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10. August 06

Waschn jetz?

von GundaCimg4258_medium

Seit einiger Zeit haben wir bis daumennagelgroße weiche Plättchen nach dem Waschen an unserer Wäsche kleben. Schimmel? Algen? Jedenfalls werde ich meinen menschlichen Urtrieben gerecht, indem ich die Dinger jage und sammle.
Vielleicht liegt es am feucht-heißen Wetter und der Tatsache, daß unser Bad nicht klimatisiert ist. "Da freuen sich die Schimmeln", bemerkte eine Schülerin von mir dazu mal. Bei uns scheinen sie sich auszutoben.
Mihoko hatte mal einen Waschmaschinenreiniger erwähnt. Also habe ich mich in der Drogerie auf die Suche gemacht und doch tatsächlich mitten unter den Waschmitteln (nicht etwa unter den Reinigern) nach einer halben Stunde etwas Entsprechendes gefunden. Ziemlich agressives Zeug, das 99,9% des Befalls beseitigen sollte. Naja, vielleicht waren unsere "Schimmeln" einfach resistenter. Jedenfalls glaube ich an höchstens 60%...

22. April 06

Eigentlich war ja gar nix los heute...

von Thomas

Cimg2776_medium Heute waren nun wieder alleine, nach 4 Wochen Dauerbesuch sieht unsere Wohnung vor allem dank Gundas Einsatz endlich wieder so aus wie vorher, man sieht die Tatamimatten im Tatamizimmer wieder, weil keine riesige Luftmatraze drauf liegt, im Wohnzimmer kann man wieder gemütlich sitzen (wenn man davon absieht, dass unser Sofa nun etwas Schieflage hat...), kein Futon liegt mehr rum, wenn die viele frisch gewaschene Wäsche nicht wäre (auf dem Foto, etwa in der Mitte, ist ein Teil davon zu sehen) , sähe eigentlich alles schon wieder so aus, als sei nichts gewesen.

Kleines SchweinchenAnsonsten hat Gunda einfach mal wieder lange geschlafen und ich hab ein bischen unsere vernachlässigte Fotosammlung sortiert und ein paar Bilder bei flickr eingelagert (und bei der Gelegenheit unserem Badeschwein zu bisher nicht gekannter Popularität verholfen...). Immerhin bin ich jetzt schon bei den Bildern von Anfang letztem Oktober angekommen, fehlen also nur noch knapp 7 Monate :)

Heute Mittag haben wir dann einen langen Spaziergang bei strahlendem Frühlingswetter gemacht (und die Gelegenheit dann auch gleich ausgenutzt, um ein paar Fotos zu machen), haben etwas eingekauft, liegen gebliebene Rechnungen bezahlt, Medikamente besorgt und ein bischen in unserem Kaufhaus gebummelt, Gunda hat ein paar Takoballs gegessen und ich ein paar Pommes. Dann noch in den Supermarkt, Essen für heute Abend einkaufen. Cimg2790_mediumPutencurry mit Pfirsichen hab ich gekocht und danach haben wir uns einfach nach langer Zeit mal wieder vor den Fernseher gesetzt und eine alte Columbo-Folge geguckt, eine der zahlreichen Folgen, in denen Robert Culp den Mörder spielt (ich glaube, insgesamt sind es 4 oder 5).

Und wenn ich jetzt gleich diesen Beitrag fertig geschrieben habe, dann geht's auch huschhusch ins Bett, denn Morgen ist wieder Action angesagt. Wir wollen nach Tokyo, am Nezu-Schrein gibt es eine Teezeremonie, zu der uns Akapu eingeladen hat (wir waren da schon mal letztes Jahr, wovon es aber hier gar keinen Bericht gibt, wie ich gerade festgestellt habe...) und anschließend gibt es noch eine weitere bei ihrer Lehrerin. Wahrscheinlich wird es aber morgen regnen und das Teetrinken fällt wohl ins Wasser. Dann gibt's nur Stadtbummel und gegen Abend gehen wir dann einfach mit Akapu in Ueno essen, indisch steht auf dem Programm.

Cimg2797_mediumWas sonst noch? Der Kleinbauer von dem Feld neben uns hat es wohl aufgegeben und einen Teil seines Ackers zum Bebauen freigegeben. Verständlich, nachdem ihm das Wetter letztes Jahr zweimal die komplette Ernte verdorben hat. Ich hab mir jetzt einmal vorgenommen, von dem Hausbau eine Fotoserie zu machen. Hoffentlich werden die fertig, bevor wir wieder in Deutschland sind. Ich denke aber schon, so schnell wie die hier normalerweise sind.

Das war's jetzt aber endgültig, mehr fällt mir nicht mehr ein, reicht aber auch an Text für eine Tag, an dem eigentlich gar nichts für andere berichtenswerte los war, oder?

Cimg2786_medium Cimg2782_medium

31. Oktober 04

Am Morgen...

von Gunda

Am Morgen haben wir erstmal den Fernseher abgeholt und mit Hilfe eines Taxis in Thomas’ Büro verfrachtet, wobei uns die Sekretärin „erwischt“ hat.

Diesmal fuhrwerkten wir dann zu zweit in der Wohnung rum, damit am nächsten Morgen um 9 h alles startklar sein konnte.

29. Oktober 04

… auch Packen …

von Gunda

Langsam wird es kühler, so 15-17°C, aber immernoch meistens sonnig. Man sieht noch viele Blüten und Knospen, aber auch schon Bäume, die ganz bunt sind.

Eigentlich hatten wir ja gar nicht so viel bei uns, als wir ankamen, aber die letzen Tage haben wir dann doch noch dazu genutzt, einige Kleinigkeiten zu besorgen, weil der Instituts-Assistent uns beim Umzug mit dem Auto zur Verfügung stand.

27. Oktober 04

… auch …

von Gunda

Immernoch Sonne!

Nachdem das Communication-Center enttäuschenderweise Probleme mit seinem Server hatte und ich nicht ins Internet konnte, habe ich eben weiterorganisiert und versucht, Informationsmaterial zu verschiedenen Themen zu organisieren. Selbst Material, das Thomas schonmal gesehen, bzw. schon in der Hand gehabt hatte, gab es angeblich nicht. – Es war einfach nur frustrierend.

Das Highlight des Tages stellte diesmal der Deutschkurs des staatlichen Senders NHK dar, auf den wir rein zufällig kurz vor dem Schlafengehen stießen. Der Kurs war natürlich für uns recht amüsant: Er fing mit zwei jüngeren (japanischen) Männern an, die mit Körpersprache einen berühmten Deutschen dargestellt haben: Oliver Kahn. – Da fühlten wir uns schon bestens repräsentiert. Aber zur Abrundung trat dann auch noch ein Herr mittleren Alters (auch Japaner) in Anzug auf, um noch einen berühmten Deutschen darzustellen: Bach. – Da war dann ja die gesamte deutsche Kultur von gestern bis heute komplett umrissen… Als wir uns noch darüber unterhielten, ging es gleich spannend mit typisch deutschen Sätzen weiter: „Ich will Fußball spielen.“ „Ich möchte Bier trinken.“ Abgesehen davon, daß der Inhalt dieser Sätze mit uns, so als Deutschen im Besonderen wenig zu tun hatte, schien es also in dieser Lektion um „müssen“, „können“, „dürfen“ und „wollen“ zu gehen. Ganz und gar nicht begeistert waren wir von den auftretenden Deutschen, die bestimmt gute Japanologen oder Germanisten waren und bewundernswert fließend Japanisch sprachen, ansonsten aber ganz offensichtlich keine guten Schauspieler und schon gar keine Komödianten waren, es wohl aber gerne gewesen wären. – Das war dann doch eher peinlich… Gefestigt wurde die Grammatik dann von dem Anzugträger, der zu Klängen von Bach vor einem grünen Meer erschien und neben sich die entsprechenden Sätze duldete. Dann kam ein kleiner Einschub für Kinder: „Pipos Abenteuer“, worüber wir schon bei der Ankündigung vor Lachen fast vom Sofa gerutscht sind, ließ doch der übergroße i-Punkt mit verkümmertem i-Strich auf den ersten Blick nur die Lesart „Popos Abenteuer“ zu… Pipo ist ein Wesen vom Mars, das offensichtlich in Deutschland bei einer Kleinfamilie (Vater, Mutter, Kind) gelandet ist und nun über die Welt aufgeklärt wird. Pädagogisch wertvoll waren diese Puppen nicht gerade, die einfach statisch dasaßen und nur einen aufgemalten Mund etwas bewegten. Nach Sätzen wie „Ich möchte Bier trinken.“ und „Nein, du darfst kein Bier trinken.“ hatten wir auch hier inhaltlich wenig erwartet, bis plötzlich folgender Satz zum Beruf des Vaters fiel: „Mein Mann erforscht den Zusammenhang zwischen Klima und Pflanzen.“ Oops! Hatten wir uns da verhört? Und weil ja in Japan das Essen eine wichtige Rolle spielt, gab es zum Schluß noch einen Kochkurs mit zwei deutschen Köchen und japanischen Untertiteln. – Semmelknödel mit Schwammerln in Rahmsoße. Thomas hat sich fast nicht mehr eingekriegt vor Appetit, weil ihm nach vier Wochen Cafeteria und fertig-Nudelsuppen wohl verständlicherweise was fehlte. Jedenfalls waren wir und bei allem Amüsement nach dem Kurs einig, daß es für Japaner viel schwerer sein muß, Deutsch zu lernen, als umgekehrt. (Wenn man mal von der Schrift absieht…)

26. Oktober 04

Orga …

von Gunda

Sonne! (Na bitte! Geht doch!)

Die nächsten Tage galt es, den bevorstehenden Umzug (Montag) vorzubereiten und etwas Kräfte dafür zu sammeln.

Das „Ereignis des Tages“ war der Kauf eines Fernsehers. Den haben wir einem Wissenschaftler aus Bangladesh abgekauft, der das Gerät in der „Ausländer-Mailingliste“ angeboten hatte. Kostenlos dazu haben wir auch noch einen (wie sich im Nachhinein herausstellte verschimmelten) Untertisch bekommen.

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