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18. Januar 06

In der Kaelte des Gefechts

von Gunda

...trage ich: ein Unterhemd, ein langes Unterhemd, zwei Rollkragenpullover, Pulswaermer (kann man notfalls über die Hände ziehen), eine lange Unterhose, eine Hose, drei Paar Strümpfe und Turnschuhe mit Fusswaermepads. So trete ich oft Klassen gegenüber, deren Schüler zur Hälfte kurze Hosen tragen. Die Beine, die da rausgucken sind eher blau und vom Frieren fleckig. Kalte Hände sind im Winter einfach normal. Lehrer, die vom Schulhof reinkommen, gurgeln erstmal mit Wasser, weil das angeblich vor Erkältung schützen soll. (Rotzen und geräuschvoll Ausspucken sind natürlich inbegriffen.) Ich bin auch schon mehrfach gefragt worden, ob es an deutschen Schulen den wärmer sei. Die beste Reaktion auf mein "Ja." war: "Warum?" Wahrscheinlich, damit man es nicht merkwürdig findet, dass es draußen so warm ist, wenn man nachmittags die Schule verlässt... Im Lehrerzimmer ist es zumindest vormittags warm. Dann wird gelüftet und die Heizung bleibt hinterher aus. Wenn ich nachmittags aus der Schule komme, habe ich das Gefühl, jeder einzelne Muskel sei verkrampft. Da hilft oft noch nichtmal ein heißes Bad. Naja, ab Freitagabend kann ich meine Wärme größtenteils wieder selber beeinflussen.

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Folgende Weblogs beziehen sich auf In der Kaelte des Gefechts:

Kommentare

Hallo,

ein Freund von mir lebte ende der achziger Jahre einige Zeit in Japan zum seine Ausbildung als Gärtner zu vervollständigen. Er berichtete das viele Japaner eher einen verweichlichten Eindruck auf ihn machten. Im Gegensatz dazu stand, daß in jener Zeit die Jungen als Grundschüler etwa bis 12 Jahre auch bei Minusgraden im Winter grundsätzlich extrem kurze Hosen als Schuluniform tragen mussten, die absichtlich so kurz geschnitten waren, daß sie so viel als nur möglich von einem Jungenbein entblößten. Das einzige Zugeständnis an die Kälte waren Kniestrümpfe, die aber an einigen Schulen auch verboten waren. Er erzälte das er im Winter oft Jungen in dicken Pullovern oder Daunenjacken in extrem kurzen Woll- oder Cordhosen sah, die zitternd vor Kälte mit blaugefrorenen nackten Beinen an der Bushaltestelle standen. Diese Art der Abhärtung wurde als positives Element in der Erziehung betrachtet, da bei einem Jungen durch das tragen müssen von kurzen Hosen auch bei Kälte, das einhergehende Unbehagen als förderlich dahingehend angesehen wurde, den Jungen nicht zu weich erden zu lassen.

Ist dies heute auch noch so? Haben die Japaner auch weiterhin die Einstellung sich der Kälte als reinigende Kraft auszusetzen und sehen dies auch weiterhin als gesund an?

Ich selbst kenne diese Methode der Abhärtung aus einem katholischen Pfadfinderinternat für Jungen in Nordfrankreich, wo ich um Weihnachten herum immer helfe einen Weinachtsmarkt aufzubauen. Die Internatsschüler sind zwischen sieben bis sechzehn Jahre alt. Sie haben Uniformpflicht d.h. das ganze Jahr kurze Hosen ohne Ausnahme. Sie tragen unter dem Pfadfinderstatut als Franzosen erstaunlicherweise sehr kurze Lederhosen mit weißen Kniestrümpfen, die nicht zum Knie hochgezogen werden. Im Winter ist es dort recht kalt mit Minusgraden, Eis und Schnee. Die Jungs müssen auch viel auf dem Gelände im freien Arbeiten. Sie haben ständig blaugefrorene, aufgesprungene Knie und fleckige Beine durch die Kälte. Auch die Klassenzimmer sind kaum geheitzt. Vorallem die kleinen Jungs tun mir mit ihren immer frierenden nackten Beinen oft leid.
Dies wird von den Lehrern dort ger nicht wahrgenommen, sondern als erzieherisches Element positiv gesehen, was heißt das lange Hosen bei Kälte absolut verboten sind.

In unserer Wohnsiedlung wohnten früher viele englische Familien. Die ließen ihre kleinen Mädchen auch im Winter bei Frost mit nackten Beinen gehen. Ich hatte aber nie den Eindruck, dass die Kinder besonders frieren. Die waren es wohl gewohnt.

In unserer Wohnsiedlung wohnten früher viele englische Familien. Die ließen ihre kleinen Mädchen auch im Winter bei Frost mit nackten Beinen gehen. Ich hatte aber nie den Eindruck, dass die Kinder besonders frieren. Die waren es wohl gewohnt.

Ich habe früher (60er) von April bis Ende Oktober ohne Unterbrechung kurze Hosen getragen. Meine kleine Schwester trug immer Röcke und ging fast den ganzen Winter mit Kniestrümpfen, weil sie keine Stumpfhosen anziehen wollte. Mit wäre das zu kalt gewesen, sie aber ignorierte ganz tapfer die Kälte.

Ich habe früher (60er) von April bis Ende Oktober ohne Unterbrechung kurze Hosen getragen. Meine kleine Schwester trug immer Röcke und ging fast den ganzen Winter mit Kniestrümpfen, weil sie keine Stumpfhosen anziehen wollte. Mit wäre das zu kalt gewesen, sie aber ignorierte ganz tapfer die Kälte.

Hallo,
kurze Lederhosen musste ich in den 50er Jahren auch im Winter tragen, Wenn es sehr kalt war, gab es eine Strumpfose drunter,was mir aber immer peinlich war, weil andere Jungen hatten schon lange Hosen. So habe ich meistens nur Kniestrümpfe angezogen.Lieber Eisbeine als sich blamieren war mein Motto. Meine Mutter war manchmal etwas besorgt, wenn mit ich blaugefrorenen Beinen nach Hause kam. Mein Vater sagte immer: "Wenn du ein ganzer Kerl bist,macht es dir nichts aus". Gut reden hatte er!

Hallo,
kurze Lederhosen musste ich in den 50er Jahren auch im Winter tragen, Wenn es sehr kalt war, gab es eine Strumpfose drunter,was mir aber immer peinlich war, weil andere Jungen hatten schon lange Hosen. So habe ich meistens nur Kniestrümpfe angezogen.Lieber Eisbeine als sich blamieren war mein Motto. Meine Mutter war manchmal etwas besorgt, wenn mit ich blaugefrorenen Beinen nach Hause kam. Mein Vater sagte immer: "Wenn du ein ganzer Kerl bist,macht es dir nichts aus". Gut reden hatte er!

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