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25. Oktober 04

Ein Alien im japanischen Schwimmbad

von Thomas

Endlich ist es soweit! Ich schwinge mich auf ein geliehenes Rad und radle nach Sakura-chousha, der für uns zuständigen Zweigstelle der Statdverwaltung von Tsokuba, um meine Alien-Registration Card, mein offizieller "Paß" hier in Japan, abzuholen. Nun bin ich endlich ein ganz reguläres Alien!

Da das Amt merkwürdigerweise sehr weit am Stadtrand, mitten in einer Erholungsanlage mit Sportplätzen und Hotel liegt, nutze ich die Rückfahrt, um ein wenig die Außenbezirke von Tsukuba zu erkunden. Und hier zeigt sich ein ganz anderes Japan, als das der geplanten Science City von Tsukuba. Kleine Häuser mit Gärten, Reisfelder, schmale Straßen. Richtig dörflich ist es hier, keine 2 km vom Stadtzentrum mit seinen großen Wohnblocks, Supermärkten, Kaufhäusern und Bürohochhäusern entfernt. Man sieht ab und zu mal jemanden die Straße langgehen. Geschäfte gibt es kaum, dafür sehr viel Grün. Schön ist es hier!

Nach der Arbeit hatte ich mir vorgenommen, in das am Samstag entdeckte Schwimmbad zugehen. Also wieder ein Fahrad geliehen und los geht es. Das Bad ist keinen Kilometer vom Gästehaus entfehrnt und liegt in einem Sportpark. Jogging-Wege mit gepolsterten Untergrund, Fußball- und Baseballplatz, Tennisplätze und eine Basketballhalle finden sich hier im Doho-Park. Und eben auch ein Hallenbad.

Da ich wiedermal etwas unbeholfen dreinschaue, eilt die junge Dame an der Rezeption gleich herbei, um mir beim Ticketautomaten zu helfen. 350 Yen ist nicht viel Geld für 2 Stunden schwimmen. Das ist o.k.! Dann geht es durch die Sperre. WIe in Japan üblich muss man sich erstmal die Schuhe ausziehen. Dann geht es in dei Umkleide. Tatsächlich: WIe es in dem englischsprachigen Infoblatt angekündigt war, darf man in der Dusche keine Seife und ähnliches benutzen... Na ja, das Schließfach für die Sachen kostet nochmal 100 Yen extra (Nein, man bekommt die Münze nicht zurück...) . Ab ins Bad! Die Halle ist ganz nett, im Hintergrund tönt japanische Popmusik und trotz der späten Stunde sind noch einige Leute im Becken, das wohl gut 40 m lang, aber recht flach ist.

Wie nicht anders zu erwarten, ist das Schwimmen eine Wohltat. Keine Leute die kreuz und quer herumschwimmen oder einfach nur dumm rumstehen. Man kann in Ruhe seine Bahnen ziehen. Wenn nicht... Erstmal bemerkt nach meiner fünften Bahn einer der Bademeister, daß ich keine Badekappe habe und drückt mir, als ich am Beckenrand ankomme erstmal eine Kappe in die Hand (Keine Seife in der Dusche, aber eine Badekappe...). Und dann das merkwürdigste: Ein Signal ertönt, eine Ansage erfolgt, die Musik verstummt und alle verlassen das Wasser. Hmm, ich nutze die Gelegenheit, um mich in der Halle etwas um zu schauen, die andern sitzen auf Stühlen, die um das Becken verteilt sind. Nach 5 Minuten erneut ein Signal und eine Ansage und alles kehrt ins Becken zurück...

Laut Info-Blatt wiederholt sich dieses Ritual alle Halbestunde. Andere Länder ander Schwimm-Sitten. Aber egal, hier werde ich wohl Stammkunde werden!

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