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21. Oktober 04

Arakawaoki erkunden

von Gunda

Na, wenigstens kein Regen. Nachmittags gab es sogar Sonne, und es war den ganzen Tag so um 20°C.

Ich habe also meinen Donnerstag damit verbracht, nach Arakawaoki zu fahren, um ein bischen die Gegend zu erkunden, Supermärkte u.ä. zu suchen und mir den Weg zum Bahnhof einzuprägen.

Ganz leicht, dachte ich. Immerhin war ich ja schon ein paarmal mit Thomas da. Ja, und dann bin ich zwei Stunden in unserem zukünftigen Wohnviertel rumgelaufen, ohne das Haus zu finden. (Immerhin kenne ich die Ecke jetzt ganz gut…) Irgendwann bin ich entnervt in ein Geschäft gegangen, in dem man Klimaanlagen kaufen konnte, eine Katze im Fenster saß und die Betreiber im Hinterzimmer gewohnt haben. Als die Frau des Paares nach vorne in den Laden kam und sah, daß ich keine Japanerin bin, wurde sie gleich ganz hektisch, murmelte einige Entschuldigungen und rannte aufgescheucht ins Hinterzimmer, aus dem dann einige Sekunden später ihr Mann auftauchte. Der sprach ausschließlich Japanisch. Also kratzte ich meine letzten Brocken zusammen, zeigte ihm unsere zukünftige Adresse in lateinischen Buchstaben und fragte ihn, wo das sei. Der Mann bot mir netterweise einen Sitzplatz an, den ich auch bitter nötig hatte, um sich kurz darauf mit einem hingeseufzten „Hm!“ in meine Adresse zu vertiefen. Gerade, als ich überlegte, ob er vielleicht eingeschlafen sei, sah er mich an und fragte „Apato?“ („Appartment?“). Nachdem ich bekräftigend genickt hatte, schien er wieder über meinem Zettel zu schlafen, um dann plötzlich aufzustehen, einen rosa Zettel und einen Bleistift zu holen und mir eine liebevolle und detailreiche Karte der Umgebung zu zeichnen. Ich war mir schon nach einer Minute sicher, daß dieser Zettel für mich maximal als Andenken an meine eigene Orientierungslosigkeit brauchbar sein würde, bedankte mich dann nach seiner Fertigstellung aber überschwenglich und fand mich kurz darauf etwas ratlos auf der Straße wieder. Natürlich beobachtete mich der Mann durchs Schaufenster, und so verschwand ich erstmal in die angegebene Richtung. Ich habe dann wirklich versucht, nach dieser Karte zu laufen, weil ich ja ohnehin nichts mehr (außer einer weiteren halben Stunde) zu verlieren hatte und war ernsthaft gerührt, als ich dann wirklich vor unserem zukünftigen Zuhause stand.

Etwas geschafft habe ich dann auch noch unsere Einkaufsmöglichkeiten im Umkreis ausgelotet und bin leicht benebelt (weil immernoch erkältet) zurückgefahren.

Leider sieht es mit dem Job in der Botschaft schlecht aus. Ich solle mich noch nach was Anderem umsehen, hieß es.

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