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21. März 06

Nagano

von Thomas

200603211318_1 Am Schlusstag unseres Kurzurlaubs haben wir uns noch Nagano angeschaut. Die Hauptattraktion dort ist der Zenko-ji, in dem das älteste Bildnis  von Buddha in Japan aufbewahrt wird. Anschauen kann man es sich allerdings nicht... Selbst die japanischen Kaiser sollen schon seit etwa 30 Generationen keinen Blick darauf geworfen haben. Gibt's das Bild vielleicht gar nicht mehr? Was es auf jeden Fall gibt, ist eine Kopie und die darf man sich alle 7 Jahre einmal anschauen :(

Eher mit nicht anschauen hat auch die zweite Attraktion des Tempels zu tun. Unter dem Altarraum gibt es einen Tunnel, den man bei absoluter Dunkelheit durchqueren muss, um darin den 'Schlüssel zum Paradies' zu suchen, der irgendwo in der Wand eingelassen ist. Den Schlüssel habe ich nicht gefunden, dafür den Kopf einer älteren Japanerin vor mir, der ich in der Dunkelheit meine Hand auf eben jenen gehauen habe. Sorry..., aber man sah wirklich gar nichts in diesem Gang!

Ansonsten bietet der Zenko-ji eine wirklich schöne und auch große Tempelanlage mit vielen interessanten Nebengebäuden. Durchaus eine Reise wert! Was den Tempel übrigens so beliebt machen soll (neben den bisher aufgezählten Besonderheiten), ist, dass er gegenüber Männlein und Weiblein sehr liberal eingestellt ist und daher konsequenterweise auch von einem Oberpriester und einer Oberpriesterin geführt wird. Außerdem gehört er zu keiner der großen japanischen Sekten und ist somit offen für alle Gläubigen.

Ansonsten ist Nagano eine mehr oder weniger normale japanische Stadt, mit dem üblichen Angebot an Geschäften, Kaufhäusern und Restaurants. Vom Glanz der olympischen Spiele ist nicht mehr viel geblieben, der Shinkansen-Bahnhof ist recht groß und modern und stammt bestimmt aus der Zeit. Dagegen dient der Platz, an dem wohl damals die Medaillen überreicht wurden, nun als Parkplatz und die Bühne mit dem Siegerpodest rostet vor sich hin. Ein recht symbolisches Bild für den vergangenen Ruhm, den wohl überall der in der Gegend etwas vergebens zu bewahren versucht. Aber so geht es wohl vielen der ja oft kleinen Orte, die mal Gastgeber einer Winterolympiade waren und danach wieder aus dem Rampenlicht verschwanden.

Für uns hat sich die ganze Tour dann doch noch trotz Totalausfall am Sonntag gelohnt, und am Ende haben wir dank der Verlängerung eigentlich noch alles gesehen, was wir sehen wollten und konnten.

 

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