Wie lange dauert Urlaub?
von Gunda
Lieber Manfred! Es hat schon wieder wie aus Eimern geregnet!
Als Thomas am Mittwoch Grundrisse von Wohnungen in der Nähe des Bahnhofes von Arakawaoki (s.Fotos) mitgebracht hat, ist meine Urlaubslaune schlagartig verschwunden. Das war nicht schlimm, denn sie wurde durch den Wunsch ersetzt, uns eine zweite Heimat zu schaffen, uns zusammen hier länger wohlzufühlen. Urlaub ist bestimmt schön. – Aber „Einnisten“ eben auch. Also haben wir zum ersten Mal zusammen über Wohnungsangeboten gegrübelt, diskutiert und abgewogen. (Für Thomas war das Ganze wohl noch spannender als für mich. Ich hatte ja schonmal in Deutschland eine Wohnung gesucht.) Nachdem wir beide von unterschiedlichen Leuten sehr unterschiedliche Geschichten über japanische Wohnungen gehört hatten, waren wir natürlich entsprechend gespannt, was uns am nächsten Tag bei den Besichtigungen erwarten würde. (Hätten wir doch ins „Wissenschaftler-Ghetto“ ziehen sollen?)
Und dann, so gegen Mitternacht, als wir schon längst im Bett waren, haben wir noch unser erstes kurzes Erdbeben erlebt. Thomas war schon vorher wach geworden; aber ich habe mich, so aus dem Schlaf gerissen, doch gehörig erschrocken. Im Nachhinein bin ich froh, daß unser erstes Erdbeben so ein kleines war. (Zum Eingewöhnen…)


Kommentare