Sonntagstee
von Gunda
Wir waren, wie Thomas schon erwähnt hat, also wieder mal auf Akapus Tip hin beim Azaleenfest am Nezu-Schrein in Tokyo.
Das Wetter sollte es nicht so gut mit uns meinen: Regen hatten sie angesagt. Also ging es per Handy-Mail am Samstagabend zwischen Akapu und mir hoch her. Was machen wir, wenn es regnet? Findet das Ganze trotzdem statt? Oder nur die Lunch-Zeremonie bei der Lehrerin? - Letztlich einigten wir uns auf ein gemeinsames Abendessen beim Inder, damit wir wenigstens einen festen Termin hätten, falls es regnen sollte.
Sonntag war es dann zwar bedeckt, aber es regnete den ganzen Tag fast gar nicht. Wir sind also kurz vor Mittag bei dem Platz angekommen, wo die Teezeremonien stattfanden, aber Akapu war nicht da. Irgendwie hatte sie uns einfach nicht erwartet und selber mit Regen gerechnet, weshalb sie dann einfach ohne uns zum Mittagessen gegangen war. Eine kurze Mail klärte alles; sie war unterwegs zu uns, und in der Zwischenzeit konnten wir uns die traditionelle Trommelgruppe ansehen, die einen mitreißenden Lärm veranstaltete.
(Hier angucken und -hören: Download CIMG2825.AVI)
So kamen wir dann doch noch zu unserer Teezeremonie und haben noch gleich Akapus nagelneuen Obi bewundern dürfen. Eine ihrer neuen Arbeitskolleginnen mit indischer Begleitung haben wir dann auch noch getroffen.
Da Akapu noch zu tun hatte, guckten wir uns ein bischen Azaleen an, bestaunten eine Kinder-Tanzgruppe und erledigten unsere Einkäufe, um uns abends wieder beim Inder zu versammeln, dessen Essen skurrilerweise am Abend um einiges schärfer (und die Bedienung um einiges unfreundlicher) war, als mittags.
Schön war's, und langsam gewöhnen wir uns dran, daß sowas zu unserem Leben jetzt dazugehört. - Das werden wir in Deutschland sicher vermissen...



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