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09. Juli 05

Narita

von Thomas

Heute waren wir in Narita. Nein, nicht am Flughafen... Narita hat auch mehr zu bieten, so z.B. das 'Narita-san Gion Matsuri', ein traditionelles mehrtaegiges Fest, dessen Attraktion grosse, mit Musikern und Taenzern besetzte Wagen sind, die durch die Strassen von Narita gezogen werden. Matsuura-san hatte uns und meinen Kollegen Lee mit dessen Familie eingeladen, damit wir uns das Fest ansehen koennten. Ausserdem hat er uns dann auch gleich noch zu sich zum Essen eingeladen.Cimg7136_small

Vier Uhr sollten wir da sein, um Fuenf waren wir dann endlich da. Wir waren viel zu spaet losgekommen und dann hatte ich auch noch den Beutel mit den Geschenken vergessen, also wieder zurueck. Okay, es war am Ende nicht so schlimm, es gab eh nur kalte Sachen zu Essen, da macht die Verspaetung nicht viel. Die Matsuuras hatten selbsgemachtes Sushi aufgefahren (Matsuura-san mag gerne viel Wasabi beim Sushi, was dem guten Lee die Traenen der Ruehrung in die Augen trieb...) und dazu noch kaltes Fleisch und fuer die Gaeste aus Deutschland gekochte Kartoffeln. Was auch sonst...Cimg7230_small

Das Ganze war eine sehr nette und lustige Veranstaltung. Der kleine Sohn der Lees und Matsuura-sans Hund Alice sorgten immer fuer Abwechslung (der arme Hund macht so einiges mit. Bevorzugt wurde er von Matsuura-san ueber der Holzfussboden gezogen und schleifte dabei mit seinen Krallen geraeuschvoll ueber denselben Und da meinte Gunda, wir sollten aufpassen, dass wir mit unseren nassen Hosenbeinen den Boden nicht beschaedigen...). Das Haus der Matsuuras ist recht interessant. Es ist von oben bis unten mit meist europaeisch aussehenden alten Kram uebersaeht. Ich kann mich eigentlich an kein modernes Moebelstueck oder Dekoteil erinnern. Dazu sehr viele, auch englischsprachige Buecher, vor allem Kunstbildbaende und aehnliches. Dazu noch selbstgemachtes im Tiffanystil von Matsuura-sans Ehefrau. Tja, man muss bei vielen Menschen wohl doch ertsmal dei WOhnung sehen, wenn man sie naehr kennenlernen und verstehen will.Cimg7139_small

Nach dem Essen ging es dann zum Fest. Leider regnete es ein bischen, aber es hielt sich noch in ertraeglichen in Grenzen. Es war sehr faszinierend. Die verschiedenen Wagen wurden an 50 - 100 Meter langen Seilen von dutzenden Freiwilliger gezogen. Und damit es auch so richtig innig wurde, war die Strasse sehr, sehr eng. Wenn der naechste Wagen kam, machten die fleissigen Leute mit den Leuchtstaeben erstmal Platz. Dann liefen einige Leute laut schreind durch die Strasse, um die Leute auf das Kommende vorzubereiten. Dann endlich der Wagen, der mit viel Geschrei und Tamtam gezogen wurde. Erreichte einen der reich geschmueckte Wagen selbst dann, erhoehte sich der Laermpegel durch die die Troeten, Floeten und Trommeln der Musiker noch weiter. Dann war der Spuk erstmal vorbei, bis sich beim naechtsen Wagen das gleiche Ritual wieder vollzog.Cimg7206_smallCimg7178_small

Als wenn die Enge der Strasse das Vorwaertskommen der Wagen nicht schon genug erschwert haette, mussten diese, und wir natuerlich auch, durch wahre Massen von Menschen quaelen.Cimg7186_small Aber auch hier zeigte sich wieder der routinierte Umgang der Japaner mit grossen, vorwaerz hin und her stroemenden Menschenmassen. Keine Ellenbogenschlaege, keine Tritte in die Hacken oder auf die Fuesse, ganz ruhig und geduldig, ohne Rempeleien schoben sich die Menschen aneinander vorbei, ohne das es zu griosseren Staus kam. Da kann so mancher Weihnachtsmarktkaempfer aus Deustchalnd sich eine Scheibe von abschneiden.Cimg7200_small

Ueberhaupt die Leute: Nicht nur das viele da waren, es waren auch sehr viele junge Leute da. Nicht nur als Zuschauer, sondern auch als aktive Helfer. Und das in traditioneller Kleidung. Na ja, ganz echt war die teilweise nicht, viele Maedchen hatten Einfachkimonos mit fertigen Knoten zum aufstecken aus dem Kaufhaus, aber immerhin, die gute Absicht dahinter war zu erkennen.

Ein bischen sind wir dann dem trubel ausgewichen und noch zum Tempel von Narita gegangen. Eine sehr grosse Anlage und gut in Schuss, mit teilweise recht neuen Bauten. Eigentlich ist der Tempel der Startpunkt fuer die Wagen, aber da waren wir wohl zu spaet. Ausser vielen Jugendlichen, die reichlich geschafft aussahen, war hier nicht mehr viel los udn wir sind dann auch wieder zurueck zu Matsuura-sans Haus. Cimg7229_smallDort wurde uns dann noch eine "free-stylu" Teezeremonie von seiner Frau praesentiert (Da lob ich mir dann doch Akapu...). Dazu gab es die ueblichen Sussigkeiten, um die mich erfolgreich druecken konnte. Ich griff lieber bei Kirschen und Wassermelone zu, ist einfach mehr nach meinem Geschmack :)

Zurueck brauchten wir dann nicht wieder mit dem Zug. Matsuura-san wollte uns zurueckbringen, was ziemlich unsinnig gewesen waere. Zum Glueck hatten Lees dann ein Einsehen und nahmen uns mit. Einmal quer mit dem Auto durch Chiba und Ibaraki hat auch seinen Reiz (nein, nicht wirklich) und vor allem, wir waren schnell und bequem wieder daheim :)

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Kommentare

Gunda

Du hast den Regen vergessen! Es hat zum Gedränge und dem Krach auch noch geregnet. Aber stimmt; das war wirklich nicht die Hauptsache...

Thomas

Aber habe ich doch: "Leider regnete es ein bischen, aber es hielt sich noch in ertraeglichen in Grenzen."

*lach*

Gunda

Jetzt, wo Du es sagst... War wohl für mein Empfinden etwas zu nebenbei... - Du kannst unsere blöde Konversation übers Wetter dann ja löschen. ;-)

Thomas

Wieso? Ist doch egal :)

Gunda

Ach so!

Na dann... ;-)

Gunda

Übrigens: Das hab ich auch noch nicht erlebt, daß mir jemand meine den ganzen Abend benutzte Stoffserviette zum Abschied freudestrahlend mit dem Ausdruck "Presento!" überreicht... ;-) (Fiel mir nur ein, weil ich die grad waschen wollte.)

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