Drei-Stufen-Freundlichkeit
von Gunda
Was ich schon längst vermutet habe, wurde heute durch eine Schülerin von japanischer Seite nochmal bestätigt.
Es gibt drei Stufen von Ausländern: Touristen, Kurzzeit-Residenten und die, die für immer da bleiben wollen.
Die ersten beiden Stufen werden freundlich empfangen, die findet man toll. Letztere Ausländer werden von den meisten Japanern eher als suspekt angesehen; von denen sollte man sich lieber fernhalten. Und tatsächlich wird man, wenn man sagt, dass man in Japan wohnt, oft von Fremden zuerst gefragt, wann man denn wieder in sein Heimatland zurückgeht. (Ein anderer Grund ist sicherlich, daß sich die meisten für sich selbst gar nicht vorstellen können, auszuwandern.)
Dazu paßt auch die Beschreibung eines uns bekannten Schweizers, der sich um japanische Staatsbürgerschaft bemüht. Neben vielen anderen Schikanen muß er zulassen, von einem Detektiv überwacht zu werden, damit der Staat weiß, ob er ein "japanisches Leben" führt. Wie das aussehen sollte, hat ihm wohl niemand gesagt. Ob sie wohl heimlich eine Kamera bei ihm im Bad installiert haben und jetzt gucken, ob er jeden Abend badet und dabei keine Seife ins Wasser kommt?
Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn die deutsche Regierung auf solche Ideen käme...


Kommentare