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28. März 05

Bilanz einer Reise

von Thomas

Jetzt ist unser Urlaub vorbei. Neun Tage sind wir quer durch Japan gereist, haben mit Hiroshima, Miyajima, Kyoto, Osaka, Nara und schließlich dem Fuji, ganz unterschiedliche Orte besucht. Haben uns fast ein Dutzend Tempelanlagen und zig kleine Schreine, Tempel und Pagoden angeschaut, haben Stadtbummel gemacht, sind in diversen Lokalen essen gegangen, haben in den typischen japanischen kleinen Hotels, den Ryokans, gewohnt (einige davon ganz modern, komfortabel und frisch renoviert, andere schon etwas angejahrt, dafür aber sehr urig), haben in heißen Quellen gebadet, sind mit Bussen, U-Bahnen und alten Straßenbahnen gefahren und sind Japans ganzem Stolz, dem Shinkansen durch die Lande gebraust. Es hat geregnet, die Sonne schien, es war kalt und warm und zum Schluss konnten wir einen Weg nicht benutzen, weil dort zu viel Schnee lag. Wir sind mit dem größten Riesenrad der Welt gefahren (ok, das haben wir schon mal gemacht *lach*), sind vor zahmen Rehen und Affen geflüchtet, haben Koffer geschleppt und Schließfächer gesucht. Haben über Fahrplänen gebrütet und versucht Schilder und Speisekarten zu entziffern, haben Andenken und Glücksbringer gekauft. Haben gestaunt und den Grund unseres Erstaunens in Bildern festgehalten (fast 1500 dürften es sein, oh Gott...), waren glücklich und enttäuscht, haben gelacht und waren ganz still, müde und durchnässt vom Regen. Viele Menschen haben wir getroffen, Amis, natürlich auch Deutsche und natürlich Japaner, viele davon Touristen wie wir, die rätselnd auf Stadtpläne schauten oder gar nicht wussten wohin. Japaner aus Osaka sollen anders sein, als die aus Tokyo. Sind sie das? Ich kann es nicht sagen, denn wem sieht man an, woher er kommt. Unser letzter Gastgeber hieß David, erst dachten wir, es wäre der kanadische Ehemann der netten Dame, die Gundas Koffer eifrig die Treppe raufschleppte, aber nein, es war der ältere Japaner, der uns vom Bus abholte... Auf nix ist mehr Verlass...

Kennen wir jetzt Japan? Keine Ahnung, vielleicht etwas besser als vorher, aber eigentlich  ist man von den Eindrücken viel zu erschlagen, als das man solch schwierige Fragen jetzt schon beantworten könnte. Auf jeden Fall sind wir reicher (nicht an Geld), reicher an Erfahrungen. Klingt platt, ist aber einfach so. Und wenn etwas Zeit  verstrichen ist,  man sich  nochmal die Bilder anschaut, dann werden wir vielleicht auch mehr verstehen von diesem Land, das so modern aussieht und sich so bemüht dem Westen nachzueifern und doch so ganz anders ist (Oder gibt es bei uns Frauen, die aussehen wie Barbiepuppen und sich im Museum jede Schautafel durchlesen oder coole Jungs mit den neuesten In-Klamotten, die in eine Kirche gehen, eine Kerze anzünden und beten?)

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