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18. Januar 06

Sprachübungen

von Gunda

Wenn man den Tag über so interessante Sätze, wie "Shit down." oder "He go to the toiletto." hört, muss man doch zumindest mal mit den Schülern harte Endungen (t, p, k ...) und "sch" üben. Gesagt, getan. Und abends hatte ich verschleimte Brillengläser... ;-)

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Kommentare

Noga

Und wie erfolgreich war das Unternehmen - soweit man schon was dazu sagen kann? Ich lese sehr gern Eure Japan-Erfahrungen.

In Deutschland sind ja unsere Japan-Bilder sehr von Zen-Gaerten, Ikebana, Teezeremonie, Origami gepraegt. Welche Rolle spielt das tatsaechlich und bei wem?

Thomas

Zu Gundas Erfolgen muss sie selber mal etwas sagen, aber zu der anderen Frage kann ich vielleicht etwas sagen.

Es ist so, dass Traditionen in Japan im Vergleich zu Deustchland noch eine viel groessere Rolle spielen, aber es ist nicht so, dass man ihnen bei jedem Schritt und Tritt ueber den Weg laeuft. Ich denke, man kann z.B. einige Tage in Tokyo verbringen, ohne das einem eine der Sachen, die du aufgezaehlt hast, begegnet.

Als Beispiel der Kimono. Wenn wir in die Stadt gehen oder mit der Bahn fahren, sieht man eigentlich immer mal wieder eine Frau im Kimono. Meist sind die Damen dann schon etwas aelter, aber es gibt auch immer mal wieder junge Frauen, die einen Kimono tragen, wenn es auch nur anlaesslich einer Feier oder eines offiziellen Anlasses ist. Man sieht es aber unter Strich oefter, als dass man etwa selbst in Bayern eine Frau im Dirndel sieht.

Das Problem ist dabei weniger, dass ein Kimono als uncool oder altmodisch gilt, als vielmehr, dass die Dinger schlicht auch sauteuer sind und das die Maedchen nicht mher lernen, wie man die Dinger anzieht, denn das ist eine Kunst fuer sich. Und dann laesst man sich halt vielleicht einmal im Jahr ankleiden.

Im Sommer haben wir dann aber viele junge Leute in Yukatas (das sind im Prinzip einfache Kimonos, ein bischen wie unsere Bademaentel ;) ) gesehen, oft auch Maedchen in falschen Kimonos, bei denen man sich einfach einen fertigen Knoten hinten in den Guertel steckt. Es gibt eben viele Somerfeste und da zieht man sich eben entsprechend an.

Kurz: Japan ist auf dem ersten Blick in viellerlei Hinsicht an modernes, fast schon uebermodernes Land, aber noch sind daneben die Traditionen viel praesenter, als es in Deutschland weitesgehend der Fall ist. Noch deutlicher wird das dann, wenn man von den aeusserlichen zu den mehr inneren kulturellen Tradition uebergeht.

Gunda

Das Unternehmen ist immer so erfolgreich, wie man dem entsprechenden Lehrer klarmachen kann, daß eine Unterscheidund wichtig ist. Dann muß der Lehrer den Unterschied auch noch wahrnehmen können, um in Zukunft darauf zu achten. "Shit down." ist natürlich schön drastisch, um auf eventuelle Peinlichkeiten aufmerksam zu machen. (D.h., nachdem man erklärt hat, was "shit" bedeutet...)
Alles in allem würde ich eine kurzfristige Erfolgsquote von ca. 50% vermuten und längefristig vielleicht auf 20% spekulieren. Da Japaner aber größtenteils auf einer anderen Frequenz hören als z.B. Deutsche und Englisch mit nichts Bekanntem assoziieren können, ist das immer noch besser als gar nichts. Mir reicht schon, wenn sie sich eine gewisse Vorsichtigkeit erhalten können. So nach dem Motto: "Da war doch was... Lieber nochmal nachfragen."

Zu den Traditionen stimme ich Thomas' Kommentar weitgehend zu. Aber natürlich sind diese traditionellen Dinge bei kaum einem Japaner noch Teil des Alltags und auch immer eine kleine Sensation. Ich habe z.B. eine japanische Freundin, die Teezeremonie macht und damit als altmodische Außenseiterin gilt. - Es gibt dort nur noch ein-zwei Frauen in ihrem Alter; sonst sind alle schon viel älter.
Die meisten jungen Leute sind zwar Ausländern gegenüber stolz auf ihre Traditionen, empfinden sie aber selbst oft als nicht zeitgemäß. Andererseits praktizieren sie vieles (Zeremonien am Schrein, Neujahrsfest usw.) ganz selbstverständlich, ohne sich dessen "Altmodischheit" bewußt zu sein.
Viele Japaner, die von ihren Eltern bewußt "westlich" erzogen wurden, haben auch jetzt als Erwachsene das Gefühl, daß ihnen etwas fehlt.

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