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26. Oktober 04

Ein A-class Sprachschüler mit Kommunikationsschwierigkeiten

von Thomas

Die zweite Runde meines Japanisch Sprachkurses steht an! Auf dem Stundenplan steht das Erlernen der Hiragana-Silbenschrift. Dank meiner Vorkenntnisse aus dem Crashkurs im April, fällt mir die Sache nicht allzu schwer. Es ist ein ganz gutes Training, um das Vorhandene noch etwas zu festigen, wobei der Alltag hier in Japan da schon sein Übriges zu tut. Jedenfalls wird unser Kurs geteilt: Die mit Vorkenntnissen und die ohne. So rutsche ich nun in die A-class hinein...

Am Nachmittag stand dann auch schon ein erster Härtetest für meine Kommunikationsfähigkeit mit Einheimischen an. Doch dazu erst die Vorgeschichte:

Auf meiner unermüdlichen Suche nach Infos, die uns das Leben hier in Japan etwas erleichtern, bin ich am Vortag auf eine Mailingliste gestoßen, die von in Tsukuba und Umgebung lebenden Ausländern organisiert wird und der gegenseitigen Hilfe bei Problemen dient. Das ganze Projekt heißt TAIRA. Flugs habe ich mich in die Liste eingetragen und schon trudeln die ersten Resultate ein! Jemand bietet einen Fernseher mit Mehrkanalton für 5000 Yen an. Ein echtes Schnäppchen! Also den Typen angeschrieben und einen Termin ausgemacht!

Die Sache schien recht einfach zu sein. Die Wohnung liegt auf der anderen Seite des Parks, der direkt neben dem Institut liegt (genau der Park, in dem sich auch die Schwimmhalle befindet). Ich schnappe mir also nach dem Essen flux ein Rad und radel dort trotz recht heftigen Regens hin. Nach einer Stunde gebe ich auf...

Was ist das Problem? Zunächst etwas Hintergrund-Info: Zumindest hier in Tsukuba haben die Straßen keine Namen, außer einigen wenigen Hauptstraßen. Die Stadt besteht aus dutzenden kleinen Bezirken, die wiederum meist in etwa vier Teile zerfallen, die dann jeweils eine Nummer bekommen. Die Häuser werden nun innerhalb dieser Unterbezirke durchnummeriert (einige größere Wohnblocks bekommen auch Namen). Nach welchem System diese Nummerierung erfolgt, weiß ich nicht, nur ist es offenbar ein anderes als auf meinem Stadtplan. Jedenfalls war das Haus Nummer 7 offensichtlich nicht dort, wo es auf dem Plan eingezeichnet war.

Um das Problem zu lösen, habe ich mich dann an die wenigen dort herumlaufenden Einheimischen gewandt. Das die Kommunikation nicht klappte, wunderte mich nicht. Wie erwartet spricht der Durchschnittsjapaner noch weniger Englisch (sprich gar keins) als die Leute hier bei der Arbeit. Was mich aber wirklich wunderte, war, daß offensichtlich die Leute mit der Adresse, die ich ihnen ja direkt vor die Nase hielt, nichts anzufangen wussten. Anscheinend ist auch ihnen das Adressystem ein kleines Rätsel...

Aber trotzdem hat die Geschichte noch ein Happy End! Zurück im Institut noch etwas e-mail-Austausch mit dem Verkäufer und am Abend kommt er vorbei und nimmt uns mit in seine Wohnung. Dort lernen wir dann auch seine Frau und Kind kennen und dann ist der Deale auch schon unter Dach und Fach...

Jetzt bleibt nur noch eine Frage offen: Wie transportieren wir einen Fernseher ohne Auto quer durch die Stadt...?

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