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« März 2005 | Start | Mai 2005 »

29. April 05

Urlaubsberichte

von Thomas

Einen Monat hat es gedauert, aber jetzt sind unsere gesammelten Urlaubserlebnisse online. Nachzulesen in der Kategorie 'Urlaub'. Viel Spaß dabei :)

Die Urlaubsbilder dauern leider noch etwas, aber es ist ja jetzt 'golden week', da sollte es eigentlich was werden...

(Sommer-)Hitze

von Thomas

Heute gab´s mal einen richtigen Vorgeschmack auf den japanischen Sommer: Sonnenschein und fast 30°! Und das Ende April...

Puh, ganz schön heftig, wenn man bedenkt, dass es vor ein paar Wochen noch geschneit hat. Dann kam der kurze Frühling mit der Pflaumen- und Kirschblüte und jetzt gleich der schnelle Übergang zum Sommer. Aber gut, es hat ja auch seine schönen Seiten, man kann die Sommersachen raus holen, muss sich nicht mehr so einmummeln und kann einen Ausflug mit dem Fahrrad machen...

200504291719_1Zum Ushiku Daibutsu sind wir mal wieder gefahren. Beim ersten mal standen wir ja noch vor verschlossener Tür, diesmal waren wir rechtzeitig da und konnten uns die mit 120m Gesamthöhe einfach nur riesige Statue auch mal von innen anschauen. Es lohnt sich...

Ein witziges Episödchen gibt es auch noch zu erzählen: Als wir im Innern auf den Fahrstuhl warteten, fragte uns eine der Aufsicht führenden Damen, wo wir denn herkommen (ich schätze, dass sich dorthin nur alle paar Wochen mal Ausländer hin verirren...). Aus Deutschland antworteten und wiesen auch gleich daraufhin, dass wir jetzt aber hier in Japan wohnen würden. Die Dame war sehr erfreut und erzählte noch schnell, dass sie auch eine Freundin in Deutschland hätte. Dann kam auch schon der Fahrstuhl. Als wir dann später wieder Richtung Ausgang gingen, benutzten wir auch wieder den Fahrstuhl. Später sahen wir dann, dass man eigentlich eine Treppe hätte nehmen sollen. Na jedenfalls raunte die Fahrstuhlführerin als der Fahrstuhl unten ankam ihrer Kollegin gleich ein viel sagendes "doitsu desu" zu... Ja, ja die blöden Ausländer :)

28. April 05

Die AIST-Katze

von Thomas

Handy067_1 Hier auf dem AIST Gelände gibt es recht viele streuende Katzen, eine davon treibt sich immer in der Nähe unseres Gebäudes herum. Schon damals, als wir im Oktober hier ankamen, ist uns das Kätzchen aufgefallen. Es ist völlig zutraulich und lässt sich von den Leuten hier immer gerne streicheln. Handy033Als es ihr im Winter zu kalt war, hat sie sich oft im Eingangsbereich von unserem Gebäude niedergelassen. Manchmal läuft sie einem auch einfach so hinterher. Als wir noch im Sakura-kan Gästehaus hier auf dem Gelände wohnten, hat sie uns, wenn wir am Abend dorthin gingen, oft fast bis an die Tür begleitet, es sei denn sie witterte irgendwo ein leckeres Abendessen, dann verschwand sie ganz schnell. 200501070956_1In den letzten Wochen hatte ich sie recht selten gesehen, aber jetzt gerade eben, lag sie wieder mitten auf dem Weg zum Labor...

27. April 05

Back in Japan

von Thomas

Gestern bin ich von meinem kurzen Ausflug nach Europa zurück gekommen. Eine anstrengende Woche (nachdem ich wieder zu Hause war, habe ich erstmal ein paar Stunden geschlafen), die ganz schnell vorbei ging. Erst 3 Tage Frankreich, dann 2 Tage Deutschland und mehr als einen Tag habe ich dazu in Flugzeugen und Zügen verbracht. Aber es hat sich schon gelohnt. Die Konferenz war insgesamt eine tolle Erfahrung, wenn auch mein Vortrag alles andere als gut lief, aber trotzdem, viele interessante Leute und Vorträge, sehr anregend das ganze. Und der Besuch bei der Familie war auch sehr schön. Mal alle Leute wiederzusehen, ist doch eine schöne Sache. Und trotzdem dachte ich dann als es zurück ging, jetzt geht es nach Hause... Man hat sich halt doch schon hier in Japan gut eingelebt.

Bevor es los ging hatten wir uns gefragt, ob mir  Deutschland wohl schon fremd vorkommen wird, hat sich schon soviel verändert, dass man das Gefühl hat in ein etwas anderes Land zurückzukommen? Nein, so war es nicht, dazu war die Zeit dann doch zu kurz. Mode, Geschmack, was 'in' ist, schien alles noch gleich zu sein und was sonst so los ist, darüber bin ich ja per Internet gut informiert.

Was man natürlich getan hat, ist zu vergleichen, Japan mit Frankreich, mit Deutschland. Und natürlich ist einem all das negativ aufgefallen, was man hier so schätzt. Das fing schon damit an, dass ich in Paris am Flughafen Morgens um 4 Uhr keine Fahrkarte kaufen konnte, weil die Automaten nur Münzen nahmen, ich aber nur Scheine hatte. So was wäre hier undenkbar. Ein Schalter hatte natürlich auch nicht auf. Während man das Flughafengelände in Narita nur nach Vorlage eine Ausweises betreten kann, schlichen in Paris diverse komische Typen mit großen Hunden herum und in der Bahnhofsvorhalle schliefen ein paar Obdachlose... Der Zug Richtung Stadt war dann auch so richtig schön vergammelt. Zerkratzte Scheiben, bemalte Wände, demolierte Sitze, das übliche halt. Häuser, Mauern, Züge entlang der Strecke waren alle bunt bemalt usw. Vieles in Japan sieht oft auch etwas gammelig aus, was aber am Alter der Dinge liegt, nicht am menschlichen Zerstörungswahn. Na ja, und alte, nicht mehr schöne Häuser gibt es in Paris auch zu Hauf...

Was noch? Tokyo ist voll und hektisch, klar, aber die Leute sind dabei recht rücksichtsvoll, ruhig und diszipliniert. In Europa wird man lauten Geschnatter der Menschen gestört, es wird gedraengelt und gerempelt und sich über alles mögliche laut aufgeregt. Und das schlimmste in Deutschland: Man versteht auf einmal wieder alles und merkt, wie viel Blödsinn so auf der Straße geredet wird... seufz...

In den Geschäften von Service a la Japan keine Spur, der Media Markt ist geradezu ärmlich in seiner Ausstattung, die Verkäufer ahnungslos, alles geht langsam, lange Schlange an der Kasse, keine freundliches Wort, niemand, der einem die Sachen in die Tüte packt... Nein, hier ist sicher auch nicht alles goldig, aber es fallem einen zunächst halt nur die negativen Dinge auf, während man hier nur die Vorteile sieht.

Aber wo kann die Heimat denn mal so richtig gut abschneiden? Bei den Klamotten dachte ich mir. Gunda und ich machen uns ja immer etwas lustig über den Markenwahn der Japaner, wo fehlendes Stilgefühl durch hohe Preise kompensiert wird. Die Taschen von Louis Vuitton, die oft so gar nicht zum Rest passen, die viel zu kurzen Röcke der Frauen und Mädchen im Winter (es sieht einfach unmöglich aus, wenn sie frierend mit ihren x-Beinen  in Schuhen mit viel zu hohen Absätzen über die Straße stolpern...), der Gammellook der jungen Männer mit den Sturmfrisuren usw. Hier, so dachten wir, müssten doch die modebewussten Europäer punkten können.
Na ja, nicht so wirklich, was die oft nicht attraktiven Beine in zu kurzen Röcken in Japan, sind die zu dicken Bäuche unter zu kurzen und engen Oberteilen in Europa, sieht es nicht so toll aus, wenn jemand mit Stöckelschuhen herumstolpert, sind Turnschuhe zu allen möglichen und unmöglichen Outfits auch nicht immer die beste Wahl. Das könnte man letztlich endlos weiterführen,
man findet hüben wie drüben zu Hauf negatives. Und das ist mal wieder die ganz simple Erkenntnis, Japan ist nicht besser als Europa, Europa nicht besser als Japan, nur das Gute und Schlechte ist jeweils nicht das Gleiche. Was dort gut ist, geht drueben voll in die Hose und umgekehrt, Ideale gibt es nicht, man muss sich halt wo immer man auch ist, das Beste für sich selber heraussuchen.
Aber trotzdem, eines habe ich gemerkt: Es wird nicht einfach, wenn wir zurückkommen, an zu vieles Angenehmes und Schönes haben wir uns hier schon gewöhnt...

25. April 05

Wir leben noch!

von Gunda

Das habe ich nur aus den Nachrichten erfahren:

http://portale.web.de/Schlagzeilen/Zugunglueck/

Erdbeben und Medikamente

von Gunda

Nachdem es heute morgen hier das kleinste Erdbeben gegeben hat, was ich überhaupt mitbekommen habe, kam danach gleich der Briefträger mit meinen Medikamenten. (Juchhu!) Die erste Sendung war vom Zoll zur Firma zurückgeschickt worden, was wir uns schon gedacht hatten, nachdem ich ewig darauf gewartet habe. Die zweite Bestellung hatten wir uns als "Geschenk" verzollen lassen. Netterweise haben die gleich die erste Bestellung noch mit ins Päckchen getan, sodaß für uns kein Verlust entstanden ist. Fazit: Als "Geschenk" darf man fast alles nach Japan einführen.

22. April 05

Der "Ausländer-Bonus"

von Gunda

Ja, es gibt ihn hier, besagten Bonus.
Meist hat er so angenehme Folgen, wie z.B., daß man mal eben nicht warten muß, obwohl es eine lange Schlange gibt, daß man zuvorkommender behandelt wird, etwas geschenkt bekommt oder der Schaffner in der Bahn bei einem falschen Ticket trotz aller Bürokratie ein Auge zudrückt.

Westliche Ausländer (Damit meine ich in diesem Fall "hellhäutige" Amerikaner und Europäer. Oder wie beschreibt man da die Gemeinsamkeiten?), die auch so aussehen, sind "in". Es ist schick, mit ihnen befreundet zu sein, sie irgendwo einzuladen oder sie z.B. einfach nur in seinem Restaurant zu haben. - Sie werden rumgereicht.
Ich komme nicht umhin, oft an den Begriff "positiver Rassismus" zu denken, was in diesem Fall bedeutet, daß man jemanden wegen seiner Herkunft und nicht wegen seines Charakters um sich haben will. (Aber das kenne ich auch von Deutschen, die sich gerne besonders "political correct" darstellen wollen.)
Gelegentlich treibt das hier seltsame Blüten in Form von ausgeprägtem Nachahmungswillen: Blondierte Haare, unendlich viele Hautcremes mit Weißmacher oder Sunblocker, Klebstoff, um ein doppeltes Augenlid zu erzeugen, blaue Kontaktlinsen... Die Liste ließe sich beliebig weiterführen. Dazu kommt noch, daß man in den angesagtesten Läden zumeist gar keine japanischen Sachen mehr kaufen kann. Die wollen hippe Leute nicht. Das ist nicht modern. Und wo in Deutschland der Asia-Boom tobt und die High Society (mittelmäßiges bis schlechtes) Sushi in sich reinstopft, weil es "in" ist, wird hier die amerikanische, italienische, französische und deutsche Küche nachgeahmt und in Einrichtungsmagazinen erklärt, wie man seine Tatami-Matten kaschieren kann.
Manchmal kommt es mir so vor, als verleugne Japan sich, trotz allem Nationalstolz, selbst.

Es scheint ein angenehmes Leben zu sein, das westliche Ausländer in Japan führen können. Und wenn sie nur an der Oberfläche bleiben wollen, ist das sicherlich auch ganz angenehm. Aber wenn man in die Kultur tiefer einsteigen will, ist man ab einem bestimmten Punkt darauf angewiesen, nicht mehr wie ein Tourist behandelt zu werden. Das wiederum gestaltet sich schwieriger als gedacht. Man muß z.B. zwischen den ganzen begeisterten Leuten, die immer mehr werden, auswählen, mit wem eine tiefergehende Freundschaft möglich sein kann. D.h., man muß auch Leute vor den Kopf stoßen, was ja nicht gerade angenehm ist. Und da begleitet mich schon auch immer die Frage danach, wer ehrlich ist, wer es ernst mit mir meint. Wäre ich anfällig dafür, könnte ich inzwischen in einem Mißtrauenskreislauf gelandet sein. - Oder mich eben einfach angenehm von Mensch zu Mensch treiben lassen, aber nichts mitnehmen.
Nicht als Tourist behandelt zu werden, ist z.B. auch schwierig, wenn man nicht ins Onsen (heißes Bad) gelassen wird, weil die Leute am Eingang glauben, Ausländer würden sich dort nicht angemessen verhalten können. Oder wenn man nicht in den Tempel darf, weil man nicht japanisch aussieht. (Ob denen wohl niemand gesagt hat, daß es auch in anderen Ländern Buddhisten gibt?)
Aber eigentlich geht es uns in diesen Dingen recht gut, stehen wir doch auf der angenehmeren Seite (obwohl wir nichts dafür können).

Wie gräßlich sich Japaner gegenüber Ausländern auch benehmen können, habe ich erst von Leuten erfahren, die aus anderen Ländern als Amerika oder Europa kamen. Meine Freundin Linda und ihr Mann Peter z.B. sind Kanadier mit chinesischen Eltern. Also denkt hier jeder erstmal, sie wären Chinesen. D.h., von ihnen wird erwartet, daß sie Japanisch können und sich auch sonst anpassen. Niemand kommt auf die Idee, auf Englisch umzuschalten, wenn sie was nicht verstehen, und es ist ihnen wohl auch schon mehr als einmal passiert, daß sie nach dem Weg gefragt haben und der Befragte sich einfach wortlos umgedreht hat und weggegangen ist.
(Und das ist nur eines von vielen Beispielen.)

Tja, so schnell ist es dann aus mit der sprichwörtlichen Höflichkeit, die auch sicherlich nur deshalb in Europa und Amerika als so vorbildlich angesehen wird, weil die Bewohner dieser Länder selten etwas anderes erfahren haben.

Ich will hier nicht alle Japaner in einen Topf werfen, denn ich weiß, daß es auch viele gibt, die ich selbst in meiner Beschreibung nicht wiederfinden würde. Ich möchte auch nicht sagen, alle Japaner wären Rassisten. Das würde viel zu weit führen und wäre mehr als anmaßend. Ich habe nur eine Beobachtung geschildert, die ich gemacht habe. Weiter nichts.

20. April 05

Erdbeben?

von Gunda

Schon wieder nix gemerkt... Nichts umgefallen, nichts gerappelt...

http://portale.web.de/Schlagzeilen/Erdbeben/

Habemus Papam.

von Gunda

Da das japanische Fernsehen in den letzten Tagen sowieso sämtliche Informationen über die Päpstelei von CNN übernommen hat, haben wir meist gleich CNN geguckt.
Nachdem die Papstwahl abgeschlossen war, durfte natürlich auf CNN auch ein deutsches Statement nicht fehlen.
Entweder es hat sich weiter kein Dummer gefunden, der sich von diesem Sender verwursten lassen wollte oder andere deutsche Journalisten sind sich ihrer Englischkenntnisse nicht so sicher. Meine plausibelste Idee ist allerdings, daß die Auswahl eines Herren mit Namen "Englisch" oder "English" von der BILD-Zeitung puren Hohn bedeutete und Deutschland (bzw. den deutschen Journalismus) schlecht aussehen lassen sollte. Schon nach den ersten lispelnden Sätzen (Oder war es ein mißverstandenes "Tieeitsch"?) des Deutschen mit grausigem Englisch schoß mir der Gedanke durch den Kopf: "Oje! Hoffentlich sieht das keiner meiner nicht-deutschen Bekannten."
Herr "English" verfrühstückte die Zuschauer mit vorgefertigten Sätzen, die er beständig etwas variiert wiederholte, wenn eine neue Frage kam, bis der Nachrichtensprecher von CNN sichtlich genervt aufgab und der deutsche Reporter ausgeblendet wurde. Vorher hatte ich allerdings noch die Gelegenheit, die BILD-Schlagzeilen kurz auf dem Bildschirm zu sehen: "Wir sind Papst!" und "... und in seiner Heimat floß Freibier" - Ja, das ist es, was wir von dieser Zeitung lesen und hören wollen. Ein rundes BILD.
Hätte ich mir daraus meine Meinung geBILDet: Armes Deutschland!

An dieser Stelle möchte ich noch meinem Schwager Benedikt zur gewonnenen Wahl gratulieren. Natürlich erwarte ich, daß er bei größeren Änderungen in der Zukunft meinen qualifizierten Rat zum Wohle aller Katholiken einholt. (Sag mal, wie hast Du es geschafft, Deine Frau zu verheimlichen?)

Ach ja, nochwas: Was hatte ich da noch neulich als neuen Namen für den Papst gelesen? - "Papa Ratzi"  ;-)

19. April 05

Auf ins alte Europa...

von Thomas

heute Abend geht es los, meine erste Dienstreise von Japan aus und dann gleich zurück in die alte Heimat. Na ja, nicht ganz. Erstmal geht es nach Frankreich zu einem Workshop, zu dem ich eingeladen wurde, um einen Vortrag zu halten. Das wird ziemlich stressig. Raus aus dem Flieger und dann irgendwo ins französische Hinterland und sofort den Vortrag halten... Aber dann wird es ruhiger. Noch 2 Tage Workshop, dann ein Wochenende in Deutschland bei der Familie. Ob mir nach einem halben Jahr Japan dort schon vieles komisch vorkommen wird? Der umgekehrte Kulturschock? Keine Ahnung, manches wird einem wohl auffallen, aber ansonsten ist die Zeit wohl noch zu kurz gewesen, um einen das Zuhause fremd erscheinen zu lassen.

Wie auch immer, in einer Woche bin ich wieder zurück...

17. April 05

Kirchgang

von Thomas

200504171158_1Heute sind wir Richtung Tokyo gefahren, um mal wieder in die Kirche zu gehen. Die Protestanten waren heute dran. Wir waren allerdings zu spaet da und sind mitten in deren 120 Jahrfeier geplatzt...

16. April 05

Star Wars kommt...

von Thomas

Cimg4842_1Bald ist es auch hier soweit (wenn auch er 2 Monate später als im Rest der Welt...), der neue "Star Wars"-Film kommt in die Kinos. Wie wohl überall, kündigt sich das Ereignis zuerst  mit Massen neuen Spielzeugs an, so auch hier. Bei "toisarasu" (besser bekannt als "toys'r'us") gab es eine große Lego-Kollektion, Figuren, Spielzeugwaffen, eine "Darth Vader"-Maske und... sein Lichtschwert!

15. April 05

Mutation? Sensation!

von Gunda

200504151320_2Toll! Rosa und weiße Blüten an EINEM Baum!

Noch mehr Öl ins Feuer...

von Thomas

...haben jetzt die Japaner in die aktuell ganz schlechten Japanisch-Chinesischen Beziehungen gegossen und das im wahrsten Sinne des Wortes. Es geht um Probebohrungen für Öl und Gas im Chinesischen Meer, genauer gesagt in einem Teil des Meeres, der von beiden Ländern jeweils zum eigenen wirtschaftlich nutzbaren Gebiet gezählt wird. Nachdem nun die Chinesen dort schon alles für die ersten Bohrungen vorbereitet haben, zogen die Japaner dieser Tage nach und gaben den Startschuss für das Vergabeverfahren von Bohrungen in demselben Gebiet. Das wiederum bringt nun die Chinesen auf die Palme! Diese vordern einen sofortigen Stopp dieses Verfahrens und protestieren bei der japanischen Regierung, die ihrerseits bei der chinesischen wegen der gewaltsamen Proteste vom letzten Wochenende protestiert.

Und da das alles noch nicht reicht, planen Aktivisten in China wieder große Anti-Japan Demonstrationen fürs kommende Wochenende, wenn der japanische Außenminister in Peking ist.

Was kommt wohl als naechstes? Nun, erstmal kamen gute Ratschläge von Bundeskanzler Schröder Richtung Japan. Man solle sich doch Deutschland und die Deutsch-Französische Aussöhnung nach dem 2. Weltkrieg zum Vorbild nehmen. Ob solche Ratschläge hier gut ankommen, weiß ich nicht, vor allem wenn man sie gibt, während man in Südkorea weilt und der dortige Präsident im Chor mit Schröder das gleiche Lied singt... Man wird sehen.

14. April 05

Japan und seine Nachbarn

von Thomas

Momentan ist das Verhältnis Japans zu seinen Nachbarn im Westen besonders schlecht, nicht das es in den letzten 150 Jahren irgendwann einmal besonders gut gewesen wäre, aber in den letzten Tagen ist es mal wieder auf einem Tiefstpunkt angelangt.

Die Ursache für das Missverhältnis zu seinen Nachbarn Korea und China liegt in der aggressiven Kolonialpolitik der Japaner seit der Meji-Zeit bis zum Ende des 2. Weltkriegs. Die Eroberung Taiwans und Koreas, die immer ausgedehntere Besetzung Chinas und schließlich der Pazifikkrieg, in dem das imperialistische Japan fast ganz China und Suedostasien eroberte und dabei unzählige Kriegsverbrechen beging.

Dies ist nun 60 Jahre her und wie das Beispiel Europa zeigt, sollte diese Zeitspanne eigentlich für eine Versöhnung ausreichen, aber hier ist man noch weit davon entfernt. Japan ist in keinsterweise bereit sich für die Gräuel des Krieges zu entschuldigen, zwar gibt man offiziell alles zu, zahlt auch (allerdings als Wirtschaftshilfe bemaentelte) Entschädigungen, aber eine offizielle Entschuldigung liegt noch in weiter Ferne.

Aber warum ist das alles gerade wieder so aktuell? Nun, Japan möchte einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat und stößt dabei auf Skepsis und Ablehnung vor allem bei China. Und dann gibt es noch einen ganz konkreten Auslöser für die aktuelle Krise, ein japanisches Schulbuch, in dem die japanische Kolonialpolitik gelinde gesagt etwas "geschönt" dargestellt wird, ist vor einigen Tagen veroeffentlicht worden. Massaker werden als Unruhen mit vielen Toten beschrieben und vor allem die Leugnung der massenhaften Verschleppung chinesischer und koreanischer Frauen, die dann als "Sexsklaven" für japanische Soldaten dienten, erregt die Gemüter. In Südkorea gab es große Proteste und in Peking und anderen chinesischen Staedten kam es  sogar zu gewaltsamen Ausschreitungen, bei denen die japanische Botschaft sowie japanische Restaurants und Geschäfte schwer beschädigt wurden.

Und nun werden die diplomatischen Bälle hin und her geschoben. Japan verlangt von China eine Entschuldigung und Garantien, dass sich so was nicht mehr wiederholt. China interessiert das relativ wenig und mahnt eine andere Haltung Japans zu seiner Vergangenheit an, worauf Gestern dann z.B. die Japan Times wieder die mangelnde Selbstkritik chinesischer Geschichtsschreibung und die einseitig negative Darstellung Japans beklagte und auch Südkorea noch einen Seitenhieb, der in die gleiche Richtung zielt abbekam.

Tja, so wird man das Problem wohl nie lösen können. Hier muss wohl oder übel auch einmal die japanische Seite sich bewegen, sich, wenn auch teilweise zu recht, immer nur über die Anderen beklagen und Dinge gegeneinander aufzurechenen, hilft da wenig. Aber eine Aenderung dieses Verhaltens liegt wohl noch noch in weiter Ferne...

DSV

von Gunda

Heute war mein erstes Treffen mit dem Konversationskurs des Deutschen Sprachvereins Tsukuba, der sich zweimal im Monat (ab heute mit mir) trifft.
Wie schon beschrieben sind die Leute alle sehr nett und vorallem sehr interessiert, und ich wurde freundlich empfangen.
Ich muß mich nur noch daran gewöhnen, daß man am Eingang des Gemeinschaftshauses die Straßenschuhe gegen Plastiklatschen tauschen muß und die Straßenschuhe dann in einem Regal vor dem Haus fleißig Insekten einladen. Cimg5349_small
Außerdem muß ich mich noch daran gewöhnen, daß von 15 Leuten immer nur 5-7 kommen. Und zwar nicht alle auf einmal, sondern (wegen der Arbeit) kleckerweise; der Letzte um 10 Minuten vor Schluß... Und dann muß ich mich noch daran gewöhnen, daß nicht immer die gleichen Leute da sind, ich also nicht die Stunden aufeinander aufbauen kann, sondern sie in sich abgeschlossen sein müssen.
Aber alles in allem macht mir der Kurs Spaß. Und das ist ja für alle Beteiligten die Hauptsache.

Kanamara Festival

von Gunda

200504141352_1Was man halt manchmal so alles verpasst...

13. April 05

Krankes Japan

von Gunda

Das nur vorweg bemerkt: Die meisten Japaner sind unglaublich stolz auf ihre hochentwickelte Medizin mit allem, was dazugehört. Trotzdem boomt hier die "Self-medication", und fast jede Drogerie hat eine Apotheken-Abteilung mit frei verkäuflichen Medikamenten. Außerdem kann man im Convinience-Store alle möglichen Fläschchen mit dopingähnlichen Wässerchen kaufen, die stark aufputschen und dem Körper suggerieren, er sei gesund.
Trotzdem gehört Japan zu den Ländern mit der höchsten durchschnittlichen Lebenserwartung...

Wie schon in der Vergangenheit beschrieben, brauchte ich hier einen Arzt, der mir meine Medikamente gegen Migräne weiter verschreibt, weil meine deutsche Krankenkasse im Moment nur Rechnungen aus Japan akzeptiert. Kein Problem, meinte mein Arzt in Deutschland, meine Medikamente gäbe es da auch. Also hatte ich beim Umzug nach Japan eine Sorge weniger.

Nach und nach sind mir dann natürlich die Medikamente ausgegangen, obwohl ich schon einen ganzen Haufen (Zoll sei Dank) mit hierher gebracht hatte. Zuerst die Medikamente für einen konkreten Migräneanfall.
Als das Zeug zur Neige ging, hat Thomas für mich in der Ausländer-Mailingliste nach einem geeigneten Krankenhaus geforscht. Denn hier gibt es keine speziellen Arztpraxen, keinen ausgesuchten persönlichen Arzt, sondern nur (meist private) Krankenhäuser, die einfach vormittags Sprechstunde haben.

Der Mailingliste hatte Thomas den Namen und den Wirkungsort einer Englisch sprechenden Neurologin abgerungen. Also bin ich in das "Tsukuba Memorial Hospital" ("Tsukuba Kinen Byoin") gefahren. Der Bus, in den ich umsteigen mußte, fuhr nur einmal in der Stunde, und so hatte ich die Ärztin knapp verpaßt. Einen Tag später bin ich in aller Frühe aufgebrochen, um es noch einmal zu versuchen.

Wer sich jetzt vorstellt, daß man sich da irgendwo anmeldet, dann ein bischen wartet, drankommt und wieder rausgeht, ist von Deutschland ziemlich verwöhnt. (Ich hätte mir nie träumen lassen, daß ich mal schreiben würde, daß man in Deutschland verwaltungstechnisch verwöhnt werden würde!)
Nein, das ist doch etwas komplizierter:
Erst das Aufnahmeverfahren. Natürlich konnte keiner Englisch. Nach einer Weile war ein Angestellter gefunden, der von sich behauptete, Englisch zu können. Der radebrechte mir dann eins über die Aufnahme und organisierte einen Aufnahmebogen in Englisch, den ich ausfüllen mußte. Dann nahm er den Bogen, brachte ihn, mit mir im Schlepptau, zu der entsprechenden Abteilung und erzählte der dortigen Organisationsfrau, ich könne kein Japanisch. Japaner gelten ja allgemeinhin als zurückhaltend, was Gefühlsausbrüche angeht; aber davon hatte die Dame wohl noch nichts gehört, denn sie verdrehte die Augen nach oben und stöhnte hörbar. - Vielen Dank! Da fühlt man sich doch gleich willkommen...
Dann mußte ich eine Stunde auf dem mir zugewiesenen Platz warten, bis mein Name ("Gunda-sama!") aufgerufen wurde. Ich kam aber nicht etwa zur Ärztin, sondern durfte nur in den Bereich vor dem Sprechzimmer der Ärztin aufrücken. Da habe ich dann nochmal eine halbe Stunde gewartet und kam endlich dran.

Cimg531Die Ärztin bekam von mir artig meine Krankengeschichte erzählt. Dann legte ich ihr das englische Schreiben meines Arztes in Deutschland vor und sagte ihr, daß ich gerne die Anfalls-Medikamente verschrieben bekommen würde. Wenn sie Fragen zu der Medikation hätte, könnte sie ja gerne meinem Arzt eine Mail nach Deutschland schicken.
Da ich wußte, daß mein Verhalten für eine japanische Ärztin sehr Patienten-untypisch erscheinen mußte, war ich in Folge auf so ziemlich alles gefaßt. Der japanische Durchschnittspatient geht nämlich zum Arzt, sagt "Sensei, mir geht's nicht gut; machen Sie mich gesund." und den Rest muß der Arzt besorgen. Da werden keine fertigen Diagnosen auf den Tisch gelegt, keine Medikamente gewünscht und schon gar nicht das angezweifelt, was der Arzt sagt oder verschreibt. Zu Medikamenten gibt es keine Beipackzettel (außer mit Anweisungen), und immerhin wollen inzwischen schon 40% der japanischen Patienten es wirklich wissen, wenn sie z.B. Krebs haben...
Die Ärztin guckte lange auf das Schreiben meines Arztes, holte einmal tief Luft und meinte dann, diese Medikamente würde sie nicht kennen und müßte erst die Medikamenten-Abteilung anrufen. Sie verzichtete also darauf, mich in irgendeiner Weise zu untersuchen und rief in besagter Abteilung an, woraufhin sie mir sagte, daß es diese Medikamente in Japan nicht gebe. Ich war schon ganz verzweifelt; aber sie hatte mir in der Zwischenzeit eine Alternative auf ein Rezept geschrieben. - Ein Medikament, das ich kannte und das ich aus guten Gründen abgesetzt hatte. (Ich bekomme davon manchmal noch mehr Kopfschmerzen.) Entnervt verzog ich mich mit dem Rezept.

Dann holte ich meine Unterlagen von der Verwaltung ab, brachte sie zur Kasse, wo ich nochmal eine Stunde warten mußte, bis ich das Geld für die Behandlung bar auf den Thresen legen konnte. Aber damit war es nicht genug, denn meine Krankenkasse kann kein Japanisch; also brauchte ich eine Rechnung auf Englisch.
Das verstand natürlich wieder keiner. Also wurde der Angestellte geholt, der mir schon bei der Anmeldung geholfen hatte. Nach fünf Minuten hin und her hatte er endlich verstanden und verschwand. ("Other will do.") Dann wartete ich nochmal ungefähr eine Stunde, bis ein Anzugträger mir stolz seine selbstgefertigte Übersetzung präsentierte. Das haute mich fast vom Stuhl: Der Mann hatte EINE Stunde für die Übersetzung von DREI Wörtern gebraucht! Und war darauf auch noch ganz offensichtlich stolz!

Völlig genervt verließ ich das Krankenhaus und machte mir schon Pläne, was ich beim nächsten Mal tun würde, um das Ganze angenehmer zu gestalten.

Da waren die Leute in der Apotheke doch irgendwie angenehmer und pfiffiger. Ein älteres Ehepaar bei uns am Bahnhof, das mich wohl genauso nett fand, wie ich sie süß. Die konnten zwar auch kaum Englisch, hatten aber immerhin das hier doch seltene Talent zur Improvisation und Abstraktion. Am nächste Tag konnte ich meine Medikamente abholen, und sie hatten sogar einen Zettel auf Englisch vorbereitet, wo alles draufstand, was sie mir sagen wollten. - Ich war gerührt.
Als ich neulich mal etwas abgeholt habe und Thomas vor der Tür mit den Fahrrädern gewartet hat, ist die Frau mir unter einem Vorwand sogar extra noch hinterhergekommen, um Thomas anzugucken...

Tja, von dem Medikament bekam ich tatsächlich mehr Kopfschmerzen und stand deshalb bald wieder beim Krankenhaus auf der Matte. Vorher hatte ich mich mit meinem Arzt in Deutschland per Mail über mögliche alternative Medikamente ausgetauscht und kam also wieder mit einem Vorschlag an, was bei der Ärztin ein Stirnrunzeln erzeugte. Sie rief wieder in der Medikamenten-Abteilung an und teilte mir dann mit, dieses Medikament sei in Japan ganz neu. (In Deutschland gibt es das schon länger, und überhaupt gibt es dort nicht nur drei, sondern wesentlich mehr Medikamente dieser Sorte.) Sie zögerte noch ein bischen, weil sie es nicht kannte, verschrieb es mir dann aber doch und tauschte sogar das andere Medikament auf meinen Wunsch gegen ein anderes aus. - Mann, war ich mutig!

Die Verwaltungsprozedur hatte sich auch erheblich vereinfacht, weil ich seit dem letzten Mal eine Plastikkarte mit Magnetstreifen hatte, die man einfach nur in einen Automaten schieben......
und dann hilflos gucken mußte, weil alles auf Japanisch war. Toll einfach! Das änderte allerdings nichts an dem Aufenthaltsminimum von zwei Stunden. Nur, daß ich eine Rechnung auf Englisch brauchte, das mußte ich wieder ganz von vorne erkämpfen. - Offensichtlich konnte sich daran niemand mehr erinnern. Also habe ich bei einem meiner folgenden Aufenthalte gefragt, ob man das nicht irgendwo im Computer speichern könnte. Das hatte einen riesigen Aufruhr und weitere zwei Stunden Wartezeit zur Folge. (Was machen eigentlich Leute, die arbeiten UND chronisch krank sind? Nehmen die sich dann nen Urlaubstag? - Super Urlaub!)

Ab da lief soweit alles ganz glatt. Wären...
ja, wären mir nicht meine täglich einzunehmenden prophylaktischen Medikamente nicht auch langsam zur Neige gegangen. Naiv, wie ich war, dachte ich, ich könnte das noch schnell vor dem Urlaub erledigen. Also bin ich wieder mal ins Krankenhaus gefahren, wo ich nach der üblichen einstündigen Wartezeit von der Ärztin erfahren durfte, daß es in Japan kein Magnesium zum Einnehmen gibt und Vitamin B2 in meiner hohen Dosierung in Japan verboten sei. (Gut, in Deutschland mußte das auch extra für mich in Kapseln verpackt werden; aber es war immerhin nicht verboten.) Wieder mal rutschte mir kurzzeitig das Herz in die Hose. Würde ich diese Medikamente nicht bekommen, würden sich meine Migräneanfälle wohl verdoppeln.
Ich wandelte meine Verzweiflung schnell in Konstruktivität um und versuchte, zusammen mit der Ärztin eine Lösung zu finden. Das war für die arme Frau wohl zuviel der Kooperation, denn plötzlich wurde sie ganz weiß im Gesicht und schrie mich an, ich solle mir doch einen anderen Arzt suchen, wenn mir das nicht passen würde!
Für diesen professionellen Rat drückte ich an der Kasse ca. 20 Euro ab und verschwand in den Urlaub.

Auf dem Weg nach Hause überlegte ich mir, was ich tun könnte. Zu mehreren Ärzten und mir jeweils so viel verschreiben lassen, wie möglich? Aber dann müßte ich auch zu verschiedenen Apotheken. Und immer zwei Stunden warten und alle Behandlungs- und Fahrtkosten erstmal selber bezahlen... Nee. Zu aufwendig. Und Magnesium aus Deutschland schicken lassen? Bischen teuer...

Daß ich die Medikamente nicht hatte, rächte sich im Urlaub schon ganz gewaltig...

Als wir zurück waren, schrieb ich dem Arzt in Deutschland wieder eine Chaos-Mail. (Ich entschuldige mich hiermit ganz offiziell!) Die Lösung war überraschend einfach. - Daß ich da nicht selber drauf gekommen bin...
Bestellung per Internet! Bei meiner Recherche war ich doch sehr erstaunt, was für Sachen in den USA so frei verkäuflich sind. (Bei Pizza Hut USA konnte man sogar Pizza mit "added Nutrition" per Internet bestellen. "Eine Pizza Hawaii mit extra Vitamin C, Q10 und Vitamin B12, bitte!")
Jedenfalls habe ich dort das gefunden, was ich brauchte. (Liebe Gertrud, lieber Timo, bitte weglesen!) Das war alles unglaublich viel billiger als in einer deutschen Apotheke. Schnell war geklärt, daß mein deutscher Arzt das Präparat befürwortet und sie die Sachen auch nach Japan schicken. (Natürlich müssen wir das aus eigener Tasche bezahlen.) Also haben wir erstmal eine Packung bestellt, auf die ich nun schon zwei Wochen warte und mir langsam Sorgen mache, ob sie nicht vielleicht doch beim Zoll hängengeblieben sind.

Blieb nur noch das Problem mit dem neuen Arzt ungelöst.
Also bin ich heute ins "Tsukuba Medical Center" gefahren, das mir von Linda empfohlen wurde. (Mein drittes Krankenhaus seit wir hier angekommen sind.) Das war dann ja doch schon was anderes. Erstmal habe ich gleich zu Beginn die für das Serviceland Japan angemessene Anzahl von Leuten (3-4) beschäftigt, die sich um meine Aufnahme und den richtigen Arzt gekümmert haben. Unheimlich nette Leute, die fast Englisch konnten und unglaublich rührend bemüht waren. Zufrieden machte ich es mir im Wartebereich bequem, als der Verwaltungsmensch von der Aufnahme nochmal ankam um mir zu sagen, ich müßte wahrscheinlich ca. 40 Minuten warten. Von dem Umsorgen schon ganz eingelullt, sagte ich, das mache gar nichts und versank wieder in meinen Gedanken. Naja, unter einer Stunde...
Ich kam dann sogar schon nach 20 Minuten dran. Cimg532
Der junge Arzt konnte ziemlich gut Englisch und wußte sogar was über Migräne. Sollte ich diesmal endlich Glück gehabt haben?
Doch dann wurde ich plötzlich hellwach: Hm, ja, also, dieses Medikament, das würde er nicht kennen, da müßte er mal in der Medikamenten-Abteilung... - Seufz!!! Zum Glück hatte ich mein Apotheken-Tütchen dabei, mit dem ich beweisen konnte, daß das Medikament in Japan existierte. Jaja, sagte der Arzt höflich, er müsse aber erstmal klären, ob dieses Krankenhaus dieses Medikament überhaupt verschreiben dürfe. Waaaaaaaaaaaas??? Habe ich das richtig verstanden? Es gibt Medikamente, die ein Krankenhaus verschreiben darf und ein anderes nicht??? ("Authorisiertes Aspirin-Krankenhaus"...) - Das behielt ich natürlich erstmal für mich und versuchte es zur Abwechslung mal mit der japanischen Variante: Pokerface.
Verständnisvoll nickte ich und wurde dann vom Arzt vor die Tür geschickt. - Das könnte ungefähr 2-3 Stunden dauern. (Ich bin ja wirklich selten froh, daß ich hier noch keinen Job habe. Aber angesichts dieser Wartezeiten...) Zum Glück dauerte es nur eine halbe Stunde, bis mir der Arzt sichtlich erleichtert verkünden konnte, das Rezept läge schon bereit. Uff! Nochmal gutgegangen.
An der Kasse erwartete mich dann der nächste Schreck: Dieses Krankenhaus war fast viermal teurer als das andere! (Naja, ich hab ja auch anfangs viermal so viel Leute beschäftigt...) Und außerdem meinte der Mann an der Kasse, ich dürfte das Rezept nur in der krankenhauszugehörigen Apotheke nebenan einlösen. Ich erklärte ihm, daß ich das nicht könnte, weil ich nicht genug Geld dabeihätte und daß ich das Rezept gerne bei mir um die Ecke einlösen würde, weil das vielleicht bestellt werden müßte. Daraufhin rief der Herr bei meiner Apotheke an, ob sie das Medikament denn hätten oder bestellen könnten. (Schön, wie hier den Patienten geglaubt wird...) Ich bekam mein O.k. und zog mit dem Rezept (und einer problemlosen Rechnung auf Englisch) ab.

Was wohl nächstes Mal passieren wird? Und ob meine Internetbestellung irgendwann mal hier ankommt?

p.s.: Ich bedanke mich hiermit ganz offiziell bei Herrn Professor Göbel für seine engagierte Katastrophenhilfe per Mail!!! - Ohne Sie wäre ich aufgeschmissen gewesen.

Wer mehr zu Migräne, dem Professor oder der dazugehörigen Klinik wissen will, findet hier alles, was das Patienten- und Angehörigenherz begehrt:

www.schmerzklinik.de

www.migraene-schule.de

It's party time!

von Thomas

200504131202_1 Ende der Woche verlässt Onose-san unsere Gruppe Richtung Amerika und das war Anlass genug für eine kleine Abschiedsfeier. Was ganz besonderes hatte man sich ausgedacht, ein Besuch in einem edlen Sushi-Restaurant. Super, ist ja genau das, was ich am liebsten esse... Aber es gab Hoffnung, denn in der Einladung stand, man sollte es nur sagen, wenn man kein Sushi mögen würde, es gäbe dann was anderes. Ist ja toll, dachte ich, kann ja nicht viel schief gehen. Denkste, ich bekam ein Sushi-Spezial, ohne Fisch halt, aber dafür ist jemand auf die glorreiche Idee gekommen, in einige Sushi-Stücke Natto rein zu tun! Was soll man dazu sagen? Da hätte ich ja noch lieber rohen Fisch gegessen... Selbst die Kollegen, denen ich das Natto-Sushi anbot, lächelten nur höflich und ignorierten mein großzügiges Angebot.

Auch sonst war das Essen ein "Was-ist-was" dessen, was ich an japanischen Essen nicht mag, kaltes, eingelegte Gemüse, Miso-Suppe, grüner Tee und eine Art "Fischpudding" (oder was das auch sonst immer gewesen sein mag...). Einziger Hoffnungschimmer waren ein Stückchen gebratener Fisch und ein winziger (normaler) Pudding als Nachtisch.

Na ja, zurück bei der Arbeit bin ich erstmal  in den Supermarkt gegangen und habe ein Stück Kuchen gekauft :)

Auch sonst war die Party sehr merkwürdig. Wir kamen um 12 Uhr dort an und 30 Minuten später fuhren wir schon wieder weg und das obwohl 5 Leute noch eine Rede geschwungen haben und wir erst danach mit dem Essen anfingen. Aber kaum war das letzte Stück Sushi gegessen, wurde das Geld eingesammelt und los gings. Von gemütlich sitzen und noch etwas plaudern keine Spur. Schon eine für Westler komische Vorstellung von einer Abschiedsparty...

12. April 05

Nicht mehr allein unter Hausfrauen!

von Thomas

Heute ging's weiter mit 'nihongo o benkyou shimasu', der zweite Teil meines Sprachkurses hat angefangen. 'Beginners I' nennt sich das Ganze jetzt und findet irgendwo im Keller des 'Ibariki Prefecture'-Gebäudes statt. Was hat sich geaendert gegenüber dem ersten Kurs? Zunächst mal die Lehrerinnen, die sind jetzt ungefähr 20 Jahre älter (Im 'Beginners II' Kurs sind sie dann nochmal älter. Offensichtlich steht Alter hier für Wissen über die japanische Sprache...) und es sind nur noch drei statt vier. Der harte Kern aus dem ersten Kurs findet sich auch hier wieder, nur wenige derer, die zuletzt noch dabei waren, haben aufgehört. Dafür sind es gut 15-20 neue Leute, die im Kurs sitzen. Eine davon ist Gunda... :)

Und das ist auch schon die beste Nachricht an der Sache, denn ich denke zu zweit wird uns die Sache erstens mehr Spaß machen und zweitens können wir so besser zusammen lernen, was bisher nicht so richtig hingehauen hat, da ohne Kurs Gunda letztlich doch nicht soviel gemacht hat.

Ansonsten hat sich im Prinzip nichts geändert, die Teilnehmer kommen immer noch aus aller Herren Länder, aus der Karibik, Afrika, Australien und Neuseeland, Süd- und Südostasien, aus China natürlich viele und Europa. Eine Deutsche ist dabei. Wieder sind es überwiegend Frauen und wie schon im ersten Kurs dürften es meist Hausfrauen sein, die ihren Aufenthalt in Japan irgendwie sinnvoll füllen müssen, während ihre von irgendwelchen Instituten angeheuerten Männer arbeiten. Das klingt zwar jetzt nicht besonders nett und fortschrittlich, aber es ist schlicht so...

Also 'ganbatte kudasai', auf in die zweite Runde, es kann nur besser werden :)

11. April 05

Wieder ein Erdbeben

von Thomas

Heute war es wieder soweit, die Erde bebte. Wir waren gerade wach geworden, als es für einige Sekunden anfing zu wackeln. Passiert ist uns nichts, wie aus der Webseite der Japan Times jedoch hervorgeht, lag das Epizentrum gar nicht soweit von uns weg in der Provinz Chiba, die südlich von Ibaraki liegt. Das Beben hatte eine Stärke von 6,1 und dürfte damit in unserer Gegend das heftigste nach dem Beben vom Februar gewesen sein.

Langsam wird man wirklich ziemlich abgeklärt, was diese kleineren Beben angeht, man nimmt es natürlich noch bewusst wahr, aber man erschrickt nicht mehr so wie noch am Anfang, als es immer so schien, als wären wir die Einzigen, die überhaupt was gemerkt hätten, während die Japaner einfach das weitermachten, was sie vorher auch taten.

Aber natürlich kann irgendwann doch mal was passieren, man weiß es halt nicht, aber man darf sich eben nicht davon verrückt machen lassen.

09. April 05

Auf der Suche nach Sakura!

von Thomas

Cimg5313In Tsukuba sind die Kirschbäume voll erblüht, Sakura allüberall  und so wollten wir uns auch aufmachen, um unser "hanami" zu erleben. "Hanami" heißt soviel wie "Blüten betrachten" und meint das typisch japanische Picknick unter voll erblühten Obstbäumen, insbesondere den Kirschbäumen. In Massen pilgern die Menschen dorthin, um sich dann auf blauen Plastikplanen nieder zulassen und zu essen und vor allem reichlich zu trinken...

Gestern hatten ich ja schon mein "hanami" am AIST, heute wollte Gunda da auch ihres erleben. Außerdem waren noch Linda und Peter mit, unsere chinesisch-kanadischen Bekannten aus Tsukuba. Als Ziel hatten wir uns den Mt. Tsukuba ausgesucht, das beste Ausflugsziel in der näheren Umgebung. Dort gibt es einen schönen Schrein und mit einer Bahn kann man rauf zum Gipfel fahren. Na ja, dort wird es sicher auch viele Kirschbäume geben und die dazugehörigen Japaner mit ihren Cimg5280blauen Planen. Aber Pustekuchen... Klar, es gab dort einige Kirschbäume und auch viele Japaner, aber es waren immer nur einzelnen Bäume  und zum Picknicken boten sie nicht den richtigen Untergrund. Die größte Ansammlung von Kirschbäumen gab es noch auf einem Friedhof in der Nähe des Schreins, aber das war nun auch nicht gerade der richtige Ort, um dort zu picknicken...

Aber trotzdem war es ein schöner Ausflug, das Wetter war wundervoll, blauer Himmel und Sonnenschein und es gab ja auch Kirschblüten... Ein paar Stunden sind wir dort spazieren gegangen, haben viele Photos gemacht, Gunda hat Sakura-Eiscreme gegessen und schließlich haben wir auch noch unser Picknick gemacht. Allerdings nicht unter Kirschbäumen, sondern unter einem Sonnenschirm auf einer Terrasse, die Teil der Bergbahnstation war :)

Leider mussten wir schon recht früh wieder los, die Fahrt mit dem Bus zum Mt. Tsukuba ist ziemlich umständlich und langwierig und der letzte Bus fährt auch noch recht früh.   

Zurück in Tsukuba angekommen, sind wir dann noch mit zu Linda und Peter. Dort gab es dann Barbecue im koreanischen Stil, bei dem Fleisch und Gemüse gegrillt werden und dann mit einer scharfen Soße beträufelt werde und in ein Salatblatt gewickelt werden. Das war sehr lecker, wenn ich das mit dem Einwickeln auch nicht richtig hin bekommen habe.

So war es am Ende noch ein schöner lustiger Tag und unser "hanami" werden wir versuchen am naechsten Wochenende in Tokyo nachzuholen (wenn es dann noch Kirschblüten dort gibt...)

08. April 05

Kirschblüten-Picknick

von Thomas

Cimg5231_smallGerade habe ich mein echt japanisches Frühjahrs-Erlebnis hinter mir: Ein Picknick unter Kirschblüten bzw. 'sakura', wie es hier heißt. Es ist ein faszinierender Anblick, während sonst im Jahr alle versuchen ihre Mittagspause möglichst schnell zu beenden, um wieder rasch zur Arbeit zu kommen, schlenderten heute Massen von Leuten mit Lunch-Paketen durchs Gelände, um sich ein freies Plätzchen unter den voll erblühten Kirschbäumen zu suchen. Dort sitzt man dann auf großen blauen Platikplanen und isst und ruht sich aus, alles schön locker und gemütlich.

Cimg5235_smallJemand aus unserer Gruppe hatte für heute ein solches Picknick organisiert und so saßen wir alle bei strahlendem Sonnenschein unter Kirschbäumen, aßen und erfreuten uns an dem Anblick. Bei solchen Gelegenheiten, wird einem dann doch wieder bewusst, wie anders bei all der äußeren Verwestlichung die Japaner doch noch sind... Typischer geht es kaum noch.

06. April 05

Neue Leute

von Thomas

Heute gab es einen wahren Vorstellungsmarathon, insgesamt neun neue Leute wurden bei der morgendlichen Vollversammlung vorgestellt. Warum mit einem mal so viele? In Japan beginnt am 1. April das neue Haushaltsjahr, das 'new fiscal year', und das ist daher der traditionelle Zeitpunkt für den Beginn einer Anstellung oder für den Berufswechsel. Viel zu sagen gibt es erstmal nicht zu den Neuen. Zwei von ihnen gehören zu ERATO, die anderen zu CERC, eine Frau war tatsächlich auch dabei. Ja und einer war wohl mal in Deutschland, jedenfalls hatte er ein Schlüsselband von Borussia Dortmund um den Hals hängen...

Während also ERATO heute zwei neue Leute begrüßen konnte, verliert es naechste Wochen wieder einen, Onose-san geht nach Amerika, genauer gesagt nach Princeton.

05. April 05

Noch mehr Bilder...

von Thomas

Nein, noch nicht die Urlaubsbilder, sondern erstmal die Bilder von unseren beiden letzten Ausflügen vor dem Urlaub. Zum einen von unserer Fahrt in den Schnee nach Fukuroda, zum anderen der Ausflug unter die blühenden Pflaumenbäume in Mito.

Und dann gibt es jetzt auch Bilder von Gunda im echt japanischen Kimono!

Ein paar neue Bilder finden sich in unserer Rubrik Kurioses und wer ganz genau hinschaut, der findet in unserem Fotoalbum auch schon das ein oder andere Urlaubsfoto...

Viel Spaß!

04. April 05

Und noch'n Erdbeben...

von Thomas

Heute in den frühen Morgenstunden war es mal wieder so weit: Ein Erdbeben. Irgendwie waren wir beide in dem Moment wach geworden und Gunda meinte "Hey, ein Erdbeben". Ich meinte daraufhin nur "Ja, ja" und drehte mich um. Gunda murmelte noch "Ist nur ein kleines" und dann war ich auch schon wieder eingeschlafen.

Irgendwie gewöhnt man sich daran, dass es recht zuverlässig mindestens einmal im Monat wackelt. Man erschreckt nicht mehr, wundert sich nicht mehr und versteht die Japaner in diesem Punkt endlich auch besser, die sich dadurch nie aus der Ruhe bringen lassen. Das es auch mal ganz schlimm werden kann, verdrängt man. Aber das tut  man ja mit allen Dingen, seien es die Gefahren des Überquerens der Straße oder sonst was, man würde ja auch sonst verrückt. Irgendwann werden wir dann vielleicht auch gar nicht mehr wach, wenn es mitten in der Nacht anfängt zu wackeln.

02. April 05

Neues aus Tsukuba!

von Thomas

Tsukuba, die Stadt in der mein Institut, das AIST liegt, ist größtenteils eine Schöpfung der letzten 30 oder 40 Jahre. Das ursprüngliche Tsukuba war wohl ein recht kleines Nest am Fuße des gleichnamigen Berges. Ziel des Stadtausbaus war eine Entlastung von Tokyo auf dem Gebiet Wissenschaft und Forschung zu erreichen. SO wurden hier zahlreiche Institute angesiedelt, unter anderem z.B. auch die japanische Raumfahrtbehörde JAXA. Einen Aufschwung gab es dann nochmal, als Mitte der 80er Jahre ein Teil der Expo hier stattfand. Heute ist die 'Science City Tsukuba' recht gut entwickelt, die Stadt hat unter anderem etwa 200000 Einwohner und eine Uni, mit einem recht guten Ruf im Lande.

Leider merkt man der Stadt an vielen Stellen noch an, dass sie künstlich aus dem Boden gestampft wurde, zu gradlinig ist alles, zu wenig gewachsen. Die Ausfallstraßen wirken wie Kopien ihrer amerikanischen Geschwister mit ihren Restaurants und Shopping-Centren. Vor allem fehlt Tsukuba aber noch ein ansprechendes Stadtzentrum und ein Bahnhof! Dieser soll jedoch diesen Herbst fertig werden und dann kann man mit dem 'Tsukuba Express" innerhalb von 45 Minuten nach Tokyo fahren, was Tsukuba sicher einen weiteren Aufschwung geben wird, werden doch nun die Leute nicht mehr mit der etwas trägen Joban-Line nach Tokyo tukkern oder die Busse benutzen.

Der Bau des Bahnhofs und die Erwartung neuer Menschenstroeme werfen jedenfalls ihre Schatten schon vor raus: Neue Parkhäuser entstehen, der Busbahnhof wird modernisiert und man kann schon erahnen, wo einmal der zukünftige Express-Bahnhof stehen wird. Der letzte Streich war die Neueröffnung des "Q't" Kaufhauses während wir auf Urlaubsreise waren.

Cimg5211_smallHeute hatten wir dann endlich mal Zeit, uns das neue Shopping-Areal anzusehen. Und wir müssen sagen, es ist recht schön geworden. Kein hässlicher Klotz, sondern ein mit vielen Innenhoefen aufgelockertes Gebäude, dass viele kleine, aber nette Geschäfte enthält, meist Klamottenlaeden, aber auch vieles andere (unter anderem auch der Laden auf dem Foto rechts, aber das ist mehr ein Insider...). Besonders ein Laden mit recht modernen Einrichtungssachen und Kleidung hatte es uns angetan. Wir hatten eine Filiale dieser Kette in Osaka gesehen und wollten schon in Tokyo auf die Suche gehen, was jetzt nicht mehr nötig ist.

Nein, Tsukuba macht sich, auch wenn es für viele Leute aus Tokyo immer ein bedeutungsloses Nest bleiben wird, für uns ist eine Kleinstadt, die alles bietet, was man erstmal so braucht, Tokyo nicht ersetzten kann, aber es einem auch nicht zu schwer macht, dass man dort nicht wohnt.

200504021701Ach ja, ganz wichtig: Die japanische Starbucks-Filiale Nr. 602 findet sich jetzt im neuen Tsukuba-Kaufhaus. Wir haben natürlich gleich mal vorbei geschaut :)

Mal wieder Haareschneiden...

von Thomas

Die Zeit war mal wieder um, wir mussten wieder zum Friseur. Natürlich gehen wir jetzt immer zu unseren Lieblingsfriseurinnen, die immer ganz aufgeregt sind, wenn sie uns sehen ;)

Na ja, so wild ist das alles nicht mehr, wie ich schon gestern merkte, als ich einen Termin für Gunda und mich ausmachte. Die Damen dort sind zwar immer noch etwas unsicher, wie sie mit uns umgehen sollen, aber es kommt nicht mehr eine nach der anderen und stellt zaghaft eine Frage oder will uns irgendwas sagen oder zeigen. Nein, langsam kehrt auch hier Normalität ein. Aber was heißt Normalität, im Vergleich zu einem deutschen Friseur ist doch vieles anders, dass fängt schon beim etwa 10 minütigem Haarewaschen an und geht über die Kopf- und Nackenmassage und endet beim Haareschneiden, das so langsam und vorsichtig geschieht, das es etwas doppelt so lange dauert, wie aus Deutschland gewohnt. Aber was soll's, das Ergebnis ist trotz Sprachproblemen eigentlich immer sehr gut, alle sind freundlich und es ist immer wieder etwas zum Schmunzeln dabei. Wir werden also weiterhin hier hingehen :)

01. April 05

I'm swimming in the pool...

von Thomas

Endlich war ich heute wieder schwimmen, nachdem ich ja zuletzt im Oktober im Schwimmbad war und damals dachte, dass ich da eigentlich öfter hingehen werde, hat es jetzt doch einige Monate gedauert, bis es soweit war.  Na ja, besser spät als nie...

Wenn ich auch natürlich nicht mehr so in Form war, ging es doch eigentlich recht gut. Einen Kilometer bzw. 20 Bahnen (es sieht mir nach einem 50 m Becken aus) hab ich letztlich recht locker geschafft, nächste Woche werde ich dann mal meine sonst üblichen 30 Bahnen anpeilen.

Ansonsten war ich diesmal besser vorbereitet, eine Badekappe hatte ich dabei und die fünf minütige Zwangspause, bei der alle das Becken verlassen müssen, verwirrte mich jetzt nicht mehr :)

Ich hoffe, dass ich jetzt dran bleibe und wieder regelmäßig einmal die Woche dorthin gehe!

April, April!

von Gunda

Das mit der Botschaft und der Uni in Tokyo war endgültig nix. - Ich kann halt nicht genug Japanisch und Deutschland ist ja bekanntermaßen (trotz anzubietender Arbeit) eh pleite...  ;-)

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