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28. Mai 05

Ausflug an den Pazifik

von Thomas

Heute sind wir nach Oarai an den Pazifik gefahren, um das schöne Sonnenwetter für einen Strandspaziergang zu nutzen. Dass wir dabei in Oarai gelandet sind, den Namen kannte ich bis gestern gar nicht, war reiner Zufall. Da wir nicht wieder nach Isohara wollten, das doch etwas weit weg ist, habe ich gestern Abend einfach auf unsere große Karte von Ibaraki, die bei uns an der Wand hängt, geschaut und den nächsten Ort an der Küste ausgewählt, den man von uns aus per Bahn erreichen kann. Und das war eben Oarai...Cimg6203_small_2

In eineinhalb Stunden waren wir da, das letzte Stück von Mito aus mit einer urigen Bummelbahn. Oarai stellte sich erwartungsgemäß als verschlafenes Nest heraus, ein kleiner Bahnhof, keine großen Geschäfte oder gar Kaufhäuser, selbst die sonst allgegenwärtigen Convinience Stores findet man nur nach einigem Suchen. Cimg6253_small_1Aber ein paar Attraktionen finden sich schon: Zwei große Strände, einige Museen, ein großes Aquarium, die unvermeidlichen Tempel und Schreine und sogar eine Touri-Info gibt es dort.Cimg6223_small Wir sind aber gleich in Richtung von einem der beiden Strände losgegangen, den Oarai Sun Beach. Dort sind wir, nachdem wir endlich den richtigen Zugang gefunden hatten, wir hatten schon beinahe Eintrittskarten für den Anglersteg gekauft, mitten in einer Hundeausstellung gelandet.
Da gab es dann kleine Hunde, grosse Hunde und vor allem schöne Hunde. Cimg6220_smallUnd damit mit der Schönheit auch alles in Ordnung war, gab es mobile Frisier- und Kosmetikstaende, in denen den armen Vierbeinern der letzte Schliff verpasst wurde. Ganz schön skurril, allerdings waren die Outfits einiger Herrchen und Frauchen nicht minder schräg, wie die ihrer Hunde.

Cimg6265_smallDann kamen wir aber endlich am Strand an. Hm, das japanische Strandleben scheint doch etwas anders zu funktionieren als das deutsche... Trotz wunderbar warmen und sonnigen Wetters war der gut 100m breite und super saubere Sandstrand nicht von in der Sonne schmorenden Strandschönheiten bevölkert, sondern von mit langen Hosen, langärmligen Oberteilen und  Mützen bekleideten Männern, Frauen und Kindern, die entweder einfach herumsaßen oder wie wir den Strand entlang spazierten. Cimg6285_smallEin paar Surfer gab es auch noch und dann gab es noch viele Leute, die mit Hacken, Harken und Schaufeln bewaffnet, den Sand auf der Suche nach Muscheln durchsuchten. Cimg6237_smallWohlgemerkt nicht nach Muschelschalen, sondern eben nach noch gefüllten Muscheln zum Essen. Wir beschränkten uns allerdings aufs Sammeln von Muschelschalen, wobei Gunda geradezu in einen Muschelschalen-Sammel-Rausch verfiel und sich dafür den Rest des Tages mit einer schweren Tüte voller Muschelschalen rumplagte.Cimg6299_small

Gegessen haben wir dann in einem typisch japanischen Bad, in denen es eben nicht nur heiße Quellen und Bäder gibt, sondern eben auch Restaurants, kleine Shops, Spielautomaten, Massage und andere Erholungseinrichtungen. In Tsukuba waren wir schonmal, dort allerdings wirklich zum Baden, in solch einer rundumsorglos Freizeiteinrichtung. Diesmal haben wir nur was gegessen, allerdings nichts von den leckeren Spezialitäten wie frisch gegrillten Fischköpfen, sondern ich ganz profanes Tempura und Gunda ganz frisches Sushi. Gegessen wurde natürlich an den typischen niedrigen japanischen Tischen und gesessen hat man auf Tatamimatten. Allerdings hatten die Leute angesichts meiner von Meerwasser durchnäßten Hose etwas Sorgen um die Tatami und haben mir erstmal ein Handtuch untergelegt. Ansonsten haben wir uns aber recht wenig daneben benommen, unsere Sandalen haben wir brav am Eingang in ein Schliessfach gepackt und uns ganz unauffällig benommen. Cimg6305_smallDass wir trotzdem für etwas Aufregung sorgten, liess sich nicht vermeiden. Oarai wird wohl in keinem Reiseführer erwähnt und wir dürften daher die Ausländerquote für den Monat Mai locker überfüllt haben... Jedenfalls wurden wir erstmal ausgefragt von den Damen vom Personal. Erst auf Japanisch, dann fand sich eine, die gut Englisch konnte und erstmal genau fragte, wo wir herkommen, was wir in Japan machen usw. Am meisten gestaunt hatte sie, als ich ihr sagte, dass wir den weiten Weg, es sind bestimmt 2km vom Bahnhof zum Strand, zu Fuß zurückgelegt hatten. Wohl unfaßbar für die Auto liebenden Japaner, die mit ihren Wagen teilweise bis auf den Strand gefahren sind. Ach, sowas ist immer wieder lustig, wir wundern uns über die Japaner und die sich über uns...

Der Ausflug war jedenfalls ein voller Erfolg, nicht nur was die Muschelausbeute angeht, sondern auch sonst. Wenn es noch etwas wärmer ist, kommen wir bestimmt nochmal mit Badesachen wieder, um uns ganz unjapanisch in der Sonne aalen.

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