Tokyo, Home-Party
von Gunda
Sonne, Sonne, Sonne,…
Wir waren am Abend zu einer Home-Party von japanischen und deutschen Physikern (mit allem möglichen „Anhang“) eingeladen, die in Tokyo stattfand. Also nutzten wir nach dem Ausschlafen die Gelegenheit, ohnehin in die Stadt zu müssen, um uns noch ein bischen umzusehen. Diesmal rund um die Station „Ueno“, wo im gleichnamigen Park die Obdachlosen Tokyos in kleinen Hütten aus blauen Plastikplanen wohnen, die sie manchmal mit Blümchen schmücken und die Schuhe davor ausziehen (und sich auch sonst sehr dezent verhalten). Aber im Park waren wir nicht, sondern da, wo es was zum Essen gibt. (s. Fotos) „Ich will heute was Indisches essen.“ hatte Thomas am Morgen verkündet. Ich hatte nicht wirklich daran geglaubt, daß das auch klappen würde; aber Thomas ist eben doch ein echter Glückskeks. Und so fanden wir wirklich (zufällig) einen Inder, zehn Minuten bevor die preiswerte „Lunchtime“ zuende ging. (Thomas hörte ob dieses Glückes die ganze Zeit nicht mehr mit dem Freuen auf…)
Dann kam die Party, auf der wir die zweiten (und dritten) Gäste waren, weil wir schon um 20 h wieder gehen mußten. Das ist eben der Nachteil daran, so weit draußen zu wohnen: Der letzte Bus fährt immer um 22.10 h, und da muß man dann ja erstmal mit der Bahn hinfahren. Aber wenn wir erstmal die Wohnung haben, können wir den letzten Zug um 23.30 h ab Tokyo nehmen und brauchen dann nur noch zu laufen. (Ansonsten haben wir auch schon ein Übernachtungsangebot bekommen…)
Die Party also. Bis wir gehen mußten waren wir überraschend alleine unter (3) Japanern, was sehr nett war. Wir haben über den Dächern von Ikebukero Sekt und Orangensaft getrunken und auf die Lichter der Stadt geguckt, während wir höchst interessiert ein bischen über unser Leben ausgequetscht wurden. Natürlich haben auch wir etwas erfahren. Als wir gehen mußten, kam dann noch ein Kanadier mit zwei Damen im Schlepptau. – Die Zusammensetzung ist wohl jedes Mal anders. Jedenfalls deutete alles darauf hin, daß es noch netter werden würde. Aber es half nichts; wir mußten los. Mit dem Versprechen, beim nächsten Mal deutschen Wein mitzubringen und länger zu bleiben haben wir uns verabschiedet, ohne die ganzen leckeren Sachen probiert zu haben, die der Gastgeber vorbereitet hatte. Wir sind sehr herzlich verabschiedet worden und waren uns auf dem Rückweg einig: Das war nicht unser letztes Treffen mit diesen Leuten. (s. Fotos)


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