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01. August 05

Krankenhaus

von Thomas

Heute war mein erster Arbeitstag nach dem einwöchigen Urlaub und was habe ich gemacht, ich war im Krankenhaus. Nicht wegen eines akuten Notfalls, sondern mal wieder zum 'health checkup'. Diesmal aber nicht von meiner Arbeit aus, sondern einem Angebot meiner japanischen Krankenkasse folgend, die einmal jährlich eine kostenlose Generaluntersuchung anbietet. Sowas finde ich recht gut und da man direkt von der Krankenkasse angesprochen wird, nimmt man es vielleicht auch eher an (in Deutschland gibt es bestimmt auch sowas, aber ich kann mich nicht dran erinnern, jemals von meiner Kasse darauf hingewiesen worden zu sein). Irgendwie finde ich schon, dass man in Gesundheitsdingen hier in Japan mehr getriezt wird, was zu machen, sei es der Arbeitgeber, der einem zum Arzt schickt, sei es, wie in diesem Fall die Krankenkasse. Dafür zahle ich einen im Vergleich zu Deutschland lächerlich geringen Versicherungsbeitrag, muss aber 30% der Behandlungskosten selbst tragen, was sich bisher aber in jedem Fall für rechnet, denn die Behandlungskosten sind ebenfalls sehr niedrig. Dafür ist das System hier nicht so individuell. Einen Hausarzt in unserem Sinne kennt man hier nicht, man geht halt ins Krankenhaus und bekommt dann in der Regel nach Zufallsprinzip einen der zuständigen Ärzte zugewiesen. Allerdings kann man auch Wünsche äussern, so ist Gunda wegen ihrer Migränemittel immer zu einer ganz bestimmten Ärztin gegangen. Wieviel Einfluß man auf die Arztwahl im Allgemeinen hat, wissen wir allerdings nicht, für den Durchschnittsjapaner stellt sich diese Frage aber auch nicht, weder ist an so etwas gewöhnt und erwartet es daher, noch ist der japanische Patient von der Mentalität her jemand, der viel von seinem Arzt einfordert, sondern man macht halt, was der Doktor sagt, denn der wird es schon wissen.

Daneben hatte der Besuch im Krankenhaus für uns auch noch eine etwas sentimentale Note. Gunda hat mich heute begleitet, um mir die Wartezeiten etwas zu verkürzen und ist mit mir tapfer durch die Sommerhitze geradelt und als wir etwas müde und abgekämpft am Krankenhaus ankamen, mussten wir beide dran denken, wie es war, als wir auf den Tag genau vor 10 Monaten schonmal hier waren. Wir waren gerade in Japan gelandet und in Tsukuba beim AIST angekommen, als Gunda beim ersten Beine vertreten gleich böse mit dem Fuß umgeknickt ist und erstmal in eben dieses Krankenhaus, in dem wir heute wieder waren, gebracht werden musste. Der gute Matsuura-san hatte uns hingefahren und beim Warten hatten wir damals Linda kennengelernt, mit der und ihrem Mann Peter wir uns inzwischen ganz gut angefreundet haben...

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Kommentare

Michael Reinsch

Nur eine kleine Anmerkung: In der Nähe meines ersten Zimmers in Japan gab eine eine kleine, eine-Ärztin-Klinik (wir würden dazu Arztpraxis sagen ;). Ich habe aber keine Ahnung, wie viele es davon gibt.

Meistens geht man hier aber wohl wirklich direkt in ein möglichst großes, weil dadurch auch gutes (japanische Logik), Krankenhaus.

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