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« November 2005 | Start | Januar 2006 »

22. Dezember 05

Deutschland im Sauseschritt

von Gunda

Ein kurzes Stimmungsbild:

Eigentlich ist es total egal, ob ich an einem Tag von Recklinghausen über Kiel nach Berlin fahre oder ganz direkt. - Ist halt alles Deutschland.

Es gibt auch freundliche Verkäufer und Busfahrer in Deutschland.

Irgendwie wirken hier viel mehr Menschen auf mich verbraucht und unzufrieden. Und so viele haben solchen starken Geltungsdrang...

Boah! Sind die alle laut in Bus und Bahn!

Warum sind die Toiletten, Waschbecken und Türklinken so hoch?

Schön leise und ruhig auf der Einkaufsstraße...

Interessantes Toilettenpapier. - So fest. Und die Taschentücher auch.

Toll: Es freuen sich sooo viele Leute, mich zu sehen. Und es ist schön, zu sehen, daß es für die genauso eine kleine Sensation ist, daß ich hier bin, wie für mich.

Ich habe das Gefühl, alles auf einmal nachholen zu wollen. - Ein ganzes Jahr. Da muß ich mich bremsen.

Ich würde gerne viel mehr nach Japan mitnehmen als geht.

Ich merke, daß mir Deutschland gut tut. Aber es ist trotzdem nicht so, daß ich nicht getrost wieder für fast ein Jahr nach Japan verschwinden könnte. (Wahrscheinlich gehört einfach inzwischen beides zu mir.)

16. Dezember 05

Ein Satz mit X ...

von Gunda

... Das war wohl nix. Gestern hab ich dann die Absage von NHK bekommen. Sie haben sich bei der festen Stelle fuer jemand anders entschieden, waeren aber an einer unregelmaessigen Zusammenarbeit interessiert. - Ob sie das wnhl jedem schreiben? Schade eigentlich. Mal sehen, was kommt...

Los geht's!

von Thomas

Die Koffer sind gepackt, noch ein paar Stunden Schlaf, dann fahren wir los. Erstmal nach Narita, dann nach Kopenhagen und dann nach Düsseldorf. Gunda voller Vorfreude, ich mit etwas gemischten Gefühlen. Warum weiß ich allerdings auch nicht so recht. Mal sehen, wie es wird...

Hier wird es auf jeden Fall etwas ruhiger werden in den nächsten 2 Wochen, aber danach geht's ja wieder weiter... ;)


Frohes Fest und eine guten Rutsch an alle treuen Leser!

13. Dezember 05

Bonenkai

von Thomas

Heute war Bonenkai, die typisch japanische Jahresabschlussfeier innerhalb einer Firma, Abteilung oder Arbeitsgruppe, an der alle Mitglieder und meist noch ein paar wichtige Leute, mit denen man beruflich zu tun hat, teilnehmen. So mancher Chef kommt so in den Genus eines wahren Bonenkai-Marathons, wobei die Anzahl der Bonenkais, an denen jemand teilnimmt, auch als Gradmesser für die Wichtigkeit dieser Person gilt. Ich bin also ziemlich unwichtig, komme ich doch gerade mal auf einen Bonenkai und der fand eben heute Abend statt...

Wie im letzten Jahr wurde ein französisch-chinesisches Edel-Restaurant für die Feier genommen und ähnlich merkwürdig wie das klingt, war das Essen dann auch wieder. Vor allem mein französischer Kollege Roland litt mal wieder Höllenqualen angesichts der dargereichten Erzeugnisse "französischer" Kochkunst :)

Aber auch als Nichtfranzose war ich nicht so begeistert von dem geschmacklichen Mix aus Ost und West. Vor allem aber war's mal wieder viel zu wenig. Hier in Japan habe ich noch kein Buffet erlebt, bei dem man sich mal so richtig satt essen konnte. Irgendeiner der Organisatoren ist da immer zu knauserig (und das bei dem Haufen Kohle, den man für die Teilnahme hinlegen muss...). Mehr Essen bei gleicher Qualität hätte man woanders locker für den halben Preis bekommen.

Ansonsten war die Party noch skurriler als die letzte. Eigentlich gehören zum Bonenkai viele Reden, Rückblicke auf das vergangene Jahr, eine Vorschau in das Neue, man spricht über berufliches und privates, Glückwünsche werden nachgereicht und Glück für Kommendes gewünscht. Im letzten Jahr war das auch noch ansatzweise so. Aber diesmal Fehlanzeige. Zwei kurze Eroffnungsreden am Anfang, die Profs kamen viel zu spät, Tokura-sensei erst eine halbe Stunde vor Schluss und sprach dann nur ganz kurz bevor dann Kawasaki-sensei mit seinem typisch japanischen "Kriegstanz" die Party schon nach sage und schreibe 2 Stunden beendete. Ok, länger hätte ich auch nicht stehen können, gab es doch keine rechte Sitzgelegenheit.

Dazwischen ein bischen Smalltalk unter Kollegen, der Kampf ums Essen am Buffet. Irgendwie nicht so ganz das, was ich mir immer unter einem echt japanischem Bonenkai vorgestellt habe und von anderen auch erzählt bekommen habe. Das es auch hier eigentlich anders gehen kann, zeigt eine von Rolands Erzählungen: Vor zwei Jahren fand das Bonenkai in einem noblen Onsen am Mt. Tsukuba statt und zog sich über den ganzen Abend hin... Na ja, Pech gehabt :(

"O-Miyage"

von Gunda

... benutzen die Japaner für Geschenke, Mitbringsel und Souvenirs.

Und das sagt schon einiges. Souvenirs bringt man z.B. selten für sich mit, sondern eher für andere. Innerhalb Japans bestehen diese zumeist aus regionalen Speisen. Ein besonders eingelegter Fisch, weiße Garnelen, ein besonderes Gebäck, Früchte usw. Auch aus anderen Ländern bringen die meisten Japaner gerne Landestypisches mit.
Wenn es eine Dienstreise war, bringt man den Kollegen eine regionale Süßigkeit mit, wenn es ein privater Urlaub war, bedenkt und beschenkt man einige Familienmitglieder. Wichtig: Es muß immer irgenwo draufstehen, daß es original und typisch ist und wo es herkommt. ;-)  (Und die Beschenkten sollten am besten auch wissen, daß man das da kaufen kann.) So kommen unter Umständen so interessante Situationen zustande wie z.B., daß Leute einfach an einem bestimmten Bahnhof aussteigen, da eine Landesspezialität (als Beweis sozusagen) kaufen und dann gleich wieder weiter oder nach Hause fahren. Deshalb gibt es in fast jedem Bahnhof noch vor dem Ausgang alles zu kaufen, was das Mitbringerherz begehren könnte. ... oder auf jedem Berg, an jedem berühmten Wasserfall usw.

Antrittsbesuche bei Chefs, zukünftigen Schwiegereltern und ähnlich zukunftsbeeinträchtigenden Persönlichkeiten werden natürlich auch immer von etwas wertvolleren Geschenken begleitet, die reihenweise von Kaufhäusern gleich für diese Verwendung vorgeschlagen werden.

Weil Obst nicht gerade billig ist, werden auch z.B. gerne Melonen o.ä. verschenkt. Manchmal werden Geschenke einfach ungeöffnet weiterverschenkt, weshalb immernoch die Geschichte von der "wandernden Melone" im Umlauf ist, die zum Schluß völlig vergammelt war und weggeschmissen wurde.
A propos "ungeöffnet": Geschenke werden nie in Anwesenheit des Schenkenden geöffnet. - Das schützt beide Seiten vor Enttäuschung, falls das Geschenk nicht gefallen sollte. (Beim Schenken muß man immer noch dazu sagen, daß es nur eine Kleinigkeit, häßlich und nichts wert ist. Und natürlich, was drin ist in der Verpackung.)

Aber im Prinzip muß man sich beim Schenken in Japan selten Sorgen machen. Es gibt überall Geschenkboxen nett verpackt mit vorallem Süßigkeiten zu kaufen. Normalerweise macht man sich in Japan bei einem Standard-Geschenk relativ selten Gedanken über die Individualtiät. Manchmal zählt, daß man überhaupt etwas mitgebracht hat, manchmal zählt der Preis oder die Marke der Geschenke.

Zum Valentinstag gibt es Schokolade für die Männer, am White Day Süßes für die Frauen.

Als ich einigen meiner Schüler erzählt habe, daß man in Deutschland normalerweise für jede zu beschenkende Person ein Geschenk individuell auswählt, das einen Bezug zum Beschenkten und / oder Schenkenden hat, waren sie ganz erstaunt. Ob das nicht sehr anstrengend sei, fragten sie mich. Ja, natürlich. Aber man bekommt im Laufe der Jahre ja auch irgendwie Übung darin.Cimg0656_small

Freitag fahren wir nach Deutschland und werden unseren größten Koffer mit Geschenken gefüllt durch das Land transportieren. Ein bischen komme ich mir vor, wie der Weihnachtsmann. Aber mir macht Schenken Spaß. Auch, wenn ich mir schon selber ein Paket zu meinen Eltern schicken mußte, weil nicht alles in den Koffer gepaßt hat.

Das originellste Geschenk, das ich hier in Japan bisher bekommen habe, waren zwei riesige Süßkartoffeln mit viel Erde dran. - Die hatte das Mädchen, dem ich Deutschunterricht gebe, selber zusammen mit ihrer Lehrerin auf deren Feld geerntet.

11. Dezember 05

Sayuri

von Thomas

Wir waren mal wieder im Kino. "Erinnerungen einer Geisha", der hier in Japan seltsamerweise "Sayuri" heißt (was auf den Filmplakaten dann auch noch in Romanji und nicht, wie sonst üblich, in Katakana geschrieben wird). Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Arthur Golden. Die Umsetzung ist auch gut gelungen, jedenfalls hat der Film uns beiden gefallen. Der Film spielt im Kyoto der 30er Jahre, einer ganz anderen Welt, als das heutige Kyoto. Zwar kann man in Gion, dem bekanntesten der ehemaligen Vergnügungsviertel von Kyoto, den Hanamachis, noch ein bischen was von diesem alten Flair erahnen, aber mehr ist es nicht, dazu ist heute alles dann doch zu künstlich und kitschig. Ab und an allerdings haben wir auch was wiedererkannt, hier einen Tempel, dort eine Pagode. Das war schon ganz nett... Ob der Film jetzt das "echte" alte Kyoto wieder auferstehen lässt, können wir natürlich nicht beurteilen, aber jedenfalls gibt er einem das Gefühl, ohne in kitschige Postkartenromantik zu verfallen. Er wirkt zumindest alles recht realistisch und glaubwürdig.Cimg0655_small

Interessant war die unverstellte Darstellung der amerikanischen Besatzer in den letzten Szenen des Films, die das Ende der alten Geisha-Kultur Kyotos nach dem 2. Weltkrieg zeigen. Derartig plump und banausenhaft, dass man sie wirklich nur als Gaijins bezeichnen kann. Und das in einem amerikanischen Film! Das hat den japanischen Zuschauern vielleicht gefallen, wie es dagegen angekommen ist, dass alle weiblichen Hauptrollen, einschließlich der Titelfigur, von Chinesinnen gespielt wurden, frage ich mich ja schon...

Uns hat es jedenfalls gefallen. Und weil wir ja doch öfter mal ins Kino gehen, haben wir jetzt auch vom Kino eine Pointo-Cado. Hätten wir schon längst machen sollen, dann hätten wir schon mindestens einen Film kostenlos gesehen. Wir vergessen halt immer, das diese Karten sich im Gegensatz zu Deutschland hier in Japan meist wirklich lohnen. Was hier allerdings sehr merkwürdig ist: Die Abendvorstellung sind in dem Kino deutlich billiger, als die anderen Vorstellungen. Ist ja sonst eigentlich immer umgekehrt.

Moviestar ?

von Gunda

Nein, ich habe noch nicht die Bodenhaftung verloren. (Ich denke da eher an die bissigen Zeilen des Liedes: "It´s so bizarre, you think you are a new kind of James Dean but the only thing I´ve ever seen of you was the commercial spot on the screen.") Auch, wenn ich gestern zu einem Vorstellungsgespräch der besonderen Art beim staatlichen Fernsehsender NHK (Homepage gibt's auch z.T. auf Deutsch.) eingeladen wurde. Die haben nämlich für ihre Deutsch-Radio- und Fernsehkurse (oder der andere?) Muttersprachler gesucht, und ich habe mich beworben.

Cimg0637_smallEine Interessante Erfahrung: Erst habe ich einen Fragebogen zu meiner Person ausgefüllt, meinen Namen auf einen großen Zettel schreiben müssen und ein Blatt bekommen, auf dem ein kurzer Text stand. - Ich sollte als Kostprobe meines "schauspielerischen Talentes" eine kleine Szene vorspielen. Alles natürlich vor vier Kameras und mit Mikrofon zum Anklemmen. Dann habe ich noch einige Fragen gestellt bekommen, die ich vor Aufregung nicht so toll beantwortet habe, wie ich es hätte tun können. Aber das wäre mir in jedem anderen Vorstellungsgespräch wohl auch passiert. (Die Stimmung war aber viel lockerer als bei einem normalen Vorstellungsgespräch.) Beeindruckend fand ich vorallem, daß ich nach ein paar Minuten die Kameras ignorieren konnte und es mir auch gar nicht viel ausmachte, ganz alleine auf einer riesigen Fläche auf einem Stuhl zu sitzen und ausgefragt zu werden. (Die aus vier Leuten bestehende "Jury" saß ungefähr 3-4 Meter von mir entfernt.)

Na, jedenfalls habe ich mein Bestes gegeben. Die Leute waren sehr nett, und ich wäre froh, diese neue Erfahrung machen zu können. Ich bin gespannt, was dabei rauskommt. (Immerhin habe ich noch 19 KonkurrentInnen...)
Wenn alles gut geht, arbeite ich ab Februar bis zum Ende unseres Japan-Aufenthaltes und habe damit endlich einen sicheren Job.
Dann bin ich vielleicht bald "bekannt aus Funk und Fernsehen". (Wenn man einmal davon absieht, daß das zu recht "interessanten" Tageszeiten läuft...)  ;-)))

p.s.: Vielen Dank an Thomas für die mentale Unterstützung und daß er mich nach Tokyo begleitet hat!

08. Dezember 05

Mal wieder Nihongo

von Thomas

200512081857Heute ging mein dritter Japanisch Sprachkurs hier in Japan mit einer kleinen Feier zu Ende. Und es war sicherlich der beste und effektivste, den ich hier bisher gemacht hatte (mit dem Kurs am Japonicum kann er allerdings auch nicht mithalten, aber das erwarte ich auch nicht). Ein gutes Lehrbuch, ein klares Konzept und ein guter, professioneller Lehrer, der Ruhe ausstrahlt, gut erklären kann und auch Humor hat. Selten ist Unterricht so kurzweilig gewesen. Das lag sicher nicht nur an Date-sensei, sondern auch daran, dass wir nur zu sechst waren (Leider waren wir oft auch nur zu fünft, da Gunda wegen ihrem Job und den Zahnproblemen oft nicht kommen konnte). Entsprechend oft kam man dran, musste was sprechen und bekam etwas mehr Übung.

Aber wenn ich jetzt sagen sollte, wieviel Japanisch ich jetzt kann, so habe ich immer noch das Gefühl, nichts zu können. Jedenfalls bei weitem nicht genug, um mich mit einem Japaner ordentlich zu unterhalten. Lesen kann ich jetzt mehr, auch mehr Verstehen, kenne mehr Vokabeln und Kanjis, die schriftlichen Übungen habe ich ziemlich gut hin bekommen, wenn es auch nur sehr langsam ging, aber wenn ich jetzt spontan was sagen müsste, wäre ich erstmal wieder sehr unsicher.

Aber vielleicht wird das ja noch was. Jetzt werden wir aber erstmal noch sehen, dass wir hier am AIST noch einen weiteren Kurs machen. Wenn wir Glück haben, wird ein Fortsetzungskurs für unseren eingerichtet, oder wir wiederholen den Kurs, einfach um das gelernte zu festigen, vor allem das Vokabular.

Mal sehen. In jedem Fall aber weiterhin "ganbatte kudasai!"

Unser neuer Mitbewohner

von GundaCimg0635_small

... heisst "PEACE 851", hat die Größe einer Mikrowelle und wird uns hoffentlich, Mari sei Dank, in Zukunft leckere Kuchen, Plätzchen und Aufläufe bescheren. Man stellt das gute Stück auf die Flamme des Gasherdes. Der Innenraum kann dann bis 300°C heiß werden. D.h., wenn ich das Teil so sauber kriege, daß wir dabei nicht an einer Rauchvergiftung sterben. Aber auch damit würden wir unseren Frieden machen.
Peace, ey!
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Be your own dentist

von GundaCimg0630_small

Eigentlich bin ich ja schonwieder fit. Aber bei der Heimwerkerparodie von MAD TV blieb mir doch glatt das Mittagessen im Hals stecken. - Der "Moderator" einer fiktiven Heimwerkershow zog sich da mit Hilfe des "neuen Dentist in a Box" einen Weisheitszahn selber, nachdem er sich vorher eine Betäubungsspritze gegeben hatte. Hinterher sagte er mit blutendem Mund: "Man, it's dead easy."
Hätte ich ja auch echt mal selber drauf kommen können, daß man das auch alleine machen kann... ;-)
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06. Dezember 05

Nikolaus

von Thomas

Wenn's dieses Jahr schon sonst nicht besonders weihnachtlich zu geht, wenigstens der Nikolaus hat bei uns vorbei geschaut und uns ein paar Dinge gebracht...

Für Gunda gab's ein Buch mit dem vielsagenden Titel "The Big Bento Box of Unuseless Japanese Inventions" von Kenji Kawakami, den Begründer des Chindogu und der Chindogu-Society. Was ist denn das? Nun, wie der Name des Buches schon sagt, geht es bei Chindogu um Erfindungen, die nützlich-unnützlich sind, d.h. sie funktionieren und man könnte sie auch benutzen, aber sie sind nicht wirklich praktisch und man sieht selten dämlich aus, wenn man sie benutzt. Beispiele: Regenschirme für teure Stöckelschuhe, eine Brille mit Trichtern auf den Gläsern, um Augentropfen gezielt ins Auge zu befördern, oder Ohrenschützer mit eingebauten Zeitschaltuhren...

Und was gab's für mich: Ein Feuerwehrautomodell, das Geräusche macht, wenn man draufdrückt und eine stylische kleine Küchenwaage aus Kyoto :)

P.S.: Zu den Geräuschen des Autos: Zum einen imitiert es die typisch japanische Sirene, aber zum anderen, und das ist noch viel typischer, hört man die Ansagen, die Feuerwehr-, Kranken- oder Polizeiwagen während sie zum Einsatzort fahren von sich geben, wenn sie sich im japanischen Straßenverkehr den Weg frei kämpfen, denn ohne direkte Aufforderung denkt der typische japanische Autofahrer gar nicht daran, an die Seite zu fahren...

05. Dezember 05

Wir kommen wirklich...

von Thomas

...und zwar nach Deutschland, allerdings schon einen Tag eher, als hier noch angekündigt, nämlich am 16. Dezember, statt dem 17. Dezember. Zurück geht es dann am 1. Januar, Ankunft hier in Japan am 2. Januar. Heute habe ich die Tickets abgeholt...

Das Wochenende haben wir angesichts der baldigen Reise mit massivem Geschenke einkaufen verbracht. Erst am Samstag bei uns in der Umgebung, am Sonntag dann ich Tokyo. Das meiste, aber natürlich noch nicht alles, haben wir jetzt zusammen und können eigentlich recht entspannt auf die Dinge blicken, die da kommen werden :)

Kein roter Faden...

von Gunda

...sondern ein schwarzer wurde mir dann heute aus dem Zahnfleisch geholt.
Interessanterweise mußte ich im Verlauf des Ziehens um eine Betäubung bitten. - War wohl nicht vorgesehen. Als ich dann die Fäden in ihrem rauhen Material da so liegen sah, konnte ich mir auch richtig gut vorstellen, warum das weh getan hat.
Na, jedenfalls scheint für den Arzt jetzt alles gegessen zu sein.
Bei mir meldet sich jetzt immer nachmittags die Stelle sehr stark. Aber alles in allem ist es schon um einiges besser als noch vor einer Woche.

Jetzt muß ich wohl nur noch durchhalten...

02. Dezember 05

Harry Potter und das Erdbeben

von Thomas

Cimg0612_smallHeute Abend waren wir nach langer Zeit mal wieder im Kino. Harry Potter musste dran glauben. Na ja, wir mussten auch dran glauben ;)

So richtig toll war der Film nicht. Tricks und so waren ok, Schauspieler (you-know-who vor allem...) auch, spannend war es irgendwie auch, aber so richtig war das alles nix. Der Film hetzte atemlos durch die Geschichte, viele Szenen waren nur wenige Minuten, ja Sekunden lang. Wer da das Buch nicht kennt, weiß gar nicht was los ist. So wirkte es wie ein Best-of für die Leser, die Bilder im Buch vermissen...

Erinnerte mich etwas an den ersten Film, der auch versuchte, jede Szene hineinzuquetschen und dabei vergaß eine eigene Geschichte zu erzählen. Das Problem ist klar, die Bücher sind zu dick, man muss was weglassen, aber dann muss man auch kreativ sein und die verbleibenden Szenen mit neuen, kürzeren Ueberleitungen miteinander verbinden, sonst bleibt es Stückwerk. Ich glaube, der dritte Film war in der Hinsicht am besten. Ok, dafür wurde er für seine geringe Werktreue kritisiert. So ist es aber auch nicht besser...

Ach ja, als besonderes Schmankerl gab's dann noch ein kleines Erdbeben während der Vorführung... :)

Neues aus der Werkstatt

von Gunda

Ich hab mir mein eigenes Reha-Programm zusammengestellt und gebastelt, um mich etwas abzulenken.

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