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11. Februar 05

Affentheater

von Gunda

Es war Feiertag (Tag der Staatsgründung) und Sonnenschein. D.h., alle Japaner haben gearbeitet und alle Ausländer frei gehabt. (Wie immer…) Also sind wir der Einladung von Thomas’ französischem Kollegen (Roland) und seiner schwedischen Freundin (Petra), beide Physiker, gefolgt und hier hin gefahren:

http://www.jref.com/practical/chichibu_tama_kai_national_park.shtml

In den Chichibu-Tama-Kai National Park. Dort sollte es Schnee geben, wie Roland nach einer längeren Beratung im Reisebüro erfahren hatte. Die Beratung stellte sich deshalb als so schwierig heraus, weil es hierzulande wohl nicht üblich ist, in verschneiten Gegenden etwas anderes zu tun als Ski zu fahren. So wurde er denn auch prompt mit Antworten wie „You can not hike there, there is snow.“ bzw. der erstaunten Frage „Can you walk on snow?“ konfrontiert. Er schien jedoch entschlossen genug zu wirken, und so bekam er eben diesen Tip. So waren wir dann auch die Einzigen, die den Weg in den Schnee einschlugen, während die ganzen japanischen Ausflügler im Zug sitzen blieben. Den Schnee gab es nur an den schattigen Stellen und er stellte sich als angetaut und überfroren heraus, was dann tatsächlich das Laufen etwas erschwerte. (Petra: „Du hattest wohl keinen im Winter zugefrorenen Schulweg?“ – Nein, hatte ich nicht; in Berlin gibt es dafür Schneematsch in allen nur erdenklichen Schwarz-, Grau- und Brauntönen…) Zu meinem Leidwesen waren die beiden auch noch aufs Kraxeln querfeldein erpicht und
Cimg352 wollten unbedingt die Serpentinen abkürzen. – Das traf auf eine etwas unterentwickelte Kondition meinerseits. (Längere Strecken mit weniger Steigung wären wohl weniger problematisch gewesen.) Zum Glück haben sie dann bei den überfrorenen Stufen dann auch aufgegeben, und wir haben die (auch überfrorene) Straße benutzt. Es gab eine eindrucksvolle Talsperre mit einem türkisblauen Stausee zu bewundern und Paviane an den Abhängen zu beobachten, die erstaunlich scheu waren und die selbe Farbe wie das Gestrüpp hatten, sodaß wir sie erst nur hören und später dann auch sehen konnten. – Es gab sogar kleine Familien.
Später sind wir dann noch in Tokyo gewesen, wo uns Petra und Roland einen Buchladen mit ausländischen (neben englischen auch vielen deutschen) Büchern gezeigt haben. Natürlich war das Angebot begrenzter als in Deutschland; aber wir waren sehr begeistert und haben sofort zugeschlagen. Dem Verkäufer schien zu dämmern, daß dies nicht unser letzter Besuch war, weshalb ich gleich an der Kasse eine „Pointcard“ für ausländische Bücher bekommen habe. Wer also deutsche, englische oder europäische Bücher (auch Übersetzungen aus dem Japanischen) oder Zeitschriften
sucht, ist im Yaesu Book Center richtig:

http://www.jref.com/practical/kyobashi.shtml

Der Tag wurde stilecht durch ein gutes japanisches Essen abgeschlossen, und dafür, daß wir schon um 4.30 h aufgestanden waren, waren wir noch erstaunlich fit. Trotzdem ging es anschließend gut ge- und erfüllt nach Hause. Alles in allem war das ein sehr schöner, wenn auch streckenweise recht chaotischer, Tag. („Wer hat denn jetzt grad den Zettel mit der Bahnverbindung?“ „War das jetzt nicht die falsche Richtung?“ „Wollen wir echt um den ganzen See rum? Ist doch schon so spät.“) Roland bemerkte hinterher selbstironisch, er hätte sich schon überlegt, einen Bus zu mieten und Leuten Japans wichtigste Sehenswürdigkeiten zu zeigen…

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