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29. Juli 06

Hanabi Taikai

 

von Thomas

"Taikai" meint soviel wie "großes Treffen" und besser könnte man das Feuerwerk (="Hanabi", wörtl. "Feuerblumen") in Asakusa, bei dem ich heute war, auch nicht beschreiben...

Ich weiß nicht, wieviele zehntausend oder hundertausend Menschen dort waren, aber es waren definitiv zuviele. Damit aber wenigsten jeder einmal eine kleine Chance bekam, etwas zu sehen, wurde das gesamte Gebiet an beiden Ufern des Sumida Flusses, incl. Bruecken zunaechst abgesperrt und dann nur kontrlliert wieder freigegeben, wobei die Leute staendig ermahnt wurden, nicht stehenzubleiben. Natürlich liess sich das nicht ganz vermeiden und die Strassenraender, Wiesen und Mauern waren voll mit Menschen, die keine Anstallten machten, weiter zu gehen. Ich irgendwann auch nicht, nachdem ich endlich einen Stehplatz mit guter Aussicht gefunden hatte. Zwar wurde ich alle paar Minuten von Polizisten ermahnt weiterzugehen, aber da auch sonst niemand dem folge leistete und ich ploetzlich gar kein Japanisch mehr verstand, bin ich dann bis zum Ende dort geblieben :)

100%  optimal war der Platz natuerlich nicht. Keine Chance, ein Stativ aufzustellen, immer wieder Leute, die einen angestossen haben. Aber besser als nichts...

Bevor das Feuerwerk schliesslich los ging, hatte ich mir den ganzen Trouble drumherum angeschaut. Als ich in Asakusa angekommen war, wurde ich erstmal von 2 Polizisten, einer konnte sehr gut Englisch, aufgeklaert, was genau los war, wo, wann, warum abgesperrt wurde und was ich machen sollte. Das war schonmal gut, denn das was ich vorfand, hatte ich nicht erwartet. Das es voll werden wuerde war klar, aber so voll... Und dann die Absperrungen und die viele Polizei. Es kann unmoeglich einen tokyoter Polizisten gegeben haben, der um diese Zeit nicht hier in Asakusa war... Selbst an kleinen Nebenstrassen und Gassen standen meist 3-4 Polizisten, um die Absperrung zu ueberwachen...

Interessant fand ich es, wie renitent vor allem die aelteren Japaner gegenueber der Polize waren. Ich hatte mich auch eine der grossen Bruecken verzogen, weil ich hoffte, dort irgenwie bleiben zu koennen. Ging aber nicht, in mehrern Durchlaeufen wurde der zugaengliche Bereich immer mehr reduziert und schliesslich musste ich als einer der letzten auch die Bruecke  raeumen.  Manch aeltere Japaner war da ziemlich hartnaeckig. Die haben sich oft einfach hingesetzt und die Polizisten reden lassen. Und da diese sehr zureuckhaltend sind, waren sie oft kurz vorm verzweifeln. Ein aeltere Mann hat so gut eine halbe Stunde ausgehalten und etwas 10 Polizisten dabei 'verschliessen'...

Als dann alles dicht war, gings auch schon mit dem Feuerwerk los und als es vorbei war, brach dann das Chaos an den Eingaengen zu den U-Bahnstationen aus... Schliesslich wurde der Zugang reguliert und die Leute nur grueppchenweise reingelassen. Aber das funktionierte dann auch. Japaner sind halt letztlich doch folgsam und vorallem immer ruhig und gelassen. Den ganzen Abend habe ich niemanden ausrasten sehen, keine Anzeichen eines Tumultes. Es war einfach nur ein ausgelassen, froehliches Happening :)


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