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20. Juli 05

Endlich Arbeit!

von Gunda

Heute war also mein erster Arbeitstag bei Rexroth / Bosch Group, wo ich einen Techniker unterrichten sollte, der im September (für zwei oder drei Jahre) nach Deutschland geht.
Er hat seit April Unterricht und konnte vorher kein Deutsch. Sein Englisch ist auch eher noch in der Optimierungsphase, weshalb der Unterricht ein lustiges Kauderwelsch aus Deutsch, Englisch, Japanisch, Übersetzungscomputer und Körpersprache war. Nach sechs Stunden dieses Unterrichts ging mein Hirn auf dem Zahnfleisch... Spaß gemacht hat es trotzdem. Immerhin ist das ja schon eher die Richtung, die ich einschlagen wollte, wenn ich zurück in Deutschland bin. Nein, nicht Deutsch als Fremdsprache, sondern Kulturvermittlung. Und das ist fast das Meiste, was ich in diesem Unterricht mache. Da der Schüler (außer auf Bali) noch nie außerhalb von Japan war, mußte ich wirklich quasi von vorne anfangen. Z.B. daß man sich in westlichen Ländern zur Begrüßung die Hand gibt, daß die Häuser meist aus Stein gebaut sind, daß es in den meisten Privathäusern keine Klimaanlage gibt, man aber trotzdem im Winter heizen kann und wie das geht. (Nein, es gibt keine Fernbedienung für Zentralheizungen...)
Den Intensiv-Unterricht teile ich mir mit einem Holländer. Er unterrichtet Dienstag und Donnerstag, ich Mittwoch und Freitag. (Jeweils sechs Stunden, eine Stunde Mittagspause.)

Bosch ist ja nun wirklich nicht unbedingt eine typisch japanische Firma. Aber da sie eben in Japan ist, bekommt man hier eine interessante kulturelle Mischung zu sehen. Manches mischt sich aber wohl eher weniger. So habe ich z.B. den Eindruck, daß die vielen Deutschen, die auf dem Gelände rumlaufen, doch lieber unter sich bleiben. Aber das sind alles nur Männer. Frauen sind dann meist Japanerinnen. Ich falle also auf, wie ein bunter Hund und werde regelmäßig interessiert beobachtet, wenn ich mich auf dem Gelände aufhalte.
Was noch japanisch ist, ist die große Zahl an "Office Ladies" (Sekretärinnen und Organisatorinnen in Uniform) und natürlich die verschiedenen Gongs und Melodie-Signale zu unterschiedlichen Zeiten am Tag. Mehrere gibt es für kurze Teepausen, dann ein Signal fürs Mittagessen (wahlweise Kantine oder Convinience Store; für mich nur Convinience Store) und nachmittags noch ein ganz lustiges: Zur Entspannung. Da soll man aufhören zu arbeiten und sich zu der landesweit bekannten eingespielten Entspannungsmelodie entspannen.
Wir haben das alles ignoriert. Das Entspannungssignal löste dann aber bei uns eine eingeschobene Lektion über Arbeitszeiteinteilung in Deutschland aus. - Auch wichtig.

Alles in allem ist dieses sicherlich ein Job, bei dem mir das Aufstehen am Morgen nicht besonders schwerfällt.
Bei Rexroth bleibe ich nur noch bis Mitte August. Ich hoffe, mein Arbeitgeber (CULEX - Cultural Exchange) hat dann was Neues für mich.

Natürlich habe ich meine ganzen Privatunterrichte behalten, weshalb ich jetzt wirklich viel unterwegs bin.

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