Japanische Skurrilitäten
von Gunda
Keine Ahnung, woher Roland immer diese merkwürdigen Geschichten über noch merkwürdigere JapanerInnen hat. Aber so ein ganzer Tag mit ihm ist eindeutig noch ergiebiger an irren Geschichten, als bloß mit ihm zu Mittag zu essen… Da wäre erstmal die Geschichte von dem Professor der in Tokyo ansässigen privaten Waseda-Universität, der jetzt vor Gericht steht, weil er sich einen Handspiegel an die Schuhspitze montiert hat, um damit Studentinnen unter den Minirock (hier wohl das beliebteste Kleidungsstück bei Frauen) gucken zu können. Dann lieferte er uns noch die Erklärung, warum an der einen Stelle unserer Bahnstrecke zwischen Tokyo und Arakawaoki immer das Licht im Zug
ausgeht: Diese Stelle befindet sich auf der Grenze zwischen zwei Präfekturen (sowas Ähnliches wie Bundesländer), und keine der Präfekturen will für die Strecke im „Niemandsland“ den Strom für die staatliche Bahn bezahlen. - Also gleitet die Bahn mit Notbeleuchtung bis zur nächsten Präfektur… Dann gab es beim Ausflug noch das Schild auf dem Foto, das er wie folgt kommentierte: „This fish is allowed to eat the small fish. But the big one … no, no!“ Und als wir auf dem Stausee ein Boot entdeckten, kommentierte er das mit: „It’s for controlling the fishes.“ Wir sind gespannt auf die Geschichten, die da noch kommen werden…


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