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19. Oktober 04

Fieber-Phantasien 2, „Das Märchen vom aus Versehen mitgenommenen Schirm“

von Gunda

Ziemlich hartnäckig, so eine Erkältung, aber bei Regen wunderte es wenigstens keinen, als ich eingemummelt gegen Mittag das Haus verließ. (Ach, Manfred … !)

Den Vormittag gab ich mich wieder meinen Gedanken hin, während ich das zweite Buch verkonsumierte und mir auch noch nebenbei Gedanken darüber machte, wo ich Nachschub herbekäme, wenn diese Erkältung noch viel länger dauern sollte.

Also, Radfahrer. Die fahren hier auf dem Bürgersteig. („Vernünftig,“ höre ich meinen Vater sagen, wobei er bei oben beschriebenen Autofahrern vielleicht sogar Recht hätte.) Radwege habe ich noch keine gesehen, manchmal gibt es hier in der Gegend noch nichtmal Bürgersteige. Wohin also mit dem Fahrrad? – Einfach drauflos. Um Fußgänger rum, oder doch mittendurch, quer über die Straße, auf allen Seiten, von allen Seiten. Ob mir wenigstens mal jemand irgendwann erklären könnte, ob es dafür irgendwelche Regeln gibt, die ich bisher noch nicht erkannt habe? Jedenfalls muß man vor Radfahrern immer auf der Hut sein, sonst kacheln sie einen mit einem freundlich lächelnden „Sumimasen!“ („Entschuldigung!“) glatt um. Vielleicht könnte man das nächste Mal ja den Regenschirm in die Speichen…

Aber, wo ich dann grad beim Regenschirm und beim Rausgehen war: Zu Mittag wollte ich mit Thomas zusammen essen und mußte wohl oder übel dazu aus dem Haus. Es regnete, und ich wollte, wie immer, meinen Schirm aus dem großen Gästehaus-Schirmständer am Eingang nehmen und losstiefeln. Der war aber nicht mehr da, so lange ich auch mit dem Portier suchte. Dafür bekam ich dann einen kaputten Schirm als Ersatz für diesen Tag, und am Abend war mein Schirm auch wieder da. Thomas meinte ja, den hätte eben jemand aus Versehen mitgenommen; aber inzwischen kann ich das nicht mehr glauben.

Das Erste, was ich hier in Japan getan habe, war, mir einen anständigen Schirm zu kaufen, den ich dann noch am gleichen Tag selbst kaputtgemacht habe. Also habe ich am nächsten Tag einen neuen gekauft, an dem ich dann auch zwei Tage Freude hatte, bis er seltsamerweise eines Morgens nicht mehr im Schirmständer des Gästehauses zu finden war. „Did you write your name?“ fragte mich der Portier. Woher sollte ich denn wissen, daß man seinen Namen auf den Schirm schreiben muß? Also habe ich einen neuen gekauft (den dritten in einer Woche) und Thomas’ Namen draufgeschrieben. (Der ist ja auch hier der „Haupt-Mieter“.) Tja, und nachdem der dann auch erstmal weg war, konnte ich nicht mehr so recht an das „Märchen vom aus Versehen mitgenommenen Schirm“ glauben. Während ich mit dem kaputten Ersatz-Schirm durch den Regen stapfte sind mir alle möglichen Verschwörungstheorien durch den Kopf gegangen…

Am nächsten Tag wollte ich sowieso nicht aus dem Haus; dafür war ein Taifun angesagt.

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