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21. Mai 06

Der Tag danach...

von Thomas

Nach der viel zu kurzen Nacht (wir waren einfach zu spät im Hotel und man muss da schon immer viel zu früh wieder raus), haben wir uns erstmal in Shibuya was zum frühstücken gesucht. Unsere Wahl viel auf ein kleines Café, in dem wir dann mit Toast, Marmelade, Kaffee bzw. heißer Schokolade versorgt wurden. Versorgt werden mussten auch Gundas Fuesse, da die Gute sich nicht davon hat abbringen lassen, ihre neue Vollplastik Strandsandalen für diesen Stadtausflug anzuziehen. Die Fuesse waren wund und neue Schuhe mussten her. Gekauft hat sie sich dann ein paar dieser luftigen und wasserfesten Turnschuhe, die in den letzten Jahren so modern geworden sind. Passend zu Shibuya natürlich in pinky ;)
Und wo wir schon mal da waren, hab ich mir auch noch welche gekauft, aber in einer farblich wesentlich dezenteren rot-schwarz-silber Kombination... Naja, vielleicht nicht so richtig dezent :)

Shibuya so früh am Morgen ist wirklich eine faszinierende Sache, noch nicht so überlaufen, man hat noch etwas Muße sich um zuschauen und die Leute zu beobachten. Neben dem Schuhladen z.B. machte sich eine Rentnertruppe in Matsuri-Outfitt mit gruppendynamischen Gymnastikuebungen warm, einige der krass braunen und grell geschminkten Kogals, Gyarus oder wie immer sie genau heißen, liefen herum. Teilweise auch in dazu passender männlicher Begleitung. Irgendwie sehen diese Typen noch krasser aus, als die dazugehörigen Mädels. Ich glaube, das liegt an dem Kontrast zwischen den edlen Anzügen und diesem billig Look aus blondierter Sturmfrisur und stark Hautkrebs verdächtiger Sonnenbraeune...
Ansonsten gab's noch Schlangen vor den bald sich öffnenden Pachinko-Hallen und einen Sit-in vor einem Topless-Tabletop-Lokal. Irgendwie war uns nicht ganz klar, ob die da schon wieder rein wollten, oder nach dem Rausgehen erstmal etwas frische Luft schnappen wollten...

Einen sehr speziellen Event erlebten wir, als das Schuhgeschäft aufgemacht hat. Erst war alles totenstill, dann stürmten auf einmal ein gutes Dutzend Verkäufer aus irgendwelchen Ecke in den Laden und fingen an zu schreien. Besonders laut wurde es, so war jedenfalls mein Eindruck, wenn sie uns, als einzige Kunden entdeckten. Sollte wohl eine Art Begruessungsritual sein. Zum Glück ebbte die Schreierei nach etwa 5 Minuten langsam ab, dafür wurde die Musik voll aufgedreht. Faszinierend, wie sich in Sekunden ein gerade noch ganz ruhiger, leerer, dunkler Laden in ein wuselndes und lärmendes Tollhaus verwandeln kann.

Von Shibuya gings dann nach Ikebukero, mit einem kurzen Zwischenstopp in Shinjuko, um unser unnötiges Gepäck in einem Schließfach zu verstauen. Da gab es auch ein nettes Erlebnis (das ich natürlich prompt auf ein noch leeres Schließfach zusteuerte, war es nicht): Vor den ansonsten komplett belegten Schließfächern stand eine etwas unschlüssig aussehende Ausländerin und fragte uns erstmal, ob wir Englisch sprechen. Das war uns auch noch nicht passiert. Das jemand fragt, ob wir Japanisch können, verstehe ich ja noch, aber das wir Englisch können, davon gehen eigentlich alle Leute aus. Aber egal, wissen wollte sie jedenfalls, wie das mit den Schließfächern funktioniere, sie könnte die nämlich nicht öffnen... Naja, kein wunder, wenn die Türen zu sind und keine Schlüssel drin stecken! Ob's wohl doch ein Land gibt, in dem Schließfächer grundsätzlich anders funktionieren?

Wie auch immer, in Ikebukero angekommen, sind wir dann in die Sunshine City. Eigentlich ein merkwürdiger Name, für ein Einkaufszentrum, dass quasi komplett vor der Sonne geschützt ist, sprich innenliegend ist. Aber wer weiß, was sich da jemand bei gedacht hat. Groß ist es jedenfalls, mit netten Geschäften und Lokalen. Wenn man rumbummeln will, kann man in dem weitläufigen Komplex gut einige Stunden verbringen. Wir waren nicht so ewig lange da, denn mich zog es magisch nach Shinjuku zurück, wo bei Yodobashi meine Kamera auf mich wartete. Doch dazu gibt es ja einen eigenen Beitrag...

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