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« Oktober 2005 | Start | Dezember 2005 »

30. November 05

Fit wie der Weihnachtsmann

von Thomas

Leider ohne Bild, aber einen kurzen Kommentar muss ich doch schreiben: Als ich heute ins Fitness-Studio kam, bin ich ja fast die Treppe runtergefallen, als ich die quer durch den Eingang gespannten silbernen Weihnachtsgirlanden gesehen habe, dazu an jeder erdenkliche Stelle irgendwas weihnachtliches, Tannenzapfen, goldene Schleifen, Tanne, Kugeln usw. usw.... Das nicht noch die Angestellten eine Nikolausmuetze auf dem Kopf hatten, war alles :)

Hey, Leute, ist das denn nicht doch ein bischen zu viel des Guten?

29. November 05

Herbstbilder

von Thomas

200511291230_1 200511290933 

28. November 05

Frau Schmidt hilft.

von Gunda

Ungefähr die Hälfte der Leute, die ich kenne, hat sich schonmal den Weisheitszahn rausnehmen lassen und damit keinerlei Probleme gehabt. Aber da ich ja Komplikationen sammle, mußte es auch in diesem Fall dazu kommen.
Hier der Verlauf in Kurzform:

Montag:
Weisheitszahn rausnehmen lassen. Wegen Platzmangel hat er ein Viertel einer sauteuren Krone einfach weggebohrt. (Hätte man da nicht lieber den Zahn anbohren können, der eh raus soll?) Ich bekam Schmerzmittel für diesen Tag und dann noch was nicht genauer Erklärtes für die nächsten drei Tage. - Vermutlich für Wundheilung und gegen Entzündung. ("Wenn morgen noch was weh tut, holen Sie sich Schmerzmittel in der Drogerie.")
Kühlen zu Hause. War mehr ein Instinkt, keine Empfehlung des Arztes.

Dienstag:
Nochmal zum Nachgucken. Tat immernoch ziemlich weh, mußte aber wohl so sein. - Drei Tage zu erwarten.

Mittwoch:
Feiertag. Noch immer keine Besserung. Mit Eisbeutel und Schmerzmitteln im Gepäck ins Aquarium nach Oarai. Alle zwei Stunden Pillen schlucken, weil die aus der Drogerie zu schwach für den Terror im Kiefer sind. Abends dann das Unausweichliche: Der Magen macht nicht mehr mit. Immerhin habe ich gerade noch Bahn und Bürgersteig geschont und erst zu Hause alles von mir gegeben.

Donnerstag:
Wieder zum Zahnarzt. So geht das ja nicht weiter. Drei Tage sind ja auch um. Drei Nächte nicht geschlafen, zwei Tage gekotzt. Vielleicht ist da was faul? Der Zahnarzt lächelt milde, sagt, die Übelkeit käme von den Tabletten, ich solle da etwas aufpassen. Lokalanästhetikum draufgeschmiert und fertig.

Freitag:
Neenee, jetzt hab ich vier Nächte nicht geschlafen und die Kotzeritis hat trotz Tablettenstop nicht aufgehört. Also wieder (vorsichtshalber mit Plastiktüte im Bus) zum Arzt. Jetzt kam es ihm auch komisch vor. Er hat den Zahn geröngt und festgestellt, daß ich beim Ziehen zu wenig geblutet habe. Normalerweise füllt das Blut wohl die Stelle des Zahns aus und baut sich langsam ab. In meinem Fall liegt der Knochen trocken, was wohl wehtut. (Ich hatte mich schon gewundert, woher er das Wort "knochentrocken" kennt...) Kann man nix machen; das geht irgendwann weg. Na klasse!
Und die Übelkeit? Wohl auch...
Lokalanästhetikum drauf, fertig.

Als Thomas abends nach Hause kommt, vegetiere ich wie schon seit Tagen im Bett rum und renne ständig zum Klo. Nichtmal ein Schluck Wasser bleibt mehr drin. Diesmal ist es anders, da krieg ich kaum noch was mit und hab noch dazu heftige Migräne. Thomas ergreift also die Gelegenheit, daß ich mich kaum noch wehren kann, um unter unseren deutschen Bekannten mit fließendem Japanisch rumzutelefonieren, wer uns im Krankenhaus helfen könnte oder uns zumindest eins nennen kann, das nachts auf hat. Leider sitzt nunmal nicht jeder am Freitagabend neben dem Telefon falls ein Notfall reinkommt. Zum Schluß bekommen wir von Edith die Telefonnummer einer uns unbekannten Frau Schmidt, die im Nachbarort wohnt. Die holt uns kurz darauf samt aufgewecktem Kind (Takao Thomas) von zu Hause ab und fährt uns ins Krankenhaus.

Interessante Frage gleich zu Anfang: "War das ein Zahnarzt, der Ihnen den Zahn rausgenommen hat?"  (Wäre ich besser drauf gewesen; ich hätte geantwortet: "Nein, wissen Sie, in Deutschland holt man sich eine Zange im Baumarkt und ruft den kräftigsten seiner Bekannten an...") Dann kam der Magenspezialist, der erstmal mit Ultraschall eine Magenschädigung ausschließen wollte. Anschließend bekam ich zwei Stunden lang eine Infusion, die vorallem dazu da war, meinen Flüssigkeits- und Nährstoffverlust der letzten Tage auszugleichen. Ne Spritze gegen Migräne und Tabletten gegen Übelkeit und für den Magen. (Da hab ich auch noch welche für drei Tage mitbekommen.) Ob ich das Wochenende über dableiben will? Ist das ein Witz? - Natürlich nicht!
Um 2h waren wir per Taxi wieder zu Hause. Ich bin ins Bett gegangen, und Thomas hat sich noch was zu essen gemacht. Wie ich am nächsten Morgen festgestellt habe, war er so durcheinander, daß er den Herd angelassen hatte...

Samstag:
Immernoch Zahn- und Kopfschmerzen. (Wenigstens hab ich wieder Hunger, und alles bleibt drin...) Kühle alles ganz tapfer. Thomas macht Weihnachtseinkäufe, ich vegetiere noch ein bischen...

Sonntag:
Schon alles viel besser, also komm ich mal mit Thomas kurz in die Stadt. - Schwerer Fehler! Am Abend ist alles wieder Mist.

Montag (also heute):
Laaaaaaaaaaaaangsaaaaaaaaaaaaam ist Besserung in Sicht. (Ich kann sogar wieder kurz vorm Computer sitzen oder zwei Seiten am Stück in nem Buch lesen.) Noch etwas Kopfschmerzen und ziemliche Zahn-Phantomschmerzen. Aber es geht aufwärts.

Morgen werden die Fäden gezogen und ich muß unterrichten. - Halleluja!

Eins muß ich an dieser Stelle noch anmerken: Thomas ist der tollste und beste Krankenpfleger, der mir je über den Weg gelaufen ist! Ein ganz ganz großes DANKESCHÖN an ihn!!! (Auch, wenn ihn die Sorge fast mit krank gemacht hat...)

Advent, Advent kein Lichtlein brennt :(

von Thomas

Als ich Samstag mit meinen Eltern telefonierte und sie mir über den heftigen Schneefall zu Hause erzählten, erwähnte meine Mutter auch, dass Sonntag ja der 1. Advent ist.

Ach her je... Das letzte Jahr war es ja schon schwer mit den weihnachtlichen Gefühlen hier Japan, aber dieses Jahr kriegen wir das gar nicht hin. Das Gestern der erste Advent war, war mir gar nicht in den Sinn gekommen. Konnte es denn schon so weit sein? Na ja, stimmt, eigentlich hatten wir ja geplant, nach Tokyo zum Adventsbasar zu fahren, da musste also irgendwas sein, hätte man sich eigentlich denken können. Aber da Gunda immer noch heftig unter den Nachwehen ihrer Zahnoperation leidet, war an eine Fahrt nach Tokyo nicht zu denken.

Aber stopp, ich hab mich doch Samstag erst über den ganzen Weihnachtskitsch hier Japan beschwert? Da muss man doch an Weihnachten denken! Ja, wirklich? Nein, denn hier ist alles so sinnentlehrt, dass es eher das Gegenteil bewirkt und man die Ganze Sache verdrängt. Und so hilft es dann nichts, wenn die Stofftiere im Museumsschop jetzt alle eine Weihnachtsmannmuetze tragen, die Parkplatzordner in Gotemba ein Weihnachtsmannkostuem, wenn man bei Starbucks Weihnachtsbecher bekommt, einem im Seibu-Kaufhaus die Geschenke in Weihnachtspapier eingepackt werden und bei "Comm ca ism" die Beatles jetzt Weihnachtslieder singen und alles voller Weihnachtsbäume ist. Wenn dann mitten in der Weihnachtsdeko ein Osterhase sitzt, dann weiß man sofort, dass hier eigentlich niemand so recht weiß, was er da eigentlich tut!

Hinzu kommt noch das ganz und gar unweihnachtliche Wetter, während Deutschland im Schnee versinkt, scheint hier nach dem Ende der herbstlichen Regenzeit permanent die Sonne und tagsüber ist es schon wieder richtig warm. Die Ginkobaeume tragen noch ihr herbstliches Gelb und die Ahornbaeume leuchten noch rot. Und die Blätter der Baeume entlang der Straße auf dem Weg zur Arbeit sind sogar noch frisch und grün. Wie soll man da in Stimmung kommen?

Als Notfallmassnahme hab ich jetzt erstmal ein paar Weihnachtslieder auf meinem iPod aktiviert, vielleicht hilft es ja... Und vielleicht kriegen wir ja auch noch etwas Adventsdeko in unserer Wohnung hin. Mal sehen...

26. November 05

All überall...

von Thomas

200511261730_1...auf den Tannenspitzen seh ich goldene Lichtlein blitzen.

Bilde ich es mir nur ein, oder ist die japanische X-mas mania wirklich noch schlimmer in diesem Jahr als im letzten?

25. November 05

"Wir sind Kaiserin"

von Thomas

hätte man in Deutschland wohl analog zum aktuellen "Wir sind Kanzlerin" getitelt, angesichts der nun getroffenen Entscheidung, dass ein momentan noch dreijähriges Mädchen einmal Kaiserin von Japan werden darf.

Die Regierung hatte am Anfang des Jahres eine Kommission eingerichtet, die ein neues Gesetzt zur Regelung der Thronnachfolge ausarbeiten sollte. Nun ist der Entwurf fertig und es ist ein Bruch mit einer fast 2000jährigen Tradition: Zum ersten mal wird jemand den Chrysanthemen-Thron besteigen dürfen, dessen Vater nicht Kaiser war, sondern dessen Mutter. Kaiserinnen gab es nämlich schon durchaus (verboten wurde dies erst nach dem II. Weltkrieg), achtmal glaube ich, aber nie durften ihre Kinder Kaiser werden, sondern man wich dann auf einen Bruder der Kaiserin aus, dessen Kinder dann die Thronfolge antraten. So ist Japan bis heute das einzige Land mit einer rein männlichen Linie seiner Herrscher und das seit eben fast 2000 Jahren.

Nun ist es damit aber vorbei. Prinzessin Aiko darf einmal den Thron besteigen und eines ihrer Kinder (und zwar das älteste, gleich welches Geschlecht es hat) wird ihr nachfolgen.

Notwendig wurde diese Änderung, weil es in der aktuellen Kaiserfamilie die jüngste Generation einfach nur aus Mädchen und Frauen besteht. Alle Kinder, Brüder, Onkel und Cousins des Kaisers haben nur Mädchen zur Welt gebracht. Die einzige Alternative wäre gewesen, auf ehemalige Mitglieder der Kaiserfamilie zurückzugreifen. Das wollte man aber nicht, da man es für schwieriger hielt, das der Öffentlichkeit plausibel zu machen, als eine weibliche Linie in der Thronfolge. Und das wohl zurecht, wie Umfragen zeigen.

Also dann, warten wir noch ein paar Jahre und dann wird auch über Japan eine Frau herrschen ;)

23. November 05

Fischsuppe

Fischsuppe

von Thomas

Mit Petra und Roland in der Auqua World in Oarai.

21. November 05

Matschbacke

von Gunda

Im Moment sitze ich mit Eisbeutel, Matschbacke und einem Weisheitszahn weniger vor dem Rechner.Cimg0389_small

Fazit:

- Beim Zahnarzt zieht man hinter der Tür die Schuhe aus und schlüpft in vorgewärmte Latschen aus der Heizvitrine. (Vielleicht werden die da auch UV-desinfiziert...)
- Im Behandlungsraum steht die Kasse für die Bahandlungskosten. (Wie im Supermarkt...)
- Wenn man mit nur einer Sache kommt, geht man mit zwei anderen noch nötigen Dingen wieder nach Hause.
- Zahnziehen hat was Martialisches. (Ich durfte das Teil mitnehmen!)
- Das Lätzchen ist aus Stoff, der Mundausspülbecher aus Metall.
- Manchmal kommt es teurer als man denkt. (Aber längst nicht so teuer wie in Deutschland.)
- Alles herrlich unbürokratisch.
Cimg0390_small- Eisbeutel aus dem 100-Yen-Shop sind toll, aber man kann sie nicht wiederverwenden.
- Japaner scheinen ihren Schmerz nicht so zu zeigen. Jedenfalls waren alle erschreckt über meine Reaktionen.
- Toll: Ich muß nicht leiden, weil hier lieber einmal zu viel als einmal zu wenig Schmerzmittel genommen wird.

"Mein" Zahnarzt ist einer meiner Deutsch-Schüler. Ich habe ihm gedroht, daß ich ihm falsches Deutsch beibringe, wenn was schiefgeht.  ;-)  Aber das hier scheint einfach der ganz normale Wahnsinn zu sein...

Hakone

von Thomas

Wie man unseren letzten Eintraegen entnehmen konnte, waren wir von Freitag bis Sonntag in Hakone. Ziel war es ja eigentlich, sich Berghaenge ueber und ueber bedeckt mit roten Ahornblaettern anzusehen. Aber wie schon vor einem Jahr, war der Efolg in der Hinsicht eher durchwachsen. Irgendwie scheint Hakone nicht der beste Ort fuer rotes Laub zu sein... Oder es war wieder die falsche Zeit.

Wie sah es denn nun aus? Viele Baeume waren schon kahl oder die Blaetter waren eher braun als rot. Einzelne schoene Baeume mit gelben oder roten Blaettern oder einem bunten Gemisch an Farben gab es aber auch und ein paar gute Photos konnten wir durchaus machen. Aber eben nichts, was auch nur annaehernd an diese Werbebilder rankommt, auf denen alles rot ist, soweit das Auge reicht. Na ja, vielleicht wird das ja noch irgendwann mal was.

Ansonsten war es aber eine schoene Zeit. Wir hatten uns einen 'Hakone Free Pass' besorgt und sind mit dem 'Romance Car' der Odakyu Line dorthin gefahren (Na ja, der Zug war weniger romantisch, als bequem und schnell, aber egal). Der Pass hat den Vorteil, dass man mit ihm mit den meisten Verkehrsmitteln in Hakone dann kostenlos fahren kann, was schon eine erhebliche Ersparrniss ergibt (Man kann Zuege, Busse, Schiffe, Seilbahnen usw. auf den wichtigsten Strecken mit dem Ding benutzen).

In Hakone angekommen, sind wir erstmal mit dem Bus zu unserem Ryokan gefahren. Ein kleines, gemuetliches Gaestehaus, relativ zentral im Hakone-Gebiet gelegen. Hakone ist bekannt fuer seine vielen heissen Quellen und auch in unserem Ryokan gab es draussen ein Becken mit heissem Bergwasser. Erst war ich ja etwas im Zweifel, ob es ein gute Idee ist, nachts bei unter 10 Grad dort baden zu gehen, aber letztlich hat es sich gelohnt. Die Sache mit den heissen Quellen in Japan ist wirklich was feines. Einaml muessen wir auch mal in ein richtiges traditionelles Onsen gehen. Haben wir bisher leider noch nicht geschafft.

Bevor wir allerdings gebadet haben, wollten wir noch etwas die Gegend erkunden. Aber wir waren schon etwas "spaet" dran und so gab's nicht mehr viel zu sehen. Ist schon komisch, dass in solchen Touriziel ab 5 Uhr schlagartig alles dicht macht, kein Mensch mehr auf der Strasse ist und man Glueck haben muss, wenigstens noch ein offenes Lokal zu finden. Spaetestens um 8 Uhr ist dann aber endgueltig alles dicht, wie man uns gleich nach der Ankunft erklaerte.

Wir hatten dann noch ein kleines japanisches Lokal in der Naehe unseres Ryokans gefunden. War ein ziemlich skurilles Erlebnis. Der Koch und der Wirt hatten nicht viel zu tun (wir waren die einzigen Gaeste), und konnten sich intensiv um uns kuemmern... Als wir sagten, woher wir kamen, wurden wir erstmal zakig militaerisch gegruesst (ja, die alten Zeiten...) und bekamen eine deustche Fahne auf den Tisch gestellt. Dann gab's imme rmal kleinere Gespraechsversuche, wir bekammen noch ein paar Extras zu unserem Esse dazu (Nachtisch, etwas Obst, anderen Tee) und als wir gingen, bekamen wir noch ein paar Origami-Teile geschenkt und der Wirt wollte sich unbedingt mit uns fotographieren lassen... Netter Abend :)

Am anderen Tag gings dann frueh los. Zum Ashi-See. Mit unserem Free-Pass konnten wir auch quer ueber den See fahren, allerdings nur mit den kitschigsten Booten, die ich jeh gesehen habe: Aufgemacht wie alte Piratenschiffe, mit Plastik-Piaraten auf dem Deck udn falschen Segeln, in knalligen Farben angestrichen und mit goldenen Verzierungen versehen. Puh, das Auge tut einem da weh. EIn Schande, wenn man bedenkt, wie schoen die Landschaft drumherum ist... Aber was soll man machen, man will ja was erleben. Vom Schiff aus hatte man einen guten Blick ueber die Berge im Hakone-Gebiet und als Hoehepunkt tauchte dann irgendwann der Fujisan auf. Leider kamen bald Wolken auf und bis zum Abend war von Japans groesstem und beruehmtesten Berg nichts mehr zu sehen.

Das Schiff fuhr vonTogendai nach Hakone-machi. Beides kleine Nester, nur aus Hotels, Gaestehaeusern, Lokalen udn ANdenkenlaeden bestehend. Aber was erwartet man auch sonst? In Hakone-machi haben wir dann erfahren, dass der Tourismus in Hakone auf einen Deutschen zurueckgeht. Paul Schmidt heisst der Gute und in Hakone-machi hat man ihm ein Denkmal gebaut. Vor ueber hundert Jahren kam er als Geschaeftsman nach Japan, verlor sein Herz an Hakone und began es touristisch zu erschliessen. Wer haette das gedacht...

20. November 05

Die singenden Hirsche

von Thomas

... alle Stunde im Restaurantbereich eines Shoppingcenters.

Download CIMG0369.AVI

Einfach so...

Einfach so...

von Thomas

...seine Sachen an den Tisch stellen und sich dann in Ruhe sein Essen hohlen, ohne Angst haben zu muessen. Das geht halt nur in Japan! Hoffentlich noch lange...

Fuji-san

Fuji-san

von Thomas Der Fuji-san mit Wolken am Gipfel von Gotenba aus fotographiert.

19. November 05

Schwarze Eier

von Gunda

Download CIMG0351.AVI

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Hier kommt Schwefeldampf mit einer Menge anderer Gase aus Vulkanspalten. (Husten und Frosch im Hals inklusive. Thomas: "Das ist hier bestimmt ein Duftkurort.") Die Hitze bringt die Quellen zum Kochen. Hineingelegte Eier werden schwarz und dann an Ort und Stelle gegessen. Eigentlich wollte ich auch eins probieren. Aber die gab es nur im Sixpack...Cimg0338_small_3Cimg0353_small_1Cimg0333_small_1Cimg0354_smallCimg0327_small

Sexy Onsen

Sexy Onsen

von Gunda

Das gibt es hier im Convinience Store: Ein Onsen-Fuehrer mit nackten badenden Kindfrauen in zweideutigen Posen.
Na denn: Auf ins Onsen!

18. November 05

Tote Hose

Tote Hose

von Thomas

Faszinierend! Es ist kurz nach sechs und in diesem Urlaubsparadies ist alles dicht. Grabesstille, kein Mensch auf der Strasse...

Posthaltestelle

Posthaltestelle

von Thomas Irgendwo mitten in der Gegend von Hakone, eine Haltestelle, die gleichzeitig als Briefkasten! Erst holte ein Maedchen dort ihre Post ab, dann kam jemand und lieferte Zeitungen aus...

15. November 05

7-5-3 (Shichi-go-san)

von Gunda

Cimg0123_smallNein, ich habe nicht verlernt zu zählen.

Heute war das 7-5-3-Fest, bei dem alle 7- und 3-jährigen Mädchen und alle 5-jährigen Jungen zum Schrein gebracht werden, um für ihr gesundes und glückliches Aufwachsen zu beten. (Thomas meinte dazu: "Die Mädchen werden zweimal gesegnet; die haben's wohl nötig...")Cimg0121_small

Schon im Vorfeld konnte man Werbung für prächtige (und sauteure) Kinder-Kimonos überall sehen. Da muß dann ja was los sein, an so 'nem Tag. Auch, wenn es ein Wochentag ist? - Ich war mir nicht sicher.

Cimg0122_smallIch bin also nach Tokyo zum Meiji-Schrein gefahren (einer der größten und bekanntesten Schreine Tokyos), um Kinder zu fotografieren. Leider war der Andrang nicht so groß wie erhofft. Ich habe innerhalb von zwei Stunden ca. 10 Kinder entsprechenden Alters gesehen, wovon die Hälfte zwar schick gemacht, aber in westlicher Kleidung auftauchte. Rausgekommen sind also ein paar Fotos im Vorbeigehen. Das wollte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und habe zum Schluß ganz mutig eine Mutter mit dreijährigem Kimono-Mädchen angequatscht, ob ich ein Foto machen darf. Trotzdem meine Frage auf Japanisch war, bekam ich natürlich eine englische Cimg0126_smallAntwort. - Ich durfte. Und plötzlich wurde aus dem süßen Kind mit Stofftier auf dem Arm ein Püppchen, das genau wußte, wie sie sich hinstellen mußte, damit der Kimono auch gut zur Geltung kommt. (Vorher habe ich noch ein Kind gesehen, das beim Anblick der elterlichen Kamera immer in ein statisches Grinsen verfiel.)Cimg0138_small

Ich vermute einfach mal, daß an einem Wochentag Kinder in Schule und Kindergarten sind und Eltern (zumindest Väter) arbeiten müssen. Ich glaube, die holen das am Wochenende nach. Vergangenes Wochenende habe ich zumindest schon eine Familie an einem Schrein Fotos machen sehen.Cimg0106_small

Mal sehen, ob uns dann was über den Weg läuft. Jedenfalls haben wir etwas andere Pläne: Ab nach Hakone, in die Berge, ein bischen spazieren und in eine heiße Vulkanquelle.

Seebeben

von Thomas

Heute morgen gab es zusätzlich zum Wecker noch ein Erdbeben, dass unseren Schlaf beendete. Passiert ist nichts, das Epizentrum des Bebens lag weit draußen im Pazifik vor der Ostküste Japans. Bei uns kam es dann nur noch als leichtes, aber recht lange andauerndes Beben an. Alles steht noch, nix passiert, auch kein Tsunami.

Das nur zur Info, falls mal wieder irgendein deutscher Sender etwas zuviel Seemansgarn über ein "schweres Erdbeben in der Nähe von Tokyo" erzählt....

14. November 05

Rückschau auf ein Jahr Japan IV: Das Blog & die Webseite

von Thomas

Mit etwas Verspätung noch ein abschließender Beitrag in meiner kleinen Rückschaureihe. Und zwar fehlen noch ein paar Gedanken zu dem Blog selber und zu unsere Website. Die Idee, dazu mal etwas zu schreiben, kam mir, als jemand mal eine Kommentar schrieb, dass unser Blog inzwischen auf der "Standardschiene" fahre. Schon damals war mir vor allem gar nicht klar, was überhaupt die Standardschiene für ein Blog sein sollte, aber jedenfalls machte ich mir dann ein paar Gedanken, wie sich unser Blog eigentlich entwickelt hat. Ein paar dieser Gedanken und ein kleiner Rückblick auf die Geschichte der Website, gibt's nun im Folgenden:

Angefangen hat es mit Gundas Vorschlag, dass es doch toll wäre, wenn wir eine Website zu unserem Jahr in Japan machen würden. Einerseits könnten wir dort nützliche Infos für die Leute unterbringen, die uns mal besuchen wollen, andererseits, könnte man dort ein paar Erlebnisberichte drauf packen, so dass wir nicht ständig e-Mails an diverse Leute schicken müssen. Die Zielgruppe waren also unsere Familien, Freunde und Bekannte, die wir nicht ganz aus den Augen verlieren wollten und die so die Chance hätten, über unseren Werdegang auf dem Laufenden zu bleiben. Das die Seite dann auch zwangsläufig auch von anderen Leute gelesen würde, war uns gar nicht so bewusst, jedenfalls stand es nicht im Mittelpunkt unsere Idee. Nur vorweg, inzwischen ist es ganz anders, allerdings weniger was unsere Absichten angeht, als wie mehr die Struktur der Leserschaft. Aber dazu später mehr.

Also gesagt getan, Gunda hat fleißig Texte für die Website entworfen und ich hab dann daraus die Seiten erstellt. Da Ganze sollte ziemlich schlicht werden, die wichtigsten Infos, ein paar nette Links, ein Einstieg für die Leute, die mal so ein bisschen nach uns sehen wollten und in was für einer seltsamen Gegend wir uns hier herumtreiben. Wichtig war natürlich das Photoalbum, das mache ich mit einem Programm von Adobe, das ist nicht optimal, weil man nur sehr wenig Gestaltungsmöglichkeiten hat, aber was besseres habe ich nicht nicht gefunden. Leider hinken wir mit den aktuellen Bildern weit, weit hinterher...

Das allerwichtigste war aber unsere Nueigkeitenrubrik. Was genau ein Blog war, davon hatte ich vor einem Jahr noch gar keine richtige Vorstellung, schon gar nicht davon, wie weit verbreitet so was ist und das es da Angebote gibt, die so simpel zu bedienen sind, wie z.B. das, welches wir jetzt nutzen. Also hatte ich mir selber was überlegt und eine Neuigkeitenseite entworfen, die man auch immer noch bewundern kann.

Nach ein paar Monaten reichte es mir aber, es war viel zu umständlich auf diese Weise viele Beiträge immer aktuell zu veröffentlichen, und das war ja wichtig, wenn man die Daheimgebleibenen auf dem Laufenden halten wollte. Mal ein Bild einzufügen ging auch nicht so einfach, ebenso war es umständlich, wenn man mal was ändern wollte oder einen Beitrag ergänzen wollte. Also fing ich an, mich um zuschauen, was es denn für Alternativen gab und bin dabei auf die Blogs gestoßen. Und davon war ich sofort begeistert. Alles war ganz simpel und schnell zu machen und innerhalb von ein paar Tagen, hatte ich unsere alten Beiträge alle übertragen und die alte Website eingestellt.

Und somit hatten wir nun ein echtes Blog und waren Teil einer riesigen Community!

Seitdem hat sich das Blog sehr gewandelt und die eigentliche Website etwas in den Hintergrund gedrängt. Da man schnell was veröffentlichen kann, sogar vom Handy aus, macht man es letztlich auch. Fällt einem unterwegs was auf, setzt man einfach per Handy ein Bild mit einem kurzen Text rein, die ich dann manchmal noch in Ruhe ergänze. Überhaupt kann man auch ganz schnell ein paar Bilder veröffentlichen, nicht so viele, wie in dem Photoalbum, aber dafür schneller und man beschränkt sich eben auf die Highlights. Die Themen sind auch vielfältiger geworden, weg von den tagbuchartigen Erlebnisberichten, die es auch noch gibt, hin zu kleinen Berichten, über die Dinge, die wir als typisch für Japan empfinden, die uns auffallen, die wir kurios oder einfach nur witzig finden. Ab und an mal was politisches oder sonstige Ereignisse des Tages, kurz ein Spiegel unserer Wahrnehmungen und Gedanken zu dem Land, in dem wir seit über einem Jahr leben.

Manches ist natürlich auch rein dem Spieltrieb geschuldet, wie z.B. viele der Links links und rechts am Rand, vor allem die Statistiksachen, aber da habe ich nun mal Spaß dran, sorry, falls das jemand blöd findet...

Aber die Statistiken erzählen einem natürlich auch was. Vor allem erzählen sie einem, dass die von uns gesuchte Zielgruppe unsere Leute in Deutschland eigentlich nur eine Minderheit der Leser dieser Website ausmacht. Hauptbesucher sind inzwischen Leute, die wir gar nicht kennen, die aber immer wieder kommen, Beiträge lesen und auch Kommentare schreiben (weit über 100 sind es inzwischen, vielen Dank an alle Schreiber an dieser Stelle!), während unsere Zielgruppe oft nur mit leichter Gewalt zum Lesen bewegt werden kann... Dazu kommt dann noch ein Haufen Leute (momentan kommen fast 50 verschiedene Besucher jeden Tag auf diese Seite), die über Suchmaschinen wie google auf diese Seite stoßen und oftmals nur für einen kurzen Augenblick hier verweilen, weil sie nicht das finden, was sie suchen (nein, wir betreiben keine Sexseite und hier gibt es keine Bilder, auf denen man sieht, was japanische Schulmädchen unter ihrem Minirock tragen, auch wenn die Suchanfrage "unter den Minirock" mal direkt auf unsere Seite führte...), aber leider können wir nicht alle Wünsche befriedigen (nein, Sex in Japan ist nicht das Thema dieser Seite, lieber Googler...) und manche Anfragen sind auch zu skurril, so interessierte sich heute z.B. mal jemand für "essen aus toiletten in japan"... Ich muss unbedingt mal eine Best-of-Liste der absurdesten Google-Anfragen machen :)

Aber manche finden auch das, was sie suchen, lesen einige Berichte, kommen wieder, hinterlassen eine Gästebucheintrag oder einen Kommentar und darüber freuen wir uns natürlich sehr und es spornt einen ja auch, wenn man etwas positive Resonanz bekommt. Und jetzt weiß ich immer noch nicht, ob wir ein Blog auf der Standardschine haben, aber auf jeden Fall haben wir ein Blog mit einer kleinen, aber wachsenden Leserschaft, die ganz anders aussieht als geplant und erwartet und das macht die Sache natürlich auch für uns spannend und interessant, vor allem die Frage, was da alles noch kommen mag...

Aber irgendwann wir die Sache hier auch ein Ende haben, genauso wie unsere Zeit hier in Japan. Mal sehen, was wir dann machen werden. Jetzt müssen wir auf jeden Fall uns auch mal wieder um unsere Website kümmern, Links ergänzen, einige nicht mehr aktuelle Texte ändern und vor allem das Photoalbum auf den neuesten Stand bringen (oh je, was das für eine Arbeit wird...) und ich möchte vor allem immer noch die Optik der ganzen Sache etwas aufpeppen, irgendwie, finde ich das Layout zu langweilig... Na ja, mal sehen.

Jetzt hoffe ich, dass ich niemanden zu sehr gelangweilt habe oder gar vergrault habe, aber, das habe ich inzwischen auch gemerkt, so ein Blog ist auch gut, um all die Gedanken und Anregungen, die das Leben hier in Japan so produziert, los zu werden und wenns vielleicht auch für andere langweilig ist, für mich ist es eine recht hilfreiche Sache, denn auch nach einem Jahr ist der Input immer noch so groß, dass man einfach ein kleines Ventil braucht, um mal etwas angestauten Ballast abzubauen. Und das ergibt dann eben solche "Laberbeiträge" ;)

 

13. November 05

Yodobashi Akiba

von Thomas

200511131601_1Schon die Yodobashi Camera Filialen in Shinjuku übertrafen alles, was man aus Deutschland im Bereich Elektronik-Kaufhaus kennt kennt. Aber das, was da jetzt in Akihabara steht, sprengt jeden Rahmen... Über 15 Etagen (davon 6 unter der Erde) mit über 25000qm Gesamtflaeche erstreckt sich das nunmehr größte Elektronik-Kaufhaus Tokyos (Man muss dabei bedenken, dass alle anderen Geschäfte in Akihabara zusammen eine Verkaufsfläche von etwas mehr als 60000qm haben und das reichte schon für ein beeindruckendes Warenangebot). Und das Angebot erschlägt einen förmlich. Dutzende Modelle an Flachbildschirmen, Laptops aller Art und Größe, eine schier unendliche Unmenge an Zubehör. Was es dort allein an Druckerzubehoer gibt, übertrifft das Gesamtangebot mancher Mediamarkt-Filiale... Natürlich reichte es erstmal nur für einen kurzen Schnupperbesuch, bis man da durch ist, dauert es noch eine Weile und braucht noch einige Fahrten nach Tokyo...

Bevor wir übrigens in dem Elektronikmekka waren, waren wir an einem gänzlich anderen Ort. Wir haben es endlich mal wieder geschafft, in die Kirche zu gehen. Und haben gleich einen ganz besonderen Gottesdienst erwischt. In der deutschen-katholischen Gemeinde wurde des Todestages einer polnischen Ordensgründerin gedacht und aus dem Grunde nahm ein japanischer Bischof an dem Gottesdienst teil, der teilweise in japanisch, teilweise in Deutsch gehalten wurde, was eine interessante Erfahrung war.

Interessant fand ich es auch, als ich nach der Kirche ein Gespräch mitbekam, in dem sich zwei Leute darüber wunderten, dass der Gottesdienst Zweisprachig war! Ja Leute, wo lebt ihr denn hier? Ist euch schon mal aufgefallen, dass ihr nicht mehr in Deutschland, sondern in Japan seid?

12. November 05

Arakawaoki Eki

von Thomas

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11. November 05

Die Zwei

von Gunda

Da Ortrun ja zwei Wochen lang Gelegenheit hatte, uns mit der Kamera bei allem möglichen zu "erwischen", kommt hier eine kleine Auswahl, die sie gestern geschickt hat. (Für bessere Größe Bild anklicken.)

Viel Spaß damit!

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2005101444200510145020051014592005101605020051016101200510161072005101613620051022092005102330

10. November 05

Weihnachten kommt!

von Gunda

200511101625_1...und Tsukuba rüstet sich jetzt schon an allen Ecken und Enden. Offenbar ist dieses Jahr ein Weihnachtsmarkt (oder so) geplant.

Blut im Fahrstuhl

von Gunda

200511101621_1Kurz nach Halloween im Haus einer Schülerin. Die Japaner müssen auch echt alles mitmachen. Alles voll mit dem Zeug!

Geschichten aus dem Haushalt

von Gunda

Nur, weil gerade mal wieder die Waschmaschine vor sich hin rödelt und ich schonwieder meinen ganzen arbeitsfreien Vormittag mit Waschen verbracht habe, kommt jetzt hier der aktuelle Haushaltsbericht.

Ein Jahr Haushalt in Japan; da ist es Zeit für einen Abschluß- (bzw. Zwischen-) Bericht.

Setzt man mal deutsche Maßstäbe an die Haushaltsführung in Japan, wird man schnell feststellen, daß das ein viel aufwendigeres Unterfangen ist, als im Heimatland. Erstmal muß man sich natürlich daran gewöhnen, daß alles anders ist, muß erprobte Dinge neu ausprobieren, Wasch- und Putzmittel erforschen und probieren, sich an neue Gegenstände gewöhnen und sie mit alten kombinieren... Alles am Anfang nicht so einfach.

Da wäre erstmal die Waschmaschine: Japanische Beschriftung, Waschen mit kaltem Wasser, kein Waschmittelfach, Waschmittel mit Bleiche bis zum Abwinken.

Cimg0061_smallUnsere Lösung: Das Nötigste übersetzen lassen, längeren Schlauch kaufen und an den Badewasserhahn anschließen (nach jedem Waschen natürlich abschrauben, weil man sonst nicht richtig duschen kann), Waschmittel (mit altem Handtuch dazwischen) direkt auf die Wäsche. (Weichspüler macht Flecken, haben wir festgestellt.) Japanisches Waschmittel für Weißes, deutsches Waschmittel für Buntes. Das deutsche (Import von uns, später von Ortrun) muß man aber erst vorher mit warmem Wasser auflösen. DCimg0059_smallas, was die deutsche Waschmaschine macht, mache ich hier mit Hilfe eines großen ausgedienten Marmeladenglases.

Wäsche trocknen: Ist in ner kleineren Wohnung auch schwierig, weil dann alles voller Wäsche ist. Helles wird, wenn es nicht regnet, auf dem Balkon getrocknet. (So, wie das unsere Nachbarn auch alle machen.)

Bett: Unsere Nachbarn hängen ihre Futons (wenn es nicht regnet) den ganzen Vormittag zum Lüften und Trocknen übers Balkongeländer. Vorher werden sie mit einem Teppichklopfer ausgeklopft. Das Trocknen ist nötig, weil hier die Luft viel feuchter ist als in Deutschland und der Futon sonst schimmeln würde. Liegt ja direkt auf dem Boden oder den Tatamis. Wir haben zum Glück einen Lufttrockner im Schlafzimmer. Die Futons sind nämlich echt schwer und sperrig. Also: Wir hängen unsere Futons nur manchmal raus.

Lebensmittel: Zum Glück hatten wir bisher keine einzige Kakerlake. Dafür habe ich aber auch viel getan. Wir haben alle offenen Lebensmittel entweder im Kühlschrank, in Tupperdosen oder Vorratsgläsern verstaut und aufgepaßt, daß Krümel und Kleckse nicht allzu lange unseren Boden zieren (Immerhin ist direkt vor der Wohnungstür gleich "draußen"...) und unseren...

Müll: ... jeden zweiten Tag runtergebracht. Die Tage dazwischen werden  Plastikflaschen, Glas, Papier usw. abgeholt. (Für den Restmüll müssen wir seit einiger Zeit extra Müllbeutel der Stadt benutzen.) So kommt es, daß Thomas jeden Morgen mit einem Müllbeutel das Haus verläßt. Im Müllhäuschen neben dem Haus gibt es sie dann: Kakerlaken usw.Cimg0062_small

Staubsaugen: Ist mein Haß-Thema Nr. 1 zur Zeit. Unser Staubsauger war gebraucht und gar nicht mal so billig. Er braucht keine Beutel, sondern man muß den Staubbehälter gelegentlich so entleeren und dabei die Reste mit den Fingern rausfischen. Das ist aber nicht das Schlimmste. Die Bütstchen vorne transportieren den Dreck nicht nach innen, sondern sammeln ihn an glatten Stellen auf, um ihn dann auf Teppichen wieder zu verteilen. Also muß ich erst die Teppiche und dann die glatten Stellen saugen und nach jedem Zimmer alle Fusseln aus den Bürstchen sammeln. (Auf Tatamis muß man zum Glück einfach nur vorsichtig staubsaugen. Manchmal wische ich sie feucht ab.) Nach zwei Zimmern ist der Staubsauger überhitzt und geht aus. Für ungefähr ne halbe Stunde...

Fenster: Ich habe mich immer gefragt, warum die meisten Fenster, die ich hier bisher gesehen habe, so dreckig sind. Erstens ist es den Japanern wohl nicht so wichtig, saubere Fenster zu haben, weil die eh immer von innen (oft auch von außen) verhängt und verrammelt sind. Aber zweitens kommt hier bei Regen eine derartige Menge Dreck runter, daß ich das Fensterputzen schon fast aufgegeben habe. Das liegt eben auch daran, daß da, wo Häuser stehen, wenig Bäume sind, die Staub filtern könnten.

Cimg0065_smallHygiene: Leider sind die Putzmittel hier nicht ganz so stark, wie in Deutschland, was dann beim Putzen auch ziemlich viel Energie kostet (und manchmal nicht richtig sauber macht). Es entsteht wegen der hohen Luftfeuchtigkeit auch oft Schimmel. Trotz Lufttrockner muß ich z.B. in Schlafzimmer und Dusche alle zwei Monate den Schimmel entfernen. Das Klo schimmelt auch innerhalb einer Woche schwarz an. Desinfektionsmittel war länger nicht aufzutreiben. Meine Lösung: Deutsches Putzmittel (teuer!) und Ethanol. Staub gibt es hier übermäßig viel. Grund: s.o.
Zum Glück gibt es am Eingang unserer Wohnung (wie in jeder japanischen Wohnung) eine "Schuhzone", in der die Straßenschuhe abgestellt und gegen Hausschuhe getauscht werden, die eine Stufe höher (also auf der normalen Wohnungsebene) stehen.Cimg0064_small

Kochen: Leider gibt es hier keinen Backofen, also auch keinen Kuchen, Plätzchen, Aufläufe usw. Der Herd ist ein Gasherd (mit offen rumliegenden Schläuchen). Das Gas stellen wir nach jedem Kochen ab, falls ein Erdbeben kommt.

Cimg0063_smallHeizen: Mit Klimaanlage. Die kann auch kühlen und Luft trocknen. (Das ist im Sommer gut.) Die Fenster sind einfach, isolieren also nicht gut (und schließen nicht perfekt gegen Luft). Wir können aber noch froh sein, denn wir haben massive Betonwände und rundrum Nachbarn, die heizen und isolieren. Schlafzimmer, Klo, Bad und Dusche kann man nicht heizen. Im Schlafzimmer haben wir deshalb einen kleinen Heizlüfter. Trotzdem fanden wir es in unserer Wohnung auch im Winter gemütlich. (Ich habe dann auf einer Heizdecke geschlafen.)

So, das waren meine Hausfrauengeschichten.
Ich finde jedenfalls, daß es hier viel anstrengender ist, einen Haushalt zu führen als in Deutschland. (Vorallem, wenn man auch noch arbeitet. Aber dann teilen wir uns ja alles.) Aber gerade, weil wir viel für unser Wohlgefühl tun, geht es uns in unserem Deutsch-Japanischen Mischreich ziemlich gut. Und unsere Besucher waren bisher auch immer angetan davon, was wir aus der Wohnung gemacht haben.

Einmal um die Welt

von Thomas

Bin ich im Netz auf eine Seite gestoßen, mit der man sich eine Weltkarte machen kann, auf der alle schon von einem bereisten Länder besucht sind. Hmm, täuscht ein bisschen, wenn man bedenkt, dass ich gerade in den großen Länder in Amerika oft nur ganz kurz und an einem einzigen Ort war... Sieht ein bisschen aus, als wenn ich ein großer Amerikareisender wäre...


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09. November 05

Deutschland wir kommen!

von Thomas

Gestern waren wir im Reisebüro und heute kam die Bestätigung für unseren Flug: Vom 17. Dezember bis zum 1. Januar werden wir in Deutschland weilen. Wir haben ein bisschen Glück gehabt, dass wir noch einen günstigen Flug bekommen haben (108000 Yen was ungefähr 750 Euro entspricht), denn der Jahreswechsel ist eine der Hauptreisezeiten der Japaner und für den 2. oder 3. Januar hätte es schon keine bezahlbaren Flüge gegeben...

14 Tage Deutschland, bin gespannt, wie das wird. Vor allem Gunda freut sich schon sehr darauf, aber sie ist ja auch bisher nur einmal aus Japan herausgekommen, seid wir hier sind, während ich ja erst im Frühjahr kurz in Deutschland war. Bei mir sind die Gefühle eher gemischt, einerseits ist es natürlich durchaus angenehm Weihnachten nicht in Japan zu sein, weil hier so keine rechte Weihnachtsstimmung aufkommt, andererseits war das letzte Weihnachten aber trotzdem eine schöne Zeit. Hmm, ich weiß einfach nicht so recht...

07. November 05

Hilfe, ein Erdbeben!

von Thomas

200511071336Genau um 13:30 Uhr ist es passiert! Ein Erdbeben der Stärke 6! Sofort erschallte eine Lautsprecherdurchsage, die Mitarbeiter setzten ihre Notfallhelme auf und stürzten aus dem Gebäude... Sammelpunkt für Notfälle ist ein Sportplatz ganz in der Nähe unseres Gebäudes. Die Notfallteams hatten in Windeseile einige Zelte aufgebaut, die Feuerwehr war auch schon da und eine Team von NHK filmte das Geschehen...200511071337

Nein, keine Angst... Natürlich ist nix passiert ;) Das ganze war nur eine Katastrophenuebung. Wir sind auch nicht aus dem Gebäude geeilt, sondern gemütlich zum Sportplatz geschlendert. Dort versammelten sich alle nach Gebäuden sortiert und wurden von den Sekretärinnen gezählt.200511071339 Und als dann einige Leute eine große blaue Plane ausbreiteten und sich einige dort drauf setzten, erinnerte alles endgültig eher an ein Hanami-Picknick, als an eine Katastrophenuebung.200511071359 Insgesamt standen wir etwa eine Stunde bei strahlendem Sonnenschein dort rum, bis dann eine paar Reden geschwungen wurden, die jeweils mit großem Applaus bedacht wurden. Dann war alles vorbei und wir sind wieder zurück an die Arbeit gegangen. Irgendwo stand noch ein mobiler Erdbebensimulator herum, aber das hatte ich mir jetzt geschenkt, dass mach ich noch mal mit Gunda zusammen in Tokyo...

Wieder zu Hause

von Thomas

200511071000Nun bin ich wieder zurück aus Amerika, gestern Abend bin ich wieder heil in Narita gelandet (zum Glück, denn ich sah mich schon einen Tag später heimkommen, da mein Flieger überbucht war und ich erst im letzten Moment einen Sitzplatz bekommen habe...). Wenn man so für eine Zeit weg war und dann wieder hierherkommt, dann merkt man erst, wie sehr man sich doch schon hier eingelebt hat und wirklich hier inzwischen zu Hause ist. Alles ist einem sehr vertraut und man hat vieles doch schon lieb gewonnen und hat es prompt vermisst. Und wie schon in dem kurzen Zwischenbericht angedeutet, Amerika ist doch so ziemlich in jeder Beziehung das Gegenteil von Japan (wenn man auch deutlich merkt, wo vieles am modernen Japan seinen Ursprung hat).

Etwas mehr über meine (sehr subjektiven) Gedanken über die Unterscheide zwischen beiden Ländern, schreib ich demnächst mal, wenn ich etwas mehr Zeit habe. Hier jetzt nur der Rest des Erlebnisberichtes:

Nach dem Ende der Konferenz hatte ich noch einen Tag Urlaub und den hab ich dann genutzt, um einmal nach San Francisco zu fahren. Und es hat sich wirklich gelohnt, nach dem zwar schön ordentlichen, aber seelenlosen San Jose, war San Francisco doch eine richtig interessante Stadt, mit viel eigenem Charakter (soweit man das nach einem Tag sagen kann). Auf der einen Seite Downtown mit den typischen Wolkenkratzern und tiefen Strassenschluchten und dann aber auch sehr viele alte Haeuser, mit schönen Fassaden, manchmal eine alte Kirche mittendrin, viele Parks, die alten Cablecars (tolles Gefühl, wenn man da so auf dem Trittbrett stehend durch die Gegend fährt und die Autos einem so knapp am Po vorbeifahren) und natürlich diese Hügel, mit den den Gesetzen der Schwerkraft trotzenden geparkten Autos... Auf einem der hoechten Hügel der Stadt steht ein Aussichtsturm, der Coit Tower, und von dem hat man eine wunderbare Aussicht über die ganze Stadt: Die Bucht, mit der Insel Alcatraz, zum Pazifik hin die Golden Gate Bridge und die Bay Bridge, die quer ueber die Bucht rueber nach Oakland führt. Und zur Stadt hin der Blick auf die Hochhäuser und das Schachbrettmuster der endlosen Straßenzüge.

Chinatown habe ich mir natürlich (man kommt einfach von Asien nicht los...) angeschaut. Es ist großer als das in Yokohama, aber vielleicht nicht ganz so urig, was vielleicht an der etwas breiteren Straßen liegt, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass es mehr ein echter, gewachsener Teil der Stadt, obwohl ich gar nicht genau sagen kann warum eigentlich. Zum Schluss war ich dann noch im Shoppingbezirk unterwegs, hab aber letztlich doch nix gekauft, obwohl ich erst dachte, ich könnte vielleicht ein paar Sachen kaufen, da es hier ja, vor allem bei Schuhen, nicht immer so einfach ist, was in meiner Größe zu finden. Aber letztlich hatte ich dann doch keine rechte Lust.

Die Rückfahrt nach San Jose war dann noch einmal recht spannend. Da ich immer schon mal in Amerika mit dem Zug fahren wollte (warum, weiß ich jetzt auch nicht...), bin ich mit dem lokalen Pendelzug zwischen San Jose und San Francisco gefahren. Auf der Hinfahrt ging auch alles glatt, aber auf der Rückfahrt bleib der Zug nach 10 Minuten erstmal liegen und stand dann weit über eine Stunden einfach rum, bevor es weiterging. Was los war, hab ich nicht so ganz kapiert. Jedenfalls bin ich dann mit gut zwei Stunden Verspätung kurz vor 12 in San Jose gewesen und mit dem letzten Bus zum Hotel gefahren. Ich hab mich schon den Flieger verpassen sehen. Na ja, so konnte ich noch ein paar Stunden schlafen. Um schon mal einen kleinen Japan-Amerika Vergleich zu ziehen, kurz was zu den Zuegen. Zuege in Japan sehen entweder elegant, futuristisch aus, wie die Shinkansens, oder sie sehen in etwa wie unseren deutschen Regional- und S-Bahnen aus, also schlicht und schnörkellos. Die Zuege in Amerika wirkten dagegen wie ein amerikanischer Truck gegenüber einem deutschen LKW, unnötig groß und kraftstrotzend. Durchweg doppelstoeckig und dabei etwas über 50% höher als unsere Zuege, außen und innen ungestrichen und somit silber-metallisch glaenzend und die Loks kantig und wuchtig wie man es sonst nur bei Gueterzuegen kennt. Kurz, man nehmen das Gegenteil von einem eleganten, leicht dahingleitenden Shinkansen und man hat einen dieser Ami-Zuege, die ich da gesehen hatte.

Soweit erstmal... Jetzt bin ich wieder halt wieder zu Hause, die Ginkos sind inzwischen, wei man auf dem Bild oben sieht, jetzt schonganz gelb. Es wird Zeit, einen Ausflug in den Wald zu planen, um sich die herbstliche Laubfaerbung in voller Schoenheit anzuschauen :)

03. November 05

Cüberleben

von Gunda

Wenn man ins Ausland geht, dann hinterläßt man eine Menge neugieriger und fragender Leute aus Familie, Freundes- und Bekanntenkreis. Aber nicht nur das; man möchte auch  erzählen. Am liebsten alles, was einem über den Weg läuft, was einem kurios oder einfach nur bemerkenswert erscheint.

Damit wir nicht zwanzigmal von vorne anfangen müssen, nicht immer das gleiche erzählen sollen und die Leute nicht mit unerwünschten Rundmails zustopfen, aber auch damit wir uns hinterher besser erinnern und jetzt ein bischen besser verarbeiten können, haben wir diesen Blog eingerichtet.

Am Anfang gab es noch sehr viel zu tun. Die Leute haben uns riesige Löcher in den Bauch gefragt, wir hatten noch keinen direkten Alltag; alles war neu, spannend und berichtenswert, und wir hatten viel Zeit, darüber zu berichten.
Schreiben ist schön, wenn man um nette gewogene Leser weiß, die man größtenteils kennt...
Mit der Zeit hat sich vieles geändert.
Vorallem auch in meinem Alltag. Unsere Entdeckungsreisen sind immer größer und tiefer geworden, wir haben Freundschaften geschlossen, die erhalten werden wollen, Japanischunterricht und Freizeitaktivitäten, und letztlich haben wir auch inzwischen einen Alltag, der sich gar nicht mehr so sehr von dem in Deutschland unterscheidet. Sprich: Ich betrete oft den ganzen Tag lang nur ausgetretene Wege und tue, was ich schon oft getan habe. Das hört sich zwar langweilig an; aber auf Dauer ist dieser übermäßige Input vom Anfang auch nicht gut. Ich brauche manchmal Zeit, um zu mir zu kommen, nachzudenken, zu entspannen. Am Wochenende geht es dann ja auch oft wieder los in die große weite Welt. Aber vieles ist hier jetzt normaler und selbstverständlicher für uns geworden. Wir verstehen Dinge besser und sind von ihnen nicht mehr so irritiert. Deshalb bleiben bei meinen Beiträgen vielleicht manchmal lustige Geschichten aus. - Ich sehe viele Dinge gar nicht mehr als merkwürdig an...

Bin ich jetzt schon total "tatamisiert" (ver-japanischt) oder einfach nur abgestumpft?
Ich glaube, daß das nur ein bischen zutrifft. Vielmehr ist es wohl so, daß sich bei mir das Cyber-Leben etwas überlebt hat und das an seine Stelle getreten ist, was ich oft als viel "echter" für mich empfinde: Das reale Leben.

(Was natürlich nicht heißt, daß ich nicht trotzdem mit viel Spaß weiterhin Dinge in diesen Blog schreiben werde, die mir gerade durch den Kopf gehen...)

Zwischenbericht

von Thomas

Jetzt ist die Konferenz schon fast um, ein Tag nur noch. War aber eine lohnende Sache, mein eigener Vortrag war auch gut und ansonsten gab es noch einiges Interessantes. Auffällig ist, wie sich die Zusammensetzung der Teilnehmer gegenüber der MMM in Seattle vor 4 Jahren verändert hat. Inzwischen stammen gut 30% der Teilnehmer (vielleicht sogar mehr) aus Asien bzw. aus China. Damals waren es vielleicht 10%... Und es gibt viel mehr Frauen. Zwar sind sie immer noch klar unterrepraesentiert, aber in der jungen Generation der Doktoranden und Postdocs sind sie längst keine Exoten mehr, sondern eine recht große Gruppe. Und während die wenigen Physikerinnen der älteren Generation vielfach noch den gängigen Klischees der weltfremden, unansehnlichen Wissenschaftlerin entsprachen, so hat sich auch das Bild total geändert. Bemerkenswert ist hier vielleicht auch noch, dass auch bei den Frauen überdurchschnittlich viele aus  China stammen. Dort  ist man in dieser Beziehung anscheinend  weiter, als im Westen. Wie auch immer, es ist auf jeden Fall ein Trend, der zu begrüßen ist.

Und San Jose als solches? Eine öde, seelenlose Stadt. Aber offensichtlich sehr wohlhabend. Alles ist neu und gepflegt, aber eben auch gesichtslos. Wir sind hier hauptsächlich in Downtown und da ist einfach nix los... Kaum Geschäfte, wenig Lokale, kein Flair, nix... Kein Vergleich zu Seattle. Übermorgen fahre ich dann noch nach San Francisco. Mal sehen wie das ist. Gehört habe ich bisher nur Positives.

Und die Amis? Da kann fröhlich den Klischees frönen. Selten habe ich so viele fette (dick kann man da wirklich nicht mehr sagen) Menschen auf einen Haufen gesehen... Und hauptsächlich sind es junge Mädchen und Frauen, die riesige Fettmassen mit sich herumschleppen. Leute, die geschätzte 150 Kilo und mehr auf die Waage bringen, sieht man hier täglich dutzendweise. Dabei fällt auf, dass es kaum ein Mittelding gibt, entweder sind die Leute sportlich, schlank, oder sie platzen förmlich aus allen Nähten...

Ansonsten ist es natürlich ein ziemlicher Mentalitaetsschock, den man hier erlebt, wenn man seit einem Jahr nur Japan gewöhnt ist. Ständig wird man irgendwo angequatscht, alles ist lauter, die Leute viel direkter in ihrem Verhalten untereinander und einem selbst gegenüber.

Alles in allem, viele neue Erfahrungen und eine interessante Zeit. Mal sehen, was noch kommt...

01. November 05

Toilettengeschichten aus Deutschland

von Gunda

Es ist ja nicht so, daß andere Länder nichts Komisches zu bieten hätten.
Aus Köln kommt z.B. "Pisstazia". Aber die müßt Ihr Euch schon selber angucken...