Mashiko mit Mari
Voll ins Schwarze getroffen hatte Mari bei uns mit diesem Geburtstagsgeschenk: Töpfern in Mashiko!
Wir hatten uns die Drehscheibe ausgesucht, und am Samstag ging's dann um kurz nach halb neun mit Mari und ihrer Schwester Sachika los, über den Tsukuba-San
(-Berg) in die Nachbarpräfektur Tochigi. (Den Knopf für die Klimaanlage von Papis BMW haben die
beiden dann erst gefunden, nachdem sie uns schonwieder zu Hause abgesetzt hatten...) Dort gibt es zwei Städte, die für Tonwaren bekannt sind, und Mari hatte Mashiko ausgesucht. Der Ort besteht im Prinzip nur aus Geschäften mit Tonsachen, ein paar Restaurants, kleinen Museen und eben diesem Töpferladen, der Schnellkurse anbietet. (Selbst die öffentliche Toilette war mit Tonscherben gestaltet!) Nach einer kurzen Shoppingrunde und einem leckeren Mittagessen ging's dann ab zum Töpfern.
Man darf in zwei Stunden nach kurzer Anleitung mit nicht müde werdender Hilfe so viel Ton verarbeiten, wie man will. Für mich Ungeduldige eine prima Sache. Ich hatte ganz schnell ganz viel zusammen. Einziger Haken an der Sache: Man muß das Brennen und das Porto pro Stück und nach Größe bezahlen. Und da wir ja auch an unser Gepäckvolumen nach Deutschland denken müssen, mußte ich mich hinterher leider von einigen "Kunstwerken" verabschieden. (Das Ganze bekommen wir erst am 10.9., kurz vor knapp, geliefert. Wir packen das gar nicht aus; es kommt gleich in die Seekiste nach Deutschland.)
Die Sonne brannte Mari und mir also zwei Stunden lang auf den Rücken, während wir versuchten, auf der elektrisch
rotierenden Scheibe, etwas als Geschirr Erkennbares zu produzieren. Bei sowas kommt imm
er der wahre Charakter zutage: Sachika bastelte still intensiv wenig Stücke, Mari hatte das schonmal gemacht, guckte ab und zu nach links und rechts und lobte die anderen, rechts von mir produzierte Thomas vorwiegend flache Dinge ("Das wurde einfach immer breiter.") unter andauernd belustigt-verzweifelten Kommentaren. ("Die
<=die Helferin> kann doch jetzt nicht einfach an's Telefon gehen!!!") Ich saß in der Mitte, habe mir ständig helfen lassen und auch so einiges an Kommentaren losgelassen. - Die Anleiterin hatte bestimmt am Abend zu Hause ordentlich was über die witzigen Gaijins zu berichten...
Nachdem unsere zwei Stunden um waren, wir aussortiert, eine Glasur und eine Signatur ausgesucht hatten, verließen wir glücklich, dreckig, verschwitzt und noch ziemlich aufgekratzt das kleine Haus. Dann haben wir uns in den Läden angeguckt, was man noch alles hätte machen können, ein bischen was eingekauft.
Abends ging es dann mit dem Auto wieder zurück, und Thomas und ich sind auf dem Rücksitz ab und zu eingeschlafen. Aufregend war's und schön. Die Stücke werden sicher einen Ehrenplatz in Bonn bekommen (und natürlich auch benutzt werden). So haben wir immer ein Stück Japan und Maris Geschenk vor Augen.



Ach wie schön! Ich hab's heute erst entdeckt, das hört sich ja wirklich toll an. Auf dem Brett sind aber nicht viele flache Sachen zu sehen...
Kommentiert von: Ortrun | 02. Juli 06 um 21:58
Das sind ja auch Gundas Sachen... Seufz :(
Kommentiert von: Thomas | 03. Juli 06 um 03:12
Ich mußte mich halt für EIN Bild mit Sachen entscheiden. Und auf dem von meinen Sachen war einfach mehr drauf. Dafür konnte Thomas alles brennen, weil er weniger gemacht hat. Ich mußte mich von einigem trennen...
Kommentiert von: Gunda | 03. Juli 06 um 08:25