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27. Oktober 04

… auch …

von Gunda

Immernoch Sonne!

Nachdem das Communication-Center enttäuschenderweise Probleme mit seinem Server hatte und ich nicht ins Internet konnte, habe ich eben weiterorganisiert und versucht, Informationsmaterial zu verschiedenen Themen zu organisieren. Selbst Material, das Thomas schonmal gesehen, bzw. schon in der Hand gehabt hatte, gab es angeblich nicht. – Es war einfach nur frustrierend.

Das Highlight des Tages stellte diesmal der Deutschkurs des staatlichen Senders NHK dar, auf den wir rein zufällig kurz vor dem Schlafengehen stießen. Der Kurs war natürlich für uns recht amüsant: Er fing mit zwei jüngeren (japanischen) Männern an, die mit Körpersprache einen berühmten Deutschen dargestellt haben: Oliver Kahn. – Da fühlten wir uns schon bestens repräsentiert. Aber zur Abrundung trat dann auch noch ein Herr mittleren Alters (auch Japaner) in Anzug auf, um noch einen berühmten Deutschen darzustellen: Bach. – Da war dann ja die gesamte deutsche Kultur von gestern bis heute komplett umrissen… Als wir uns noch darüber unterhielten, ging es gleich spannend mit typisch deutschen Sätzen weiter: „Ich will Fußball spielen.“ „Ich möchte Bier trinken.“ Abgesehen davon, daß der Inhalt dieser Sätze mit uns, so als Deutschen im Besonderen wenig zu tun hatte, schien es also in dieser Lektion um „müssen“, „können“, „dürfen“ und „wollen“ zu gehen. Ganz und gar nicht begeistert waren wir von den auftretenden Deutschen, die bestimmt gute Japanologen oder Germanisten waren und bewundernswert fließend Japanisch sprachen, ansonsten aber ganz offensichtlich keine guten Schauspieler und schon gar keine Komödianten waren, es wohl aber gerne gewesen wären. – Das war dann doch eher peinlich… Gefestigt wurde die Grammatik dann von dem Anzugträger, der zu Klängen von Bach vor einem grünen Meer erschien und neben sich die entsprechenden Sätze duldete. Dann kam ein kleiner Einschub für Kinder: „Pipos Abenteuer“, worüber wir schon bei der Ankündigung vor Lachen fast vom Sofa gerutscht sind, ließ doch der übergroße i-Punkt mit verkümmertem i-Strich auf den ersten Blick nur die Lesart „Popos Abenteuer“ zu… Pipo ist ein Wesen vom Mars, das offensichtlich in Deutschland bei einer Kleinfamilie (Vater, Mutter, Kind) gelandet ist und nun über die Welt aufgeklärt wird. Pädagogisch wertvoll waren diese Puppen nicht gerade, die einfach statisch dasaßen und nur einen aufgemalten Mund etwas bewegten. Nach Sätzen wie „Ich möchte Bier trinken.“ und „Nein, du darfst kein Bier trinken.“ hatten wir auch hier inhaltlich wenig erwartet, bis plötzlich folgender Satz zum Beruf des Vaters fiel: „Mein Mann erforscht den Zusammenhang zwischen Klima und Pflanzen.“ Oops! Hatten wir uns da verhört? Und weil ja in Japan das Essen eine wichtige Rolle spielt, gab es zum Schluß noch einen Kochkurs mit zwei deutschen Köchen und japanischen Untertiteln. – Semmelknödel mit Schwammerln in Rahmsoße. Thomas hat sich fast nicht mehr eingekriegt vor Appetit, weil ihm nach vier Wochen Cafeteria und fertig-Nudelsuppen wohl verständlicherweise was fehlte. Jedenfalls waren wir und bei allem Amüsement nach dem Kurs einig, daß es für Japaner viel schwerer sein muß, Deutsch zu lernen, als umgekehrt. (Wenn man mal von der Schrift absieht…)

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