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07. August 05

Matsuri-Hopping

von Gunda

Wie man schon den vergangenen Berichten entnehmen konnte, sind wir der Vergnügungssucht anheim gefallen und betreiben exzessives Matsuri-Hopping. (Vielleicht gipfelt der ganze Spaß ja eines Tages in Japans einzigem ultimativem Matsuri-Führer...)

Cimg8215_smallDiesmal stand Tsuchiura, neben Tsukuba die nächste größere Stadt in unserer Nähe, auf dem Programm. Ich hatte auf dem Weg zur Arbeit gesehen, daß sich die Stadt ganz schön in Schale geschmissen hatte, und Thomas hat dann die Termine im  Internet rausgesucht.

Cimg8222_smallUnd wie war's denn nu?
Tsuchiura scheint mehr Geld zu haben, als Mito. Immerhin gab es nirgendwo auf den Wagen Werbung zu lesen.
Was in der Stadt los war, bevor wir da ankamen, wissen wir natürlich nicht. Aber diesmal schien das Fest weniger aus einer Straßenparade zu bestehen, als vielmehr aus einzelnen Wagen verschiedener Wohnblöcke, die am Straßenrand  standen und Musik und Tanz so darboten, wie wir es schon kannten. Dazu gab es, wie wir es schon erwartet hatten, die üblichen Buden mit Essen und Spielzeug am Rand des Geschehens.

Cimg8225_smallWas war also anders?
Die Wagen waren mit etwas mehr Leuten bestückt als bei früheren Festen. Auf einem prangte eine riesige Cimg8245_smallSamurai-Puppe, auf anderen saßen Leute, die sangen, brüllten oder mit Laternen oder Leuchtstäben schwenkten. Das war dann sozusagen eine Performance auf zwei Etagen pro Wagen.

An einer Kreuzung wurde irgendwann einer von mindestens  zwei tragbaren Schreinen in der Mitte abgestellt, die Wagen versammelten sich im Kreis darum, ebenso die Zuschauer. Der Schrein wurde zum üblichen Durchschütteln von kräftigen Cimg8248_small Frauen und Männern auf die Schultern gehoben, und plötzlich brach ein ohrenbetäubender Lärm aus: Sämtliche Musiker und Tänzer auf den Wagen zogen ihr Programm gleichzeitig durch. Aber nicht, daß sie sich abgestimmt hätten. Nein, jeder spielte für sich. Das ergab für uns ein unglaublich lautes, Cimg8265_smalldisharmonisches Spektakel. Dazu wurde der Schrein geschüttelt, daß es mir als transporiertem Kami (Gott) ziemlich schlecht geworden wäre. Thomas meinte dazu nur: "Na, der Kami hat bestimmt seinen Spaß."

Danach löste sich alles recht schnell auf, und die Wagen zogen mit Musik und Tanz in ihre beheimateten Wohnblöcke zurück. 

Cimg8284_smallNachdem wir jetzt schon so viele Feste gesehen haben, fehlt  uns nur noch ein ordentliches Feuerwerk, das hier in Japan an die zwei Stunden dauern soll und bei dem allgemein herrschenden Perfektionismus Großes erwarten läßt. Ja, im Gegensatz zu Deutschland ist in Japan die Feuerwerks-Zeit im Sommer. Und in den Läden kann man zu Spottpreisen tolle Feuerwerkskörper-Sets kaufen. Cimg8291_smallIm übrigen scheinen die Japaner auch hierbei eher eine romantische Ader zu haben. Feuerwerk heißt sowas Ähnliches, wie "Feuerblumen schauen" und findet meistens in der Nähe von Flüssen oder Seen statt, um durch die Spiegelung den Effekt noch zu erhöhen. Wenn ich da an die sinnlose Ballerei in Deutschland zu Silvester denke, ist das schon was ganz anderes...

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