-Marathons glücklich zu Ende gegangen. Solch pflegeleichte Besucher wünscht man sich immer ;)

Morgen geht es dann weiter mit Teil 2. Schaun mer mal, wie das wird...






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04. April 06

Aktiv verwaist

von Gunda

Tja, jetzt sind unsere Besucher schon seit einer Weile auf Rundreise durch Japan und die Luftmatratze liegt verwaist da. Am Freitag kommen sie zurück, am Samstag bringen wir sie zum Flughafen, Sonntag holen wir die nächsten (Thomas' Cousine mit Nichte und Neffe) genau da wieder ab. Dazwischen müssen schnell Bettwäsche und Handtücher gewaschen werden. Aber auch sonst habe ich wenig Luft.
Gestern hat für mich ein neuer Mini-mini-Job an der "European School" (wieder mal Deutschunterricht) angefangen, übernächste Woche bekomme ich eine neue Privatschülerin, nächste Woche fängt der neue Japanischkurs an. Tja, und zwischen all dem wird unsere Wohnung ja auch leider nicht von alleine sauber, und wir müssen uns um den Besuch kümmern.
Wir sehen spannenden Zeiten entgegen...

29. März 06

Kamakura blüht, ...

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... und Tim und Deborah waren dabei.
Anschließend sind wir "mal schnell eben auf dem Rückweg" in Yokohamas Chinatown gewesen. War irgendwie kälter und windiger als in den letzten Tagen. - Aber toll!
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28. März 06

Deborah und Tim in Tokyo

von GundaCimg2228_medium

Heute sind sie alleine in Hakone, gestern waren wir (ohne Thomas) in Tokyo unterwegs.

Cimg2262_medium Erst haben wir ein bischen unechtes Hanami (mit Gebäckteilchen auf einer Bordsteinkante) im Ueno-Park gemacht, der trotz des Werktages brechend voll war.

Dann ging es weiter nach Asakusa, wo ich mich wieder mal als Kinderschreck betätigt habe und sich das erschreckte Kind an Deborahs Hosenbein geflüchtet hat. (Zum Glück hat es nicht hochgeguckt.)
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Anschließend waren wir am Kaiserpalast und wollten dann in den Erdbebensimulationsraum in Ikebukuro, der aber leider schon zu hatte.
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Den krönenden Abschluß des Ausflugs bildete ein Besuch in Akihabara. Da haben wir uns dann noch mit einem Fotoautomaten vergnügt und ein paar Aufkleberbilder gemacht. Interessanterweise war zwar die ganze Etage mit Automaten voll, aber nur einer durfte auch von Männern benutzt werden. Das ist wohl das skurrilste Ereignis des ganzen Tages gewesen. Fotoautomaten sind für mich so ziemlich die geschlechtsneutralsten Geräte, die ich mir vorstellen kann. - Da fragt man sich ja dann schon, was die Mädels da drin normalerweise so machen...   ;-)

26. März 06

Sie sind da!

von Gunda

200603261108_1 Tim und Deborah sind grad angekommen. Jetzt gehts nach Tokyo.

25. März 06

Besuch, Besuch, Besuch

von Thomas

Morgen beginnt unser vierwöchiger Besuchsmarathon. Erst kommen Tim und Deborah für 14 Tage nach Japan, direkt im Anschluss daran meine Cousine mit Anhang. Zum Glück (nicht böse liebe Leute) bleiben alle Besucher nicht die ganze Zeit bei uns, sondern reisen auch etwas durchs Land. Vor allem Tim und Deborah haben sich ein Programm vorgenommen, das japanischen Powertouristen (Europa in einer Woche...) alle Ehre machen würde. Wir werden sehen, ob sich all ihre Erwartungen erfüllen.

Während die Beiden jetzt wohl schon im Flieger sitzen dürften, sind wir noch schwer am rödeln, um die Wohnung auf Vordermann zu bringen. Aber ein Ende ist in Sicht!

Am Rande noch ein kleiner Hinweis auf die neue Photogalerie: Inzwischen finden sich dort schon über 200 Bilder, die meisten davon ganz neu! Unter anderem auch schon ein Teil der Bilder von unserer Tour nach Nagano (uns, d.h. vor allem Gunda geht's inzwischen auch schon wieder ganz gut, die Mägen haben sich wieder beruhigt). Ansonsten gibt's einiges neues in den Alben 'Ibaraki', 'Leute' und 'Natur' (unter anderem aktuelle Pflaumenblütenbilder) zu sehen. Und wer die volle Dosis will, für den gibt es das Album 'Einmal alles!' Viel Spaß beim stöbern :)

11. November 05

Die Zwei

von Gunda

Da Ortrun ja zwei Wochen lang Gelegenheit hatte, uns mit der Kamera bei allem möglichen zu "erwischen", kommt hier eine kleine Auswahl, die sie gestern geschickt hat. (Für bessere Größe Bild anklicken.)

Viel Spaß damit!

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28. Oktober 05

Liebe Ortrun-Fans!

von Gunda

Wir würden uns über eine aktive Teilnahme mindestens genauso freuen, wie über fleißiges Lesen. Es gibt die Möglichkeit, Beiträge zu kommentieren (einfach "Kommentare" anklicken), und sowohl unsere als auch die Schweineseite haben Gästebücher. Danke für Euer Interesse! Bleibt uns treu!

Gunda  ;o)

24. Oktober 05

Nachträge

von Gunda

Nur so zur Info:

Einiges der letzten zwei Wochen haben wir noch nachgetragen oder neu bebildert. (Obwohl wir sonst weniger nachtragend sind...)
Mehr von Ortruns Besuch gibt's beim Link, der diesmal rechts ist, unter Oktober.

Für Neu-Fans unserer Seite: Wenn man die Fotos anklickt, werden sie vergrößert. - Ihr könnt also die Lupe wieder Oma zum Kreuzworträtseln zurückgeben.

Zu guter Letzt

von Gunda

Ortrun ist weg. Da gibt es nichts dran zu rütteln.

Inzwischen wissen wir auch schon, daß sie gut in ihrer Wohnung angekommen ist und dem wohl schon etwas müden Aleks gleich einen Teil ihrer hier angesammelten Schätze gezeigt und geschenkt hat.

Und wie war's für uns? Ein bischen was konnte man ja an den Kurzberichten der letzten Tage schon ablesen. Insgesamt würde ich es wohl mit "schön und anstrengend" zusammenfassen.

Toll war für uns, unseren Alltag mal mit fremden Augen sehen zu können, nochmal mit neu staunen zu können und vor Augen geführt zu bekommen, was wir hier eigentlich schon alles gelernt und geleistet haben ohne, daß uns das so richtig bewußt wäre. (Und auch, wie "tatamisiert" wir schon sind...) Und zum Glück wollte Ortrun auch nicht das "Standardprogramm" durchziehen, was uns die Möglichkeit gegeben hat, auch an Orte mit ihr zu fahren, die wir selber noch nicht gesehen haben. So war es für uns wirklich keinen Moment langweilig.

Ortrun hatte im Vorfeld gesagt, sie wolle unseren Alltag kennenlernen und sei gar nicht so an Touristischem interessiert. Aber irgendwie kam dann doch alles anders als jeder von uns dachte: Ortrun war an allem möglichen interessiert. Vorallem auch an Kramläden, Souvenir- und 100-Yen-Shops. Jeder zu Hause sollte was von der bunten merkwürdigen Welt, die sie gerade dabei war für sich zu entdecken, abbekommen. Und bei uns zu Hause stapelten sich Tüten mit Kleinkram, der bald im ganzen Wohn- und Tatamizimmer rumflog. Klar war alles schnell wieder aufgeräumt, obwohl Thomas und ich bis zum Schluß dachten, Ortrun müßte sich selbst ein riesiges Paket nachschicken. Aber an den letzten zwei Abenden hat sie es doch tatsächlich geschafft, jedes Kleinteil Stück für Stück optimal in den Koffer zu legen und dabei noch nichtmal Übergepäck zu haben. - Sowas schaffen wohl nur studierte Mathematikerinnen...  ;-)Automatenbilder7_medium_1

Aber das war noch längst nicht alles. Weil Ortrun nicht so ganz genau wußte, was sie sehen wollte, konnten wir ihr getrost "unser Japan" präsentieren. Das, was uns gefallen hat, wovon wir begeistert sind, was wir typisch finden. Und trotzdem hat sie natürlich auch unseren Alltag mitbekommen, wie wir hier so sind, wie wir leben und wahrnehmen. Und später wußte Ortrun dann schon mehr über die Möglichkeiten, die es hier gibt, hat ein bischen was gelesen und dann doch Wünsche geäußert.

Alles in allem ist wohl mit der Zeit die Tour durch "unser" Japan auch etwas zu "ihrem" Japan geworden, das ganz bestimmt sehr anders, wahrscheinlich aber nicht weniger spannend ist. Und so soll es ja schließlich auch sein. Wir wollem ja keinem was aufdrängen. Deshalb war es nach anfänglichen Angleichungsschwierigkeiten zum größten Teil Ortruns Tempo, Angucken, Fotografieren und Staunen, das uns durch die Gegenden geleitet hat.

Anstrengend war für uns natürlich ein bischen, den Alltag in unserer kleinen Wohnung mit noch einer Bewohnerin mehr zu meistern. Plötzlich war alles bis ins kleinste Detail anders und manchmal eben etwas aufreibender. Schließlich hatte ja jeder so seine Wünsche, Vorstellungen und Bedürfnisse... Aber letztlich hat ja alles ganz gut geklappt.

Das (auswärts) Essen war natürlich auch immer schwierig. Denn wenn man unterwegs ist, geht man ja auch mal durchaus was essen. Ortrun ist aber Vegetarierin, was das Ganze nicht so einfach machte. In Japan gehört zum Essen Fleisch. Oder Tofu, dann aber mit Fischflocken. Und wenn man gezielt Vegetarisches bestellt, bekommt man oft Fisch oder Huhn. (Ist ja kein Fleisch...) Algen schmecken nach Fisch und was damit zubereitet ist, folglich auch. Und nur Reis ist auf Dauer auch öde. (Klar, es gibt auch eine handvoll sauteure vegetarische Restaurants; aber die muß man dann eben lange suchen.) Eigentlich haben wir zum Glück oft nach einigem Suchen was gefunden, und Ortrun war auch experimentierfreudiger, als sie selbst eigentlich vorher dachte; aber kulinarisch wird sie wohl kaum viele positive Erinnerungen an Japan haben.

Ich bin vorallem froh, daß Ortrun jetzt mehr weiß, wie es hier bei uns ist und daß sie wohl besser verstehen kann, warum wir gerne hier sind. Mehr wollte ich gar nicht. Schön ist auch, daß sie jetzt Japan in ihre Welt trägt, was erzählt und Fotos und Mitbringsel unter die Leute bringt. Natürlich ist es ihre Wahrnehmung von den Dingen; aber jetzt ist sie auch ein bischen Kulturbotschafterin. So, wie die Maus und wir...

22. Oktober 05

Abschlussfahrt

von Thomas

200510221618_1 An Ortruns letztem Tag sind wir nach Yokohama gefahren, ins dortige Chinatown. So konnte sie noch ein wenig den Unterschied zwischen Japan und seinem Nachbarn sehen.

20. Oktober 05

Heiliger Totalschaden!

von GundaCimg9702_small

Ich bin ganz ahnungslos mit Ortrun zum Ushiku-Daibutsu gefahren. Erstmal keine große Sache, wenn man mal von den seltenen Fahrzeiten des Busses absieht.

Besonders toll war, daß Ortrun beeindruckt war und wir gleich angefangen haben, ganz viele Fotos zu machen. Gleich am Eingang gab es eine Fotowand mit aufgemalten Daibutsus, in die man seine Hände und seinen Kopf stecken konnte, um 2005102055sich als Buddha fotografieren zu lassen. Erstmal haben wir uns gegenseitig fotografiert, dann noch ein Ehepaar. Das wollten wir dann auch. Beide auf dem Bild wäre ja noch viel toller. Also habe ich der Frau meine Kamera gegeben. Ist ja auch in Japan normal, irgendeinem Fremden seine Kamera zu geben, um ein Foto von sich machen zu lassen.
Doch kaum waren wir an der Fotowand angekommen, ließ die Frau meine Kamera fallen. Die knallte mit der Kante des Objektivs auf den Steinboden und regte sich anschließend nicht mehr. - Totalschaden. Zum Glück war die Speicherkarte unbeschädigt.Cimg9706_small

Der Frau war das Ganze natürlich total peinlich. Sie konnte auch nur Japanisch. Trotzdem habe ich verstanden, daß sie mit mir die Adressen austauschen wollte. Offenbar wollte sie auf irgendeinem Weg die Kamera ersetzen. Da das ein Auslaufmodell und schon etwas älter war, wäre eine Schätzung durch eine Haftpflichtversicherung wirklich ein schlechtes Geschäft für uns gewesen.
Wir haben also die Adressen ausgetauscht, wobei ich ungefähr dreimal erklären mußte, daß diese japanische Adresse wirklich meine Adresse ist.

Kaum waren wir am Daibutsu angekommen, klingelte mein Handy. Die Frau war dran und Cimg9707_smallfragte, wo wir sind. Ich habe versucht, es ihr zu erklären, war mir aber nicht sicher, ob sie uns finden würde. In der Zwischenzeit habe ich Yukie zum Dolmetschen angerufen. Kurze Zeit später tauchte die Frau auf der anderen Seite des Gelände-Zaunes auf. Ich rief Yukie nochmal an, und nach einmal Hin-und-Her stellte sich heraus, daß die Frau mir den Kamera-Preis sofort in bar geben wollte. Ich war ziemlich überrascht; aber sie wollte es wohl so schnell wie möglich vom Tisch haben. Da mir Thomas kurz vorher noch am Telefon gesagt hatte, wie teuer die Kamera damals war, habe ich diesen Preis aufgeschrieben. Sofort holte die Frau ihr Portemonnaie raus und drückte mir einige Scheine in die Hand. Mehr als den aufgeschriebenen Betrag. Wechselgeld lehnte sie aber ab und entschuldigte sich noch tausendmal bei mir.

Sehr gerührt und aufgeregt machten Ortrun und ich uns an die Besichtigung des Daibutsus.
Und Samstag wird das Folgemodell unserer Kamera (viel toller als die alte) gekauft. Ganz wohl ist mir dabei immernoch nicht. Aber ich glaube, daß das vorallem für die Frau die angenehmste Lösung war.Cimg6267_small
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14. Oktober 05

Bleibt alles anders

von Gunda

200510141045_1 Was bleibt: Wir fahren mit Ortrun übers Wochenende mit dem Shinkansen weg. Was anders ist: Kyoto statt Ise. (In Ise waren alle Unterkünfte voll.) Wird bestimmt trotzdem toll.

12. Oktober 05

Ortrun goes Tokyo

von GundaCimg9181_small

Cimg9190_smallDer Nezu-Schrein mit seinem kleinen Gang aus Torii (roten Toren) und das Tokyoter Katastrophenschutzzentrum Ikebukuro mit seinem Erdbebensimulationsraum standen auf dem Programm.

In letzterem waren wir mit Yukie und haben gleich noch eine Rauch- und eine Feuerlösch-Übung zusammen mit einigen japanischen Angestellten durchgemacht. War natürlich alles ziemlich gestellt. (Der Rauch war Wasserdampf, "gelöscht" haben wir ein Video von einem brennenden Papierkorb.) Ortrun stellte zusammenfassend fest, daß man vor Erdbeben zusammen an einem Tisch sitzt, vor sich auf dem Tisch Sitzkissen zu liegen hat, die man sich dann unter dem Tisch über den Kopf hält und auch sonst natürlich immer gut vorbereitet ist... (Die Brillen sind von dem Erdbeben-3D-Film, den wir vorher gesehen haben.)
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10. Oktober 05

Fremdenführer

von Thomas

Eigentlich sind wir ja selber noch Dauertouris hier in Japan und immer auf der Suche, noch was neues zu entdecken, aber für Ortrun müssen wir jetzt die Fremdenführer spielen :)

Und damit es nicht zu viel auf einmal wird, versuchen wir ihr alles im Schongang näher zu bringen. Am Samstag war erstmal Ausruhen angesagt und nur zum Essen gehen und Einkaufen sind wir kurz raus gegangen. Nicht weit weg und erstmal ein Westernstyle-Restaurant, damit es nicht gleich zu fremd ist. Der Supermarkt war dann vielleicht schon spannender, mit all den fremden Sachen und vor allem der Geraeuschkulisse aus Musik und Werbegeschrei.

Am Sonntag haben wir dann die nähere Umgebung etwas erkundet und sind nach Tsukuba gefahren, Countryside, alles ziemlich verwestlicht, Japan-lite sozusagen. Bummeln im Baumarkt, damit sie mal sieht, wo wir unsere Wohnungseinrichtung her haben, Bus fahren in Japan, Essen gehen im Kaufhaus, ein bisschen herumbummlen, irgendwo war ein Kinderfest der örtlichen Forschungsinstitute usw.

Heute dann der erste Härtetest: Tokyo. Wir hatten uns viel vorgenommen, einen möglichst guten Querschnitt wollten wir ihr bieten: Erstmal Shinjuku mit seinem Megabahnhof und den Wolkenkratzern, den Menschenmassen, den riesigen Videoleinwaenden, der allgegenwärtigen Neonreklame, die großen Kaufhäuser und dazwischen immer wieder auch kleine, enge Straßen mit Geschäften und Lokalen. Vielleicht am ehesten das Bild, dass man von Tokyo hat, wenn man es nur aus dem Fernsehen oder Kino kennt.

Dann gings weiter nach Omotesando, alles schön edel und nobel, ein Designergeschaeft nach dem anderen und mittendrin der Oriental Basar, mit allem was der Japan-Touri den Daheimgebliebenen mitbringen möchte.

Dann die naechste Touri-Falle: Asakusa mit dem Senso-ji und den vielen Verkaufsstaenden, wo man nur Ausländer und Japaner trifft, die selber Touris sind...

Und dann war der Tag auch schon vorbei... Eigentlich wollten wir noch mehr machen, ihr zeigen, dass es auch in Tokyo ruhige Ecken, ohne Touris gibt, Tempel und Schreine, ohne Menschenauflauf, die man sich in aller Ruhe ansehen kann. Dann wollten wir mal nach Ginza fahren, aber daraus wurde alles nichts, der Tag war um und wir sind wieder zurück aufs platte Land gefahren.

Ob sie jetzt einen guten Eindruck von Tokyo bekommen hat? Wer weiß, wenn wir Pech haben, wird sie Tokyo als laute, graue Stadt in Erinnerung behalten, aber vielleicht können wir in den naechsten Tag ihr Bild noch etwas erweitern und wenn es dann auch mal nicht so regnet wie heute, sieht es vielleicht auch schon wieder ganz anders aus...

08. Oktober 05

Ortrun ist da!

von Thomas

200510081158_1Unser erster Besucher aus Deutschland ist da. Ortrun ist heil mit dem Flieger gelandet, der Zoll hatte auch nix zu meckern, trotz der vielen Mitbringsel, und nu is sie da, in Japan!

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