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26. Dezember 04

zweiter Weihnachtsfeiertag, Kultur pur

von Gunda

Um 8 h mußten wir spätestens in der Pension ausgecheckt haben. Also sind wir sehr früh aufgestanden, haben unser Gepäck in Schließfächer verfrachtet und uns mit „Frühstück to go“ versorgt (das immerhin einen heißen Kaffee für mich beinhaltete).

In Nikko war es (wegen der Höhe) bitterkalt und es gab eine unglaublich klare Luft. Sowas habe ich wirklich selten erlebt, daß es einem vor Klarheit fast den Atem verschlägt. Überall lief (eiskaltes trinkbares) Wasser in Rinnen die steilen Straßen hinunter, und der Fluß war selbst in seinem reißenden Fließen so klar, daß man den Grund sehen konnte.

Zunächst war es sehr bewölkt, und wir hatten schon Regen befürchtet, später auf Schnee gehofft. So zu Weihnachten; das wäre schön gewesen. Tatsächlich hatten wir dann ungefähr fünf Schneeflocken. Dann wurde es plötzlich sonnig und klar, was die Tempel noch schöner erscheinen ließ. Wie begeistert wir davon waren, kann man sich wohl eher anhand unserer Fotos vorstellen. (s. Fotos) Abgesehen von einem kurzen Mittagessen mit Aufwärmen haben wir den ganzen Tag in den riesigen Tempelanlagen verbracht. Besonders schön war es frühmorgens. Da waren wir noch die Einzigen auf dem Gelände, was das alles noch beeindruckender machte.

Nur zwei Dinge würde ich Besuchern von Nikko nicht empfehlen: Wanderschuhe, die man hoch zuschnürt und Tempelbesichtigung im Winter. – In den meisten Tempeln mußte man vor dem Betreten die Schuhe ausziehen. Natürlich hat so ein Tempel keine Fußbodenheizung und ist auch sonst eher offen in seiner Struktur. Also mußte ich ständig meine Schuhe auf- und zuschnüren (Es könnte ja jeder Tempel der letzte gewesen sein, in dem man die Schuhe ausziehen muß…) und habe zum Schluß meine Füße gar nicht mehr gespürt. Und selbst Japaner, die ja meist Fußkälte gegenüber eher unempfindlich sind, habe ich dabei „erwischt“, wie sie sich ihre Füße an einer der wenigen Sonnen-Stellen gewärmt haben.

Spät am Abend waren wir dann wieder zu Hause und haben uns ein bischen gewundert. Darüber, daß zwei Flecken Japan so sehr verschieden sein können (obwohl wir das mit dem Kopf natürlich vorher auch schon wußten) und darüber, daß wir für unser „deutsches Gefühl“ so eine weite Reise unternommen hatten und doch am Abend wieder zu Hause sein konnten, weil dieses Zuhause im Moment nun einmal in Japan ist.

Am nächsten Tag mußte Thomas wieder arbeiten. Aber nur bis zum 30. Dann hatte er sechs Tage ganz offiziell Urlaub.

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