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20. März 05

Zweiter Tag: Miyajima

von Thomas

200503201132_1Heute sind wir nach Miyajima, einer kleinen Insel in der Bucht vor Hiroshima, gefahren. Die Insel ist voller Tempel und Schreine, deren berühmtester auf Holzpfaehlen über dem Meer ruht. Das Wahrzeichen der Insel aber ist das aus dem Meer ragende rote Torii (nein, das ist kein Schreibfehler, diese Schreintore heißen im Japanischen wirklich so...) des Schreins.

Um nach Miyajima zu kommen, nimmt man von Hiroshima aus zunächst die Straßenbahn und setzt dann mit einer Fähre zur Insel über. Wie so oft in Japan gibt es eine private und staatliche bzw. zu Japan Railways (JR) gehörige Fähre. Wir hatten uns nun, um Geld zu sparen ein Kombiticket für Straßenbahn und Fähre gekauft mit dem wir dann schnurstracks zur JR-Fähre liefen. War auch kein Problem, das Ticket mussten wir nicht vorzeigen. Die Fähre fuhr direkt am roten Torii vorbei und wir konnten schöne Photos machen. Als wir jedoch ankamen und unsere Karte vorzeigen mussten, winkte der Kontrolleure heftig ab und schickte uns zur privaten Konkurrenz. Hm, irgendwie muss er wohl gedacht haben, dass wir gerade losfahren wollten und nicht angekommen sind, denn sonst hätte er uns doch eigentlich Geld abknöpfen müssen, oder?

200503201112 Direkt vor der Faehr-Station sind wir dann auf das große Kuriosum der Insel gestoßen, die heiligen Rehe, die keinerlei Angst haben, dafür aber manchen zu forschen Touristen in die Flucht schlagen! Es ist faszinierend zu sehen, wie diese sonst so sprichwörtlich scheuen Rehe hier jede Hemmungen fallen lassen. Da wird den Menschen das Futter geradezu aus der Hand gerissen und wehe dem, der meint hier mitten unter Rehe selber was essen zu können oder so dumm ist, seine Tasche offen zu lassen! Keine Chance hat man, diesen Tieren zu entkommen :)

Wir haben uns zum Glück etwas abseits gehalten und sind Richtung Itsukushima Schrein weiter gegangen, schließlich wollten wir uns ja das ansehen, was der Insel ihren Namen gab: 'Miyajima' - die Schrein-Insel. Das besondere am Itsukushima Schrein ist, dass er, genau wie sein Torii, vollständig im Wasser steht. Leider war gerade Ebbe und es war kein Wasser unterhalb des Schreins, der auf seinen Pfählen über den Uferschlick herausragte. Na ja, so konnten wir dafür am Strand ein paar Muscheln suchen und fast ganz von der Meerseite an den Schrein herangehen (bis zum Schrein kam man leider nicht, da der Boden etwas zu weich war).

Ganz abgesehen von seiner besondere Lage über dem Meer, ist der sehr verwinkelt angelegte Schrein, auch so sehr schön. Allerdings hatte er erheblich unter den Herbsttaifunen des letzten Jahre gelitten. Das an vielen Stellen die Farbe fehlte war noch das geringste Problem, einige Teile waren eingestürzt, andere notdürftig abgestützt. Allerdings sind die Aufbauarbeiten im vollen Gange und vieles ist schon wieder repariert.

Cimg4509_smallFür unseren Besuch hatten wir einen günstigen Zeitpunkt erwischt: Auf einer Bühne in der Mitte des Schreines fand Tanz statt. Um was es dabei ging, war uns nicht ganz klar, aber es war faszinierend dem bunt gekleideten und maskierten Priester bei seiner Vorführung zu zuschauen.

Cimg4591_small Den Rest des Tages haben wir uns dann weiter auf der Insel umgeschaut, die auch landschaftlich sehr schön und eine Reise Wert ist. Als wir uns genug Schreine und Tempel angeschaut hatten, sind wir dann mit der Seilbahn hoch in die Berge gefahren (auch diese Fahrt wurde durch unser Ticket abgedeckt). Von dort oben hat man einen guten Überblick über die japanische Inlandsee, in der Miyajima liegt und auf Hiroshima und seine Nachbarstaedte. Leider war es etwas bedeckt und trübe, so dass man nicht allzu weit schauen konnte. Aber das Interessanteste war eh etwas ganz anderes: Affen! Kleine Affen, ähnlich wie PavianeCimg4604_small, die wir schon in Chichibu gesehen hatten, aber nicht so scheu, sondern ganz zahm und ähnlich wie bei den Rehen unten, gab es auch hier zahlreiche Hinweisschilder, dass man kein Essen offen herumtragen sollte oder Taschen öffnen sollten, da die Affen doch recht forsch wären. Aber als wir oben waren, waren die Guten wohl schon etwas müde, jedenfalls kam uns keiner zu nahe...

Cimg4608_smallMit der letzten Bahn sind wir dann runter und da wir schon etwas fusslahm waren, sind wir mit dem Bus Richtung Fähre gefahren. Als wir ausstiegen, ging gerade die Sonne unter und da das Torii genau vor der Sonne aus dem Meer ragte, haben wir die Gelegenheit für einige tolle Photos genutzt, bevor dann endgültig mit der Fähre zurück sind.

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Kommentare

German Murer

Hallo

Habe von den heiligen Rehen gelesen und würde gerne in unsrem Magazin "Vegetarisch genießen" oder in "Freiheit für Tiere" einen Artikel darüber bringen. Ist es möglich Fotos darüber zu bekommen? Es gibt die Diskussion, ob die Rehe natürlich scheu sind oder nur durch die Jagd scheu gemacht wurden. Es gibt viele Hinweise, dass Tiere, wenn sie nicht gejagt werden ihre Scheu vor dem Menschen ablegen.
MfG
German Murer
www.vegetarisch-geniessen.com

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