Abfliegen
von Gunda
Da standen wir also am frühen Morgen bei bedecktem Himmel und ca. 10°C Außentemperatur im Flughafen Tegel, und es hieß für ein ganzes Jahr Abschied nehmen.
Irgendwie ist mir der Abschied von der Wohnung und der Umgebung schwerer gefallen, als von den Leuten. Denn die sind ja dank Telefon und Internet viel näher dran, als gedacht.
Die Nacht davor hatten wir, nachdem wir die Wohnung nur fast komplett ausgeräumt und meinen Eltern als mittleres Schlachtfeld hinterlassen haben, bei meinen Eltern übernachtet. Mein Vater hat uns dann zum Flughafen gebracht. Eine besonders schöne Überrraschung war auch, daß Ortrun noch zum Terminal kam, um uns selbstgebackene Muffins mitzubringen, von denen Thomas, kaum daß er im Flieger saß (und noch vor Abflug), unbedingt probieren mußte. Aber bevor wir da drin sitzen konnten, haben wir unsere Abschieds-Zeit damit verbracht, unser viel zu schweres Handgepäck mehrfach umzupacken und nachwiegen zu lassen, was dazu führte, daß ich eine offene überquellende Handtasche mit mir rumschleppte und wir uns hektisch von Ortrun und meinem Vater verabschieden mußten. (Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt…)
Das Umsteigen in Paris war nicht weniger stressig: Erst mußten wir einen recht weiten Weg zurücklegen, dann mit immer knapper werdender Zeit in einer riesigen Schlange anstehen. Die Sicherheitskontrollen waren in Paris besonders scharf. Ich mußte meine übervolle Handtasche komplett ausleeren, mein Kosmetik-Täschchen durchwühlen lassen, und Thomas wurde dazu aufgefordert, seinen Laptop anzuschalten, um festzustellen, ob es keine Atrappe ist. Der Rest verlief dann recht problemlos, obwohl ich drei Stunden vor Ankunft endgültig die Nase voll vom Rumsitzen hatte…
(Leider haben wir wegen dieser Hektik keine Fotos gemacht.)


Letzte Kommentare